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Verzahnungsöl hält Temperaturen beim Hochgeschwindigkeits-Wälzfräsen stand

18.02.2010
Herkömmliche Schneidöle versagen beim Hochgeschwindigkeits-Wälzfräsen mit hartmetallbestückten Werkzeugen. Aus diesem Grund hat Shell Metalworking laut eigener Mitteilung das neue Öl Shell Macron 630 S-9 für alle Verzahnungsarbeiten entwickelt und stellt das neue Produkt auf der Messe Metav 2010 in Düsseldorf.

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Üblicherweise werden, so heißt es, beim Wälzfräsen mit Hartmetall-Werkzeugen Group-I-Grundöle und Additivkombinationen eingesetzt; allerdings eignen sich diese Produkte nicht für hohe Schnittgeschwindigkeiten – es entsteht Qualm und Gestank, sowohl die Öle als auch die Additive werden gecrackt.



Schleiföle mit höherem Siedebeginn

Shell setzt seit vielen Jahren in niedrig viskosen Schleifölen sogenannte Hydrocrack-Grundöle ein, die verglichen mit den Group-I-Grundölen im gleichen Viskositätsbereich deutlich höhere Siedebeginne haben, so das Unternehmen. Nach Leidenfrost erfolgt eine Benetzung durch Flüssigkeiten nur bei Temperaturen unterhalb des Siedebeginns.

Deshalb werden wassergemischte Kühlschmierstoffe beim Hochgeschwindigkeitsschleifen nicht eingesetzt. Wasser verdampft bei 100 °C, während mit Ölen die Verdampfung bei wesentlich höheren Temperaturen von über 300 °C erfolgt.


Schleiföl-Erfahrungen für neues Schneidöl eingesetzt

Diese Erfahrungen aus dem Schleifbereich sind in die Entwicklung der Schneidöle für den Hochgeschwindigkeitseinsatz mit hartmetallbestückten Fräswerkzeugen eingeflossen. Wenn auch früher beim Wälzfräsen gar nicht gefiltert wurde, seien heute Filteranlagen mit Filterfeinheiten von 20 bis 50 µm durchaus Stand der Technik, so dass die Viskosität der Öle angepasst werden muss. Am besten geeignet sollen Viskositäten von 10 mm²/s bei 40 °C sein, weil sie schnellere Filterzeiten ermöglichen und dadurch die Filterfläche kleiner gehalten werden kann.

Bei der Auswahl der Additive habe man darauf geachtet, dass sie im Hochtemperaturbereich nicht qualmend verbrennen, sondern sich geruchsarm zersetzten und die freien Radikale sich schnell mit den metallischen Werkstückoberflächen verbinden und so die Schnittkräfte reduzieren.


Verzahnungsöl für viele Anwendungen einsetzbar

Für den Anwender von Schmierstoffen ist es von Vorteil, wenn mit einem Produkt so viele Anwendungen wie möglich abgedeckt werden können, etwa Wälzfräsen, Stoßen und Schleifen. Wie es weiter heißt, haben die Erfahrungen der Kunden gezeigt, dass das neue Verzahnungsöl alle Anforderungen erfüllt. Es qualme nicht, es stinke nicht bei Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen, es habe eine sehr helle Farbe, was eine gute Beobachtung des Zerspanungsprozesses ermöglichen soll.

Shell Macron GmbH auf der Metav 2010: Halle 15, Stand D46

Monika Zwettler | Quelle: MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen: www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/zerspanungstechnik/articles/250925/

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