Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Werkzeughalterverlängerungen mit schlanker Störkontur

02.09.2009
Dort, wo beim Fräsen oder Bohren herkömmliche Werkzeughalter trotz Standardverlängerung aufgrund ihrer Störkontur sowie der Werkstückgeometrie an Grenzen stoßen, sind Sonderlösungen gefragt. Ein Beispiel dafür sind Auswuchtmaschinen für Elektromotoren.

Wenn an Elektromotoren Wuchtbohrungen angebracht werden sollen, stoßen herkömmliche Werkzeughalterlösungen aufgrund ihrer Störkontur zum Teil schnell an ihre Grenzen. Selbst Standardverlängerungen reichen mitunter nicht aus, um an die tiefliegenden Bohrpositionen zu gelangen. Die Tira GmbH in Schalkau, ein Spezialist für Auswuchtmaschinen mit Referenzen bei vielen namhaften Unternehmen, nutzt deshalb in solchen Fällen individuell gefertigte Werkzeughalterverlängerungen mit der Tribos-Polygonspanntechnik von Schunk.

Sonderverlängerungen sind 380 und 670 mm lang

Sonderlösungen für die Werkzeug- und Werkstückspannung sind ein spezieller Kompetenzbereich von Schunk. Für kundenspezifische Lösungen greift das Entwicklerteam auf das komplette technologische Spanntechnik-Know-how des Unternehmens zurück. Das verkürzt die Entwicklungszeit, senkt die Konstruktions- und Fertigungskosten und erhöht deutlich die Prozesssicherheit beim Kunden, so Schunk. Zudem kann der Anwender sicher sein, heißt es weiter, dass er im laufenden Betrieb mit den Sonderspannmitteln ein Höchstmaß an Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit erreicht.

Ganz aktuell ist die Entwicklung von zwei Sonderlösungen auf Basis der Werkzeughalterverlängerung Tribos-SVL für Tira, mit denen sicher und präzise selbst schwer zugängliche Winkel an Elektromotoren erreicht werden. Die Sonder-Verlängerungen haben eine Länge von 380 beziehungsweise 670 mm und verfügen über eine präzise Rundlaufgenauigkeit

Luft zum Kühlen sorgt für saubere und spanfreie Bohrlöcher

Sobald die Tira-Auswuchtmaschine die Unwucht des Elektromotors bestimmt hat, wird er automatisch in die entsprechenden Ausgleichspositionen gedreht und anschließend wird mit einem 10-mm-Bohrer eine präzise Wuchtbohrung gesetzt. Die eingesetzten Verlängerungen sind zusätzlich mit einer Durchgangsbohrung versehen, um das Bohrwerkzeug mittels Luft zu kühlen. Mit dieser zugeführten Luft wird gewährleistet, dass die Bohrlöcher sauber und spanfrei die Maschine verlassen. Die Sonder-Verlängerung wird dazu in einer herkömmlichen Spannzangenaufnahme gespannt. Ähnlich wie beim Drehen langer Teile wird die Extremverlängerung zusätzlich über eine Vorrichtung in Art einer Lünette abgestützt. Auf diese Weise erhöht sich noch einmal die Präzision der Bohrung.

Verschleißarme Polygonspannfutter haben fast keine Ausdehnung in der Länge

Das Spannprinzip der Tribos-Polygonspanntechnik ist ausgesprochen wirkungsvoll: Anstelle einer runden hat der Werkzeughalter eine polygonförmige Aufnahmebohrung. Mit einer Spannvorrichtung wird diese innerhalb des dauerelastischen Bereichs zu einem Zylinder verformt. Nach Wegnahme des Drucks ist das Werkzeug über die Eigenspannung des Stahls kraftschlüssig gespannt. Dauertests haben gezeigt, dass selbst bei tausendfach wiederholten Spannvorgängen keinerlei Materialermüdung auftritt.

Die Tribos-Polygonspannfutter verfügen in den Standardgrößen alle über eine Rundlaufgenauigkeit

Universell einsetzbar, so Schunk, kann diese extrem schlanke und hochpräzise Verlängerung mit den verschiedensten Spannfuttern auch anderer Hersteller kombiniert werden. Im Standardprogramm gibt es die SVL-Ausführung in den Längen 100, 150 und 250 mm.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/227829/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Luftturbulenzen durch Flugzeuge bald beherrschbar
08.12.2017 | Universität Rostock

nachricht Ein MRT für Forscher im Maschinenbau
23.11.2017 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie