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Spritzgießmaschinen-Hersteller setzt auf Schnelligkeit und Energieeffizienz

18.09.2009
Der Spritzgießmaschinen-Hersteller Ferromatik Milacron, Malterdingen, präsentiert auf der Fakuma 2009 zwei Exponate: die hybride Hochleistungsmaschine Vitesse 300 und die elektrische Maschine Elektra evolution 230. Bei der einen Maschine steht die Schnelligkeit, bei der anderen die Energieeffizienz im Vordergrund.

Am Markt eingeführt wurde die Maschinenreihe Vitesse auf dem diesjährigen Thementag Verpackung von Ferromatik Milacron in Malterdingen. Dort hat man sie ausschließlich Verpackungsexperten vorgestellt. Nun wird sie auf der Fakuma erstmalig einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die Baureihe enthalte „die schnellsten Spritzgießmaschinen“, sagt Robert Trube, Director Sales & Marketing bei Ferromatik Milacron.

Die Spritzgießmaschinen dieser Baureihe enthalten einen elektrischen Schneckenantrieb, der Parallelfunktionen und dadurch laut Hersteller extrem kurze Zykluszeiten ermöglicht. Die notwendige Stabilität für die hohe Dynamik liefert ein verstärkter Unterbau mit Linearführungen. Die Baureihe Vitesse von Ferromatik Milacron umfasst inzwischen Baugrößen mit Schließkräften von 2000, 3000, 4000 und 5000 kN. Sie können mit Spritzeinheiten der internationalen Größen 1000, 1650, 2650 und 4400 ausgerüstet werden. Insgesamt seien dadurch zehn Schließkraft-Spritzeinheit-Kombinationen möglich.

Serienmäßiges Ausstattungspaket zur Reduzierung des Energieverbrauchs

Zur Reduzierung des Energieverbrauchs steht für die Maschinen dieser Baureihe das Ausstattungspakt Greenline zur Verfügung, das sich laut Ferromatik aus Hard- und Software zusammensetzt – mit dem Ziel einer energieeffizienten Antriebstechnik sowie der Möglichkeit des Energiemanagements und der Messung des Energieverbrauchs:

-Die Hydraulikpumpe wird von einem energieeffizienten Motor angetrieben.

-Der Hydraulikspeicher wird nicht immer komplett gefüllt, sondern nur so weit, wie es für den jeweiligen Prozess erforderlich ist. Zusätzlich werden nicht unbedingt notwendige Parallelfunktionen vermieden. Das mindere – so der Spritzgießmaschinen-Hersteller – teure Energiespitzen.

-Die Energiemessung liefert Verbrauchsdaten pro Spritzgießzyklus, Stunde und Arbeitsschicht.

Zur Serienausstattung der Ferromatik-Milacron-Baureihe gehört auch Teleservice zur Fernwartung der Maschinen sowie zur Prozessoptimierung. Das dazu installierte Modul beinhaltet Hard- und Software, die den sofortigen Anschluss der Maschine an das Internet ermöglichen. Dadurch können Maschinendaten und -parameter direkt vom Werk in Malterdingen aus analysiert und modifiziert werden. Dazu sei kein Ferromatik-Mitarbeiter vor Ort erforderlich. Das spare Zeit und Kosten.

Ferromatik Milacron bietet für diese Maschinenreihe ein Gewährleistungspaket, das sich in drei Stufen gliedert:

-Volle Gewährleistung bis zwei Jahre oder 15000 Betriebsstunden,

-Gewährleistung auf Material für elektrische und elektronische Bauteile bis drei Jahre oder 22500 Betriebsstunden,

-Gewährleistung auf Material von Konstruktionsteilen aus Stahl- und Gusswerkstoffen bis vier Jahre oder 30000 Betriebsstunden.

Auf der Fakuma stellt Ferromatik die Spritzgießmaschine Vitesse 300 (3000 kN Schließkraft, Spritzeinheit 2650) aus dieser Baureihe vor. Sie ist Bestandteil einer kompletten Fertigungzelle, inklusive Inmould Labeling von Star Automation. Die Maschine produziert mit einem 1-fach-Werkzeug des Herstellers Abate Basilio 5,7-l-Eimer aus Polypropylen. Die Zykluszeit beträgt 8,2 s. Zur Serienausstattung der Maschine gehört eine Barriereschnecke mit Mischteil (L/D 25) Verbesserung der Schmelzequalität und Homogenisierung der Farbverteilung.

Spritzgießen medizintechnischer Teile auf einer elektrischen Maschine

Die elektrische Spritzgießmaschine Elektra evolution 230 von Ferromatik Milacron (2300 kN Schließkraft, Spritzeinheit 1540) zeigt die Fertigung medizintechnischer Teile. Spritzgegossen werden Spritzenkörper aus Polyethylen. Zur Anwendung kommt dabei ein 48-fach-Heißkanal-Werkzeug des Herstellers Schöttli. Die Zykluszeit beträgt 9,7 s. Die medizintechnischen Teile werden von einem Linearroboter des Herstellers Sepro entnommen, auf Qualität geprüft und dann abgelegt.

Die Spritzgießmaschine ist mit der größten für diese Baureihe verfügbaren Spritzeinheit ausgestattet. Diese Spritzeinheit verfügt über einen Doppelmotor zur Maximierung der Einspritzleistung. Außerdem hat die Maschine Linearführungen unter der Auswerferplatte. Das Ergebnis sei eine leichtgängige Werkzeugführung. Das schlage sich in einer hohen Maßhaltigkeit der Teile nieder.

Kennzeichnend für die elektrische Spritzgießmaschinenreihe Elektra evolution ist laut Ferromatik Milacron ein 50 bis 70 % niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zu konventionellen hydraulischen Maschinen. Aufgrund der parallelen Bewegungen und der hohen Positionsgenauigkeit (±0,01 mm) der Maschinenachsen arbeiteten die Maschinen dieser Baureihe äußerst dynamisch und präzise. Weitere Vorteile dieser Spritzgießmaschinen werden in einer sauberen und leisen Arbeitsweise gesehen. Die elektrische Baureihe Elektra evolution gibt es inzwischen in acht Schließgrößen – von 300 bis 3000 kN und mit sieben Spritzeinheiten: Größe 55 bis 1540.

Ferromatik Milacron auf der Fakuma 2009: Halle B3, Stand 3203

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/articles/230405/

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