Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wälzfräsmaschine K 300 von KOEPFER: Die Universallösung für unterschiedlichste Verzahnungsteile

30.06.2015

Das Zahnrad gehört zu den ältesten Maschinenelementen der Menschheitsgeschichte. Schon seit Tausenden von Jahren dienen Zahnräder dazu, Kraft und Bewegung zu übertragen – zuerst von der Kraft des fließenden Wassers, später dann Dampfkraft und heute von Energiequellen unterschiedlichster Art.

Vor allem der moderne Verkehr wäre ohne Zahnräder undenkbar. Im Antriebsstrang, in der Lenkung, aber auch bei der Umsetzung moderner Bordelektronik, wie die Verstellung der Sitzergonomie, spielen Verzahnungsteile eine zentrale Rolle und kommen in vielfältiger Form zum Einsatz.


KOEPFER Wälzfräsmaschine K 300: Nahezu jedes Zahnrad lässt sich mit dieser flexiblen und universellen Maschine verzahnen. Ihr schwingungsarmes Polymerbetonbett in Verbindung mit der geschlossenen Rahmenbauweise sowie ihr thermosymmetrischer Aufbau sorgen für effiziente Prozesse.



Die 45-Grad-Neigung des Wälzfräsers ist hier gut zu erkennen. Diese Position sorgt für einen sehr guten Spänefluss bei der Trocken- und Nassbearbeitung einerseits, sowie für ergonogmisches Rüsten andererseits.



Wälzfräsen eines Globoid-Schneckenrads aus Kunststoff für ein EPS-Lenksystem eines Autos.


Die integrierte Hilfs-NC-Achse nimmt Entgrater, angetriebene Hilfswerkzeuge wie z.B. Bürsten, Schwingungsdämpfer oder Sensoren auf.


Vollautomatisiertes Wälzfräsen durch die Portalladeeinrichtung mit V-Greifer

Doch gerade diese Vielfalt in Form und Materialien stellen viele Hersteller vor die Frage, wie sie die Produktion in Hinsicht auf Wirtschaftlichkeit und Qualität umsetzen können. Diese Gedanken haben sich auch die Ingenieure von EMAG KOEPFER gemacht und präsentieren mit der Wälzfräsmaschine K 300 eine Universallösung für die Zahnradproduktion.

„Wir haben eine Anlage konstruiert, die eine vollwertige Universallösung darstellt. Anhand vieler Ausstattungsvarianten und Optionen lässt sich die K 300 in unterschiedlichen Bereichen der Verzahnungsproduktion nutzen“, erklärt Jörg Lohmann, Vertriebsleiter der EMAG Tochter KOEPFER.

Von der Ritzelwelle mit Modul 1 bis zum Schrägstirnrad mit Modul 4 lässt sich ein breites Werkstückspektrum mit der K 300 bearbeiten (verzahnen). Ebenso vielfältig ist die Werkstoffbandbreite, die mit der Maschine bearbeitet werden kann – vom legierten Stahl, über Aluminium, Messing und Bronze bis hin zu Kunststoffen ist alles möglich.

Qualität mit eingebaut

Der gesamte Aufbau der K 300 ist konsequent auf höchste Qualität getrimmt. Das Maschinenbett aus Polymerbeton in Kombination mit der „Closed-Box-Bauweise“, bei der Spindel- und Reitstockkasten mittels eines Jochs in einem geschlossenen Rahmen verbunden sind, sorgt für höchste Steifigkeit und damit für höchste Präzision während des Verzahnungsprozesses. Der Wälzfräskopf, der um 45 Grad geneigt wurde, ermöglicht einen optimalen Spänefall und trägt damit zu höchster Bauteilqualität bei.

Gleichzeitig wird eine gute Zugänglichkeit zum Rüsten gewährleistet. Grundsätzlich können unterschiedliche Verzahnungstechnologien, wie zum Beispiel Hochleistungs-Wälzfräsen im Nass- wie auch im Trockenschnitt, Schälwälzfräsen und Hartfräsen von zylindrischen Verzahnungen sowie das Tauch- und Tangentialwälzfräsen von Schneckenrädern, zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus können geradeverzahnte Kegelräder im Teilverfahren mit Formfräsern oder im Conikronverfahren verzahnt werden, und sogar Unrund-Verzahnungen sind herstellbar. Wassergekühlte Direktantriebe an den prozessrelevanten Achsen sorgen für einen schnellen Bearbeitungsprozess und bieten zudem beste Bearbeitungsqualität, da das „Spiel“ mechanischer Transmissionselemente eliminiert wurde.

Zusätzliche Aufgaben übernehmen die NC-Achsen der Hilfswerkzeuge, wie z.B. zum Entgraten, Bürsten oder zur Aufnahme von Sensoren, um die Verzahnung präzise zu Markierungen, Bohrungen, anderen Verzahnungen, Nocken oder sonstigen Merkmalen zu orientieren. Abgerundet wird der durchdachte Aufbau der K 300 durch die Position des Schaltschranks, der hinter der Maschine angeordnet ist, sowie die optimale Masseverteilung von Hauptspindel und Reitstock. Beides sorgt für eine ausgezeichnete Thermostabilität und somit einen stabilen Prozess auch bei Fertigung in Großserie.

Schneller Produktionsstart

Der ergonomische Maschinenaufbau ermöglicht einen leichten Zugang zu allen relevanten Komponenten der Maschine. So lässt sich mithilfe von Schnellspannsystemen für Hauptspindel, Reitstock und Fräser die Maschine in weniger als 20 Minuten auf ein völlig neues Bauteil einrichten.

Dabei werden sämtliche Einstellungen von der Reitstock-Spannkraft bis zu den Positionen der Automatisierung durch „Teach-in-Funktionen“ im NC-Programm abgelegt. Bei der K 300 sind bis zu 15 NC-gesteuerte Achsen im Einsatz, die für entsprechend kurze Rüstzeiten sorgen. Ergänzt werden diese durch die schnelle KOEPFER Ladeeinrichtung mit V-Greifer, die standardmäßig für Werkstücke bis 10 Kilogramm geeignet ist.

Dazu stehen Rohteil- und Fertigteilmagazine (z. B. Schwerkraft- und Kettenmagazine), Umlaufspeicher und Werkstück-Ablagesysteme (z.B. Stollenbandablagen) zur Verfügung. Bei Bedarf werden allerdings auch vollautomatisierte Roboterzellen mit Palettiersystemen angeboten.

Universell einsetzbar

Bei der Ausstattung der Maschine kann auf ein breites Technologiespektrum zurückgegriffen werden. Zur Verfügung stehen Absaugeinrichtungen zum Trockenfräsen, Ölnebel-Absaug-Einrichtungen für die Nassbearbeitung, verschiedene Entgratsysteme, Schwingungsdämpfer für die Wellenbearbeitung, Sensoren zum automatischen Orientieren oder zum Schälwälzfräsen und vieles mehr.

Diese flexiblen Einsatzmöglichkeiten der K 300 werden noch deutlicher, wenn man die derzeitigen Anwendungsbereiche betrachtet. Natürlich findet die Maschine ihren Einsatz bei Zulieferern des eingangs erwähnten Automobilbaus, doch bei weitem nicht nur hier:

Insbesondere Lohnverzahner, Reduktionsgetriebehersteller, Hersteller von Hydraulikkomponenten und Produktionsstätten in der Aerospace-Supply-Chain nutzen die High-Tech-Lösung. Ob Getriebeteile in Großserie oder Kunststoffzahnräder in Kleinserie – die Maschine wird individuell an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst. Dazu sagt Lohmann: „Wir können die K 300 auf nahezu jede Kundenanforderung konfigurieren, egal ob eine handbeschickte Einzelmaschine oder ein vollautomatisiertes Fertigungssystem im Fokus steht.“

Die Vorteile auf einen Blick

• Präzise: Direktantriebe an allen prozessrelevanten Achsen
• Stabil: Geschlossene Rahmenbauweise und thermosymmetrischer Aufbau
• Flexibel: Wälzfräsen, Schälwälzfräsen, Hartfräsen, Tauch- und Tangentialwälzfräsen, Fräsen von Kegelrädern im Teil- oder im Conikronverfahren, Unrund-Wälzfräsern, usw.
• Automatisiert: Inklusive Portalladeeinrichtung sowie Rohteil- und Fertigteilmagazine
• Rüstfreundlich: Umrüsten von Werkstück auf Werkstück, teilweise weit unter 20 Minuten
• Umfassend: Hilfs-NC-Achsen für Entgrater, Schwingungsdämpfer oder als Träger für Sensoren, uvm.

Arbeitsbereich der K 300
Modul max.                                        4
Werkstück-Ø max.                  mm      140 / 195
Fräsweg max.                         mm      300
Werkstücklänge max.              mm      300 / 800
Fräserbreite max.                    mm      250
Shiftweg                                 mm      160
Hauptspindeldrehzahl               1/min   800
Fräserdrehzahl                        1/min   2500 / 4000

Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung
Markus Isgro
EMAG Holding GmbH
Austraße 24
D-73084 Salach
Fon: +49(0)7162/17-4658
Fax: +49(0)7162/17-199
e-mail:misgro@emag.com
www.emag.com

Markus Isgro | EMAG Holding GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flüssiger Wasserstoff im freien Fall
05.12.2016 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie