Anzeige

Das etwa eineinhalb Meter hohe und zwölf Kilo schwere Gerät kostet 3.500 US-Dollar und reinigt jeden Tag 10.000 Liter Wasser. Wie die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Pictures of the Future berichtet, gibt es inzwischen ein vollautomatisches Nachfolgegerät.
Der 7.000 US-Dollar teure AquaVendor basiert ebenfalls auf Membranfiltern, kann jedoch 25.000 Liter Wasser pro Tag aufbereiten. Er braucht Strom für seine Steuerungseinheit und den Lüfter, der zur Reinigung alle 20 bis 30 Minuten Luft in den Membranfilter presst. Die mobile Anlage ist für Wohngebäude, Hotels oder kleine Industriebetriebe in strukturschwachen Gebieten gedacht.
Weltweit haben rund 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Laut Weltgesundheitsorganisation sterben pro Jahr etwa 1,8 Millionen von ihnen an Durchfall. Ohne Zugang zu Trinkwasser sind die Menschen oft krank, brauchen teure Medikamente und verpassen unzählige Arbeits- oder Schultage.
Ingenieure von Siemens Water Technologies in Australien haben mit dem Skyhydranten eine Lösung entwickelt, mit der Laien praktisch überall verschmutztes Wasser reinigen können. Er basiert auf denselben High-Tech-Membranfiltern, die Siemens in Anlagen für Wasserwerke oder für die Industrie einsetzt. Herzstück des Filters ist ein senkrecht hängender Zylinder, der rund 10.000, etwa einen Meter lange, millimeterdünne Röhrchen mit Membranwänden enthält. Die Löcher der Membranen sind ein zehntausendstel Millimeter klein und lassen weder Schwebstoffe noch Bakterien durch.
Auch Viren werden ausgefiltert, weil sie immer an anderen, größeren Organismen hängen. Während die schmutzige Flüssigkeit entlang der Außenseiten der Röhrchen nach unten läuft, wird das saubere Wasser durch die Membran in die Röhrchen gedrückt und abgeleitet. Einmal im Monat wird der Skyhydrant zur Reinigung mit klarem Wasser rückgespült.
In einem Slum im indonesischen Jakarta beliefert ein Skyhydrant 180 Familien seit vier Jahren zuverlässig mit sauberem Wasser. Die Siemens Stiftung baute in einem Dorf in Kenia mit Skyhydranten sogenannte Safe-Water-Kioske auf. Die Kioskbetreiber reinigen das schmutzige Flusswasser und verkaufen Trinkwasser an die Dorfbewohner. (IN 2011.11.3)
Dr. Norbert Aschenbrenner | Quelle: Siemens InnovationNews
Weitere Informationen: www.siemens.de/innovation
Weitere Berichte zu: Membran > Reinigung > Röhrchen > SkyHydrant > Slum > Trinkwasser
IFA entwickelt Messgerät für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration
18.05.2012 | Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV
Solarboot „Südseesonne“ an Naturschutzbund übergeben
18.05.2012 | Hochschule Lausitz (FH)
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten