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Mit Tezet-CAD Rohre dreidimensional vermessen

04.03.2010
Die Software von Tezet-CAD von Tezet Technik verfügt über ein Design-Modul, mit dem Rohre zwischen ihren Fixpunkten A- und B-Ende an kollidierenden Störflächen vorbei geschoben werden können, während eine Online-Datenerfassung im Hintergrund automatisch mitläuft. Es gibt zudem die Möglichkeit, entweder in der 2D-Ebene Bögen virtuell einzufügen oder in den 3D-Ebenen auch Bögen zu löschen und dem Rohr trotzdem seine Form zu belassen.

Ein weiteres wichtiges Feature von Tezet-CAD ist, dass ein Rohr sich an zwei Fixpunkten automatisch einpasst, mit Angabe der generierten XYZ- und Biegedaten sowie des Einpasswinkels. Ein Modul, das ohne große Konstruktionsmühen zum rohrspezifischen Ziel gelangt. So entstand auch ein eigener Iges-Konverter, der aus Halbschalenrohren die Mittellinie generiert und die Qualitätsüberprüfung vereinfacht sowie verkürzt, indem gegen die vorgegebenen Masterdaten einer Iges-Datei bestimmte Punkte geprüft werden können, die 100% passen müssen.

Es gibt noch viele weitere leicht zu bedienende Funktionen, wie beispielsweise das Radiusmessen. Eine gefährliche Angelegenheit, denn sobald sich ein Radius ändert, verlängern oder verkürzen sich die beiden Zylinder vor und hinter dem Bogen. Der Korrekturmodus ermittelt die bestmögliche Passung an jedem Punkt, Bestfit genannt.

Eine Schwierigkeit der Bestfit-Methode ist die Toleranzvorgabe der Qualitätskontrolle. Denn sie verlangt Werte, die aus der Blechverarbeitung kommen, wie Karosserien, Geometrieteile, sprich beispielsweise Werkzeuge oder Montageteile. Sie müssen 100% passen, aber bei einem Rohr, das keine saubere Geometrie bietet, funktioniert das so leider nicht.

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Rohrfachleute sind sich einig, dass eine Abweichung von maximal 0,3 mm für Rohre ausreichend ist, wenn es auch beim heutigen Stand der Technik durchaus möglich ist, Rohre im Hundertstel Bereich herzustellen und die Software es genauso errechnen und darstellen kann. Dennoch werden von der QS Werte im Tausendstel Bereich verlangt.

Die Prozedur einer Rohrverformung bis zu ihrem Einbau in das vorgesehene Teil verlangt oftmals diese Forderung. Die Unterschiede der Kontrollbeurteilung zwischen Rohren und Geometrieteilen müssen realistisch gesehen werden. Schläuche und dünne Drähte verformen sich im Übrigen noch intensiver, weil ihr Material flexibler ist als das von Stahlrohren. Hier gelten andere Kriterien, die alle in der Rohrsoftware berücksichtigt sind.

Tezet Technik AG auf der Wire & Tube 2010: Halle 3, Stand 3223 (Wafios)

Dietmar Kuhn | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messtechnik_prueftechnik/articles/253563/

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