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Verbesserte Steuerblöcke für CNC-Abkantpressen

30.10.2008
Bei Abkantpressen erhöht die Elektrohydraulik die Bewegungsdynamik der Maschinen. Es wird eine höhere Genauigkeit bei der Geschwindigkeits- und Druckregelung erreicht, unter Berücksichtigung aller nötigen Sicherheitsfunktionen, deren Kontrolle wegen der Elektronifizierung der Hydraulik einfacher ist. Damit sich das im Ergebnis widerspiegelt, ist eine Neukonzeption der Steuerblöcke erforderlich.

Der italienische Antriebsspezialist Atos hat für moderne CNC-Akantpressen eine Elektrohydraulik entwickelt, die hohe Leistung mit Preiseffizienz verbindet. Die Basis dafür lag in der Entwicklung und Herstellung von Standard-Steuerblöcken. Sie waren das Ergebnis einer aufwändigen Zusammenarbeit mit Maschinen- und Steuerungsherstellern, heißt es. Diese Blöcke gibt es in CE-Ausführung für Klein- bis Großpressen: mit 250 bis 15 000 kN Presskraft. Sie sind der Kern für eine schnell reagierende Ventilsteuerung in Modulbauweise.

Als Besonderheiten der Steuerblöcke werden die kompakten Abmessungen, die hohe Verstell- und Regeldynamik hervorgehoben. So ist für die Zentralblöcke in kleinen Pressen die Kompaktheit ein sichtbares Kennzeichen. Die Synchron- sowie Druckregelung für den Biegebalken sind integriert. Bei Pressen mit mittleren und großen Presskräften (4000 bis 15000 kN) flexibilisiert die Modulbauweise die Montage.

So ermöglichen die Standardblöcke zum Beispiel das Anbringen an Vorfüllblöcken oder überall am Öltank hydraulischer Pressen. Aus dem Wechsel von der klassischen Antriebshydraulik zur Elektrohydraulik ergeben sich nach Angaben des Herstellers hydraulischer Antriebe große Steuerungsvorteile, die zu schnellen, sanften und präzisen Maschinenbewegungen führten.

Direktansteuerung der Ventile durch CNC gewährleistet Preiseffizienz

Die Blöcke werden mit Proportionalventilen für offene Regelkreise versehen. Diese vor kurzem am Markt eingeführte Ventilgeneration arbeitet laut Atos hochdynamisch. Zusammen mit den Steuerblöcken sei sie für die Synchronisation der Hydraulikzylinder, mit denen der Biegebalken auf- und abwärts verfahren wird, verantwortlich. Die einzelnen Ventile sind für die Steuerung der Zylinderkolben verantwortlich. Aufgabe dabei ist die Optimierung der Geschwindigkeit und Presskraft in Abhängigkeit vom Balkenweg sowie die genaue Positionierung. Die Ventile werden von einer CNC direkt angesteuert. Das gewährleistet laut Atos die gewünschte Preiseffizienz.

Optionale Ausstattung der Steuerblöcke mit Servoventilen

Die Ventilkolben wurden konstruktiv den wegabhängigen Geschwindigkeits- und Kraftverläufen der Abkantpressen angepasst. So ist eine lineare Regelung nahe dem Nullfluss möglich, um die Biegebalkenkontrolle in der Biegephase feinabzustimmen. Außerdem sorgt eine progressive Regelung für eine höhere Geschwindigkeit (größerer Durchfluss) und einen schnellen Rückhub sowie Eilhub abwärts bis zur Umstellung von Geschwindigkeits- auf Druckregelung. Bei sämtlichen Bewegungen kann die Kolbenstellung überwacht werden (LVDT). Das ist bei CE-Kennzeichnung erforderlich.

Optional lassen sich die Steuerblöcke mit Servoventilen ausstatten. In diese Stellglieder sind Kolbenweg-Messsysteme eingebaut und elektronische Treiber integriert. Dadurch lässt sich der Antrieb weiter optimieren und mit Ausfallsicherungsfunktionen – so genannten Fail-Safe-Features – versehen. Das komplette System wurde vom TÜV und der Berufsgenossenschaft zertifiziert gemäß den europäischen Richtlinien und abgeglichenen Normen. Das gelte im besonders hohen Maß, so heißt es, für die entsprechenden Sicherheitsventile.

Josef Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1610&pk=152442

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