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System zur Lagerung von Planetenrädern in Getrieben für Windenergieanlagen

08.04.2009
Der Steyrer Wälzlagerspezialist NKE Austria hat ein modulares System zur Lagerung von Planetenrädern in Getrieben für Windenergieanlagen entwickelt. Die Vorteile sind eine Vereinheitlichung des Lagerungskonzeptes, eine Verringerung der Teilevielfalt und eine Vereinfachung der Logistik, wie das Unternehmen auf der Hannover-Messe 2009 zeigt.

Das modulare System wird bereits erfolgreich in Getrieben mit einer Leistung von 1,5, 2 und 2,5 MW eines bekannten deutschen Getriebeherstellers eingesetzt. Die meisten Windenergieanlagen verfügen über Getriebe, um die relativ niedrige Eingangsdrehzahl an der Hauptwelle in eine zur Stromerzeugung günstigere höhere Drehzahl zu übersetzen. Aufgrund der immer höheren zu übertragenden Leistungen und der erforderlichen kompakten Bauweise kommen dabei üblicherweise Planetengetriebe in ein- oder zweistufiger Bauart zum Einsatz.

Planetenräder sind die mitunter am höchsten belasteten Lagerstellen

In diesen Getrieben stellen die Lager der Planetenräder die mitunter am höchsten belasteten Lagerstellen dar. Bei modernen Getriebekonzepten wird daher eine integrierte Planetenradlagerung angewandt. Dabei werden außenringlose Zylinderrollenlager mit Käfig direkt in das Planetenrad eingesetzt, wobei die Planetenradbohrung selbst die Gegenlauffläche bildet.

Das modulare System von NKE besteht aus einreihigen, außenringlosen Zylinderrollenlagern der Bauform RN. Diese Lager sind mit einem innenringgeführten, einteiligen Messingmassivkäfig (MPB) ausgestattet. Der Käfig verfügt standardmäßig über Inspektionsnuten für eine endoskopische Zustandsbeurteilung der Innenringlaufbahn.

Diese einreihigen Lager können in Abhängigkeit von der individuellen Belastungs- und Einbausituation zu Mehrfachsätzen von zwei, drei oder vier Lagern zusammengestellt werden.

Einbaufertig gepaarte Lagersätze

NKE liefert einbaufertig gepaarte Lagersätze, wobei die sehr eng tolerierten Bauhöhen jedes Einzellagers und die Gesamtabstimmung der Einzellager zueinander eine gleichmäßige Radiallastaufnahme gewährleisten. Jeder Lagersatz enthält auch Komponenten wie Sicherungs- und Bordringe, die zur axialen Fixierung der Lager in den Planetenrädern erforderlich sind. Bei Bedarf kann die Gesamtbreite der Lagersätze durch Zwischenringe an die jeweiligen Einsatzbedingungen und Platzverhältnisse optimal angepasst werden.

Das Modularkonzept soll dem Anwender bei konsequenter Nutzung wesentliche Vorteile bieten, so der Hersteller:

-Die Bauformen der Planetenlager können vereinheitlicht werden,

-eine Vereinheitlichung der Planetenlager verschiedener Getriebegrößen, sowie der ersten und zweiten Planetenstufe ist möglich,

-die Variantenvielfalt bei Wälzlagern wird verringert,

-eine einfache Anpassung der Charakteristika der Lagersätze an die individuellen Gegebenheiten jeder Planetenstufe ist durch den modularen Aufbau möglich,

-durch den einteiligen Messingmassivkäfig ist die Führung der Wälzkörper auch bei hohen Beschleunigungen sehr gut,

-die Schmierung der Planetenlager wird durch standardmäßig vorgesehene Schmiernuten erleichtert.

Irrtümliches Vertauschen der Komponenten ist ausgeschlossen

Jeder Lagersatz wird laut Hersteller zusammen verpackt und weist eine Markierung auf, die ein irrtümliches Vertauschen von aufeinander abgestimmten Komponenten eines jeden Satzes ausschließt. Jeder Satz verlässt das NKE-Werk in Steyr erst nach einer strengen Qualitätsprüfung der funktionsbestimmenden Merkmale.

Außer Wälzlagern für Windkraftanlagen-Getriebe produziert NKE Standard- und Sonderlager für alle Industrieanwendungen.

NKE Austria GmbH, Halle 25, Stand B15

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/antriebsundsteuerungstechnik/articles/181676/

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