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Synchron-Linearmotor mit magnetfreier Sekundärteilspur

08.09.2008
Mit dem 1FN6 ergänzt Siemens seine Linearmotorenreihe um einen Synchronmotor mit magnetfreier Sekundärteilspur. Das innovative Motorkonzept bietet alle Vorteile der Direktantriebe wie hohe Kraftdichte, hohe Dynamik, gute Regelbarkeit und höchste Präzision.

Durch den Wegfall der Permanentmagnete auf der Sekundärteilspur ist der 1FN6 besonders bei langen Verfahrwegen sehr kostengünstig. So kommt der Motor vor allem bei Applikationen in Handlings- und Verkettungsachsen oder in hochdynamischen und hochgenauen Vorschubachsen bei Wasser- und Laserstrahlschneidemaschinen zum Einsatz.


Damit ist er nicht nur eine Alternative zu klassischen Antriebslösungen mit mechanischen Übertragungselementen, wie Zahnstangen oder Kugelrollspindeln, sondern auch zu Motortypen wie Asynchronlinear- oder Reluktanzmotoren. Gleichzeitig eignet sich der neue Linearmotor für Anwendungen, die eine magnetfreie Sekundärteilspur zwingend erfordern.

In vielen Anwendungen im Werkzeugmaschinenbereich besteht die Anforderung, lange Verfahrwege schnell und präzise zurückzulegen. Aufgrund der Kosten für Permanentmagnete oder in Anwendungen, in denen die Sekundärteilspur nur schwer gegen Verschmutzung geschützt werden kann, konnten bisherige Linearmotorenkonzepte nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden. Mit dem 1FN6 hat Siemens einen Synchron-Linearmotor mit magnetfreier Sekundärteilspur entwickelt. Der Motor bietet alle Eigenschaften eines Synchrondirektantriebes wie hohe Präzision bei höchster Dynamik, Wartungsfreiheit, hohe Kraftdichte und geringe Energieverluste. Durch den Wegfall der Permanentmagnete ist der Motor einfach zu montieren, sehr robust und kostengünstig. So können jetzt Applikationen mit Linearmotoren ausgestattet werden, deren Verfahrwege sehr lang sind oder offen liegen. Auch Anwendungen mit konstruktionsbedingten großen Luftspalten sind mit dem 1FN6 realisierbar.

Bei Werkzeugmaschinen eignet sich der 1FN6 vor allem für Anwendungen beim Wasserstrahl- oder Laserschneiden. Gerade bei Handling- und Verkettungsapplikationen mit sehr langen Verfahrwegen und Anforderungen an robuste Komponenten ist der Linearmotor eine Alternative zu klassischen Linearantriebssystemen mit Zahnstangen oder -riemen. Dank des modularen Konzepts lässt sich der Motor für die speziellen Anforderungen einer Applikation anpassen. Für den Verfahrweg lassen sich beliebig viele Sekundärteile aneinanderreihen. Zudem können auf einer Sekundärteilspur mehrere Primärteile betrieben werden.

Die erste Lieferstufe des Linearmotors 1FN6 ist als selbstgekühlte Variante für den Leistungsbereich mit maximaler Kraft von 880 N bis 7920 N ausgelegt. Linearmotoren der Baureihe 1FN6 sind für den Betrieb mit dem Antriebssystem Sinamics S120 konfiguert. Die Projektierung erfolgt – wie bei der Antriebsfamilie Sinamics gewohnt – mit dem Tool Sizer. Durch die stirnseitig angebrachten Stecker entsteht ein Antrieb, der durch konfektionierte Leistungs- und Signalleitungen in kurzer Zeit einsatzbereit ist.
Leseranfragen bitte unter Stichwort „DT 1717“ an:
Siemens Drive Technologies, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth.
Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.de

Volker M. Banholzer | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/linearmotoren

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