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Auf der Spur

27.09.2010
Hybrid-FTS mit kontaktloser Energieversorgung

Der Antriebsspezialist SEW-Eurodrive hat in Zusammenarbeit mit Hima eine hochintegrierte und kompakte Sicherheitssteuerung entwickelt. Die Kombination von Antriebs- und Sicherheitstechnik gestattet die Realisierung kompletter Applikationen durchgängig aus einer Hand.

Um die Wirtschaftlichkeit des Materialflussprozesses im Mercedes-Benz-Werk Mannheim deutlich zu verbessern, entwickelte Daimler einen neuen Prototyp Fahrerloser Transportsysteme (FTS), der langfristig auch für unterschiedliche logistische Aufgaben eingesetzt werden kann. Die Lösung sollte neue Technologien wie verschleißfreie Energiespeicher und flexible Fahrspuren beinhalten, automatische Be- und Entladeprozesse ermöglichen sowie eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten. Der Antriebsspezialist SEW-Eurodrive in Bruchsal wurde als Partner für die elektrischen Systemlösungen ausgesucht.

FTS werden in vielen Bereichen der Industrie für Montagelinien und Transportprozesse eingesetzt. Sie sorgen für einen automatisierten innerbetrieblichen Materialfluss oder sind Basis für eine flexible Montage. Ihre Vorteile im Vergleich zu anderen automatisierten Logistiksystemen sind die große Flexibilität, keine Verbauung von Flächen, Standardisierung und somit Wirtschaftlichkeit.
Integraler Bestandteil der Systemlösung FTS ist die kontaktlose Energieversorgung Movitrans von SEW für eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Energieübertragung und Spurführung erfolgen über das gleiche Kabel (Linienleiter). Weil der Linienleiter im Boden verlegt wird, kann die FTS-Fahrstrecke beispielsweise durch Gabelstapler überfahren werden.

Das Portfolio von SEW für induktive FTS umfasst zahlreiche Features. Dank der kontaktlosen Energieübertragung, die unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen ist, benötigt das FTS keinen Akkumulator. Die Ansteuerung der Fahrwagenfunktionen erfolgt mit der dezentralen Antriebs- und Positioniersteuerung Movipro.

Energiemanagement-Funktionen sorgen für einen optimalen Wirkungsgrad durch automatische Anpassung an den aktuellen Leistungsbedarf. Über die integrierte RFID-Motorgeber- und Transponderauswertung erfolgt eine kontaktlose Absolutpositionierung. Per WLAN kommuniziert das FTS über Freifunk oder optional über Nahfeldkoppler mit Leckwellenleiter. Auskuppelbare Getriebemotoren ermöglichen den manuellen Notbetrieb. Die Fahrzeugkoordination erfolgt über die parametrierbare Anlagensoftware Movivision mit einer Schnittstelle zur übergeordneten, kundenseitigen Steuerung.


Sicherheitskonzept für mobile Fördertechnik
Das Hybrid-FTS verbindet die Vorteile der induktiven Energieversorgung Movitrans mit den Freiheitsgraden eines energiegepufferten Systems durch Energiespeicher. Damit lassen sich Nebenstrecken flexibel und kostengünstig einrichten. Sobald ein Fahrzeug von der Nebenstrecke zurückkehrt, wird die Energieversorgung wieder von der Energiespur übernommen und der Pufferakkumulator gleichzeitig nachgeladen.

Das Pilotprojekt verdeutlicht Vorteile: Mit der drahtlosen Sicherheitskommunikation für Not-Aus können die Fahrzeuge in einen sicheren Zustand gebracht werden. Durch die sichere Positionserfassung auf der Fahrstrecke werden effiziente und komplexe Fahrwege ohne gesonderte mechanische Sicherheitskomponente möglich.

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Antriebe--Steuerungen--Komponenten/Sicherheitsloesungen_id_4069__dId_542230__app_510-34973_.htm

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