Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzenforschung in der Adaptronik für weitere drei Jahre im LOEWE-Zentrum AdRIA gesichert

27.06.2011
Das Land Hessen bewilligt für die zweite Phase des LOEWE-Zentrums AdRIA rund 18,4 Mio. €.

Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit wird das LOEWE-Zentrum AdRIA unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Direktor des Fraunhofer-Institutes für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und zugleich Vize-Präsident der TU Darmstadt, nach positiver Zwischenevaluierung vom Land Hessen im Rahmen seiner Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz LOEWE um weitere drei Jahre verlängert.

Anfang April wurde das LOEWE-Zentrum AdRIA durch international ausgewiesene Experten vor Ort als Teil der Zwischenevaluierung begutachtet, wobei dem LOEWE-Zentrum AdRIA eine hohe wissenschaftliche und ökonomische Exzellenz bescheinigt wurde. Auf Basis dieser Evaluierung fördert das Land Hessen das LOEWE-Zentrum AdRIA mit rund 18,4 Mio. € für die nächsten drei Jahre.

„Mit dieser Bewilligung stärkt das Land Hessen den Aufbau eines weltweit einmaligen Zentrums für Adaptronik und gewährleistet Kontinuität in der internationalen Spitzenforschung am Standort Darmstadt. Dieses ist eine Bestätigung und hohe Anerkennung der Arbeiten aller am LOEWE-Zentrum AdRIA beteiligten Partner“ sagt Prof. Holger Hanselka.

Mit der Entscheidung der LOEWE-Verwaltungskommission sind das LOEWE-Zentrum AdRIA und der Standort Darmstadt in Hinblick auf die Entwicklung der Adaptronik weltweit und die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit wie CO2-Neutralität des Transportsektors und der Städte sowie erneuerbare Energien hervorragend aufgestellt. Mit seiner wissenschaftlichen Zielsetzung adressiert das LOEWE-Zentrum AdRIA in diesem Zusammenhang Produktinnovationen in den Marktfeldern Energie, Mobilität, Umwelt und Gesundheit, wobei durch die Möglichkeit der Abdeckung der gesamten Entwicklungskette das Zentrum als strategischer Forschungs- und Entwicklungspartner mit Standortvorteil ernst genommen wird. Wesentlich hierfür sind die Vernet-zung der einzelnen Partner, die Erweiterung der Infrastruktur und vor allem der Aufbau von wissenschaft-lichem Personal.

Im LOEWE-Zentrum AdRIA werden die komplementären Einzelkompetenzen, die am Fraunhofer LBF, an der Technischen Universität Darmstadt sowie der Hochschule Darmstadt angesiedelt sind, zusammengeführt und weiterentwickelt. Die gemeinsamen Leistungsspektren in der Schlüsseltechnologie Adaptronik werden so gebündelt, damit sie im Sinne einer ganzheitlichen Systemkompetenz weiter entwickelt werden können. Das Zentrum bildet die Basis für

• eine neue Fraunhofer-Einrichtung für Adaptronik,
• einen inhaltlich wie personell eng verknüpften Forschungsschwerpunkt Adaptronik an der TU Darmstadt sowie

• einen ergänzenden Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt Funktionsintegrierter Leichtbau an der Hochschule Darmstadt

In den ersten drei Jahren wurde neben Spitzenforschung in zehn ausgewählten Technologiebereichen der Adaptronik eine hochmoderne Infrastruktur für die adaptronische Forschung geschaffen. In einem eigens für das LOEWE-Zentrum AdRIA zugekauften Gebäude können bis zu 105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Partner gemeinsam forschen und auf eine hochmoderne Labortechnik der neuesten Generation zugreifen. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten befinden sich im Gebäude des LOEWE-Zentrums AdRIA nicht nur Büroflächen, sondern auch Labore für adaptronische Systeme, Akustik, Regelungstechnik, Messtechnik und Rapid-Prototyping. Darüber hinaus konnten zwei neue LOEWE-Professuren an der Schnittstelle Fraunhofer LBF / TU Darmstadt sowie Fraunhofer LBF / Hochschule Darmstadt etabliert werden, die die bereits bestehende Zusammenarbeit der drei Partner weiter intensivieren. Eine dritte LOEWE-Professur zum Thema Rapid Prototyping befindet sich zurzeit im Aus-wahlverfahren.

In den nächsten drei Jahren sollen „mittels der geschaffenen Infrastruktur und auf Basis der Zusammenarbeit in den interdisziplinären Teams Ingenieurslösungen auf Systemebene demonstriert und dazu Spitzenforschung in den jeweiligen Teildisziplinen der Adaptronik geleistet werden“ so Prof. Thilo Bein, administrativer Koordinator des LOEWE-Zentrums AdRIA. Die in den ersten drei Jahren entwickelten und validierten Konzepte und Methoden werden dazu in komplexeren, anwendungsnahen Technologiedemonstratoren umgesetzt anhand derer Systemlösungen studiert und demonstriert werden. Stellvertretend für die vielfältigen Anwendungsszenarien aus dem Maschinen- und Anlagenbau werden eine Fahrzeugkarosserie, ein Motorfundament, ein Raum im Raum und ein hochskaliertes Tragwerk aufgebaut.

Im Zusammenspiel von Forschung, Anwendung und Bildung werde am LOEWE-Zentrum AdRIA das in Europa einmalige Kompetenz- und Leistungsspektrum aller Partner der Region miteinander verbunden, erklärte Professor Jürgen Prömel, Präsident der Technischen Universität Darmstadt. „Das Zentrum bietet mit seinen neuen Laboren beste Voraussetzungen, um erfolgreiche und vor allem nachhaltige Technologieentwicklung auf dem Gebiet der Adaptronik von der Idee bis zum serienreifen Produkt voranzutreiben.“ Auf dieser Leistungsbasis können gemeinsam mit Forschungs- und Entwicklungspartnern vor Ort industrielle Projekte in allen Adaptronik-affinen Branchen ganzheitlich und maßgeschneidert durchgeführt werden. Vor allem kleine und mittel-ständische Unternehmen können hiervon strategisch profitieren. Das LOEWE-Zentrum AdRIA steht hierbei als kompetenter Partner zur Verfügung. Ein besonderer Erfolgsfaktor liegt dabei in der Entwicklung von High-Level-Produkten und dem Aufbau von Spezialkompetenzen. Mit Blick darauf bieten Schlüsseltechnologien wie die Adaptronik verstärkte Möglichkeiten, den breiten Mittelstand an den Know-how- und Entwicklungsstrategien führender Forschungsinstitutionen teilhaben zu lassen.

Anke Zeidler-Finsel | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.loewe-adria.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Das Auto lernt vorauszudenken
28.06.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops