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Stangenlader mit hoher Steifigkeit und extrem kurzen Rüstzeiten

13.05.2009
Für eine erhöhte Produktivität und Qualität beim Drehen hat Deckel Maho Gildemeister (DMG) seinen bewährten Stangenlader DMG Loader 65-1 konstruktiv neu überarbeitet.

Wie erläutert wird, zeichnet sich der automatische Stangenlader für CNC-Universaldrehmaschinen nun durch eine höhere Steifigkeit und Schwingungsdämpfung aufgrund geschweißter Stahlblechkonstruktion sowie einem neuartigen System für Kanalführung und einer neuen Zentriereinheit aus. Das macht den Stangenlader zum stabilsten Lader seiner Klasse und sorgt beim Wechseln auf andere Stangendurchmesser für deutlich kürzere Rüstzeiten, wird betont.

Stangenlader mit geschweißtem Stahlblech-Grundgestell

Ein geschweißtes Grundgestell aus stabiler Stahlblechkonstruktion kennzeichnet den neuen Stangenlader DMG Loader 65-1 und verbessert dadurch Steifigkeit und Dämpfungsverhalten des Stangenladers über den gesamten Drehzahlbereich bei der Teilefertigung.

Solide Quertraversen an beiden Rahmen-Enden mit verstellbarer Bodenplatte sorgen laut Gildemeister für dübelfesten Stand, während sich der Stangenlader in seiner Achshöhe durch getrennte Grob- und Feinjustierungen über Gewindestangen exakt einrichten lässt. Spezielle Fixpunkte unter der steifen Rahmenkonstruktion erlauben zudem einen sicheren Transport mit Hubstapler und ein rasches Umsetzen des Laders auf dem Werksgelände.

Sicheres Beschicken des Stangenladers mit Stangen bis 3300 mm Länge

Ein sicheres und produktives Beschicken des Stangenladers mit Stangen bis zu 3300 mm Länge bei 10 bis 80 mm Durchmesser ist während der Hauptzeit möglich. Aufgrund der sich weit öffnenden Klappe ist dies auch mittels Kranbeladung kein Problem. Das erhöht die Produktivität.

Als wesentliche Neuerungen des Stangenladers nennt Gildemeister auch das neue Kanalführungssystem. So werden die Halbschalen der ölgeschmierten Führungen nicht mehr durch aufwendiges Schrauben befestigt, sondern durch zeitsparende und einfach zu handhabende Schnappverschlüsse. Bei einer Wechselzeit sämtlicher Führungen von nur 10 min beträgt der Zeitvorteil in der Umrüstzeit von einer Konfiguration in eine andere rund 20 bis 30 min, verglichen mit der früheren Ausführung.

Stangenführungen aus Polyurethan

Zur außerordentlich hohen Laufruhe des Stangenladers im gesamten Drehzahlbereich tragen auch die neuen Stangenführungen bei. Deren Polyurethan-Werkstoff sorgt für eine hervorragende Absorption der Werkstückschwingungen im Führungskanal, betont Gildemeister. Der verschleißfeste Werkstoff bewirkt zudem weniger Abrieb und eine längere Standzeit.

Auch die komplett neu konzipierte Zentriereinheit des Stangenladers sorgt für höhere Präzision bei der Bearbeitung. So wird jetzt auch während der Bearbeitung das Stangenmaterial von der Zentriereinheit geführt. Gleichzeitig verringerte sich der Abstand vom äußersten Auflager bis zur Maschinenspindel. Der Vorteil: Mehr Laufruhe, denn ein mögliches Schwingen kurzer Stangen wird dadurch wirkungsvoll vermieden. Eine bessere Zugänglichkeit vereinfacht darüber hinaus auch die Wartung.

Wanne und Antriebseinheit sind kompakte Einheit

Weitere funktionale Verbesserungen des Stangenladers: Die Ölauffangwanne und die Stangenführung mit Antrieb und Schmierung wurden jetzt als eine kompakte Einheit zusammengefasst. Bei Wartungsarbeiten an der Drehmaschine können Wanne und Antriebseinheit daher nun gemeinsam auf dem Grundgestell des Laders verschoben werden. Das vermeidet Tropföl am Boden und ermöglicht einen freien Arbeitsbereich zwischen Lader und Drehmaschine von ausreichenden 1100 mm. Ein Umsetzen des Laders bei Arbeiten an der Hauptspindel wird dadurch überflüssig.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/187727/

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