Anzeige
Die Anforderungen an Techniken zur Herstellung von Werkstoffen aus Pulvern sind immens und wachsen stetig. Das Heißpressen ist hier ein etabliertes Verfahren, hat aber in den letzten Jahren in seiner modernen Form des Spark Plasma Sinterns (SPS) noch einmal erheblich an Bedeutung gewonnen.
Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Dresden wird bereits seit mehreren Jahren zum Spark Plasma Sintern, dem auch international große Bedeutung gilt, intensiv geforscht. Da diese Technik erheblich schneller und wirtschaftlicher ist als vergleichbare Verfahren, steigt stetig das Interesse an anwendungsnaher Forschung und Entwicklung.
Dieser Nachfrage trägt das Fraunhofer IFAM Dresden Rechnung, indem die am Institut installierte einzige europäische Anlage in produktionsrelevanter Größe jetzt nochmals erweitert wurde: Anwendern steht damit ab sofort erstmals eine semikontinuierliche Hochdurchsatz-Anlage zur Verfügung.
Der Geschwindigkeitsvorteil beim SPS-Kurzzeitsintern wird dadurch erreicht, dass mit vielen kurzen Gleichstrompulsen die Wärme direkt im oder am Werkstoff erzeugt wird. Das Pulver, welches ohne Additive in einem Werkzeug verpresst wird, dient selbst als Heizwiderstand. So lassen sich nicht nur Heizraten von vielen hundert Grad pro Minute erreichen, sondern auch die Sinteraktivität wird durch die Strompulse wesentlich verstärkt. Die einzelnen elektrischen Pulse erreichen nur wenige Volt bei bis zu 60 000 A. So entstehen auf der Oberfläche der Pulverpartikel viel höhere Temperaturen als im Inneren. Die Zykluszeit reduziert sich erheblich, was eine hohe Produktivität und deutliche Energieeinsparungen mit sich bringt. Statt Stunden beim konventionellen Heißpressen reichen beim Kurzzeitsintern Sekunden oder wenige Minuten, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Die kurze Dauer der Wärmebehandlung verhindert starkes Kornwachstum und ungewollte Reaktionen, was das Spark Plasma Sintern zum geeigneten Verfahren für die Herstellung von Verbundwerkstoffen mit schwierig einzustellenden Grenzflächen macht.
Hauptanwendungsgebiete sind insbesondere Hartmetalle, Diamantwerkzeuge, Sputtertargets, pulvermetallurgische Hochleistungs-Aluminiumlegierungen und Reibbeläge. Mit dem wachsenden Interesse an nano- und ultrafeinstrukturierten Massivwerkstoffen rückt das Kurzzeitsintern auch in der Energietechnik immer weiter in den Fokus.
Das Fraunhofer IFAM Dresden entwickelt in diesen Bereichen unter anderem kurzzeitsinterfähige Werkstoffpulver und Werkzeugeinsätze, die den besonderen Anforderungen der hohen Heizraten genügen. Ein spezieller Schwerpunkt ist die Entwicklung von diamanthaltigen Verbundwerkstoffen mit Metallmatrix, welche heute aus der Steinbearbeitung nicht mehr wegzudenken sind. Auch den hohen Anforderungen an die Herstellung dieser Werkstoffe kann mit Inbetriebnahme der ersten semikontinuierlichen Anlage für Kurzzeitsinterverfahren optimal begegnet werden.
Damit ist das Institut bestens gerüstet, die steigende Nachfrage nach anwendungsnaher Entwicklung zu befriedigen. Mit der erweiterten Anlage lässt sich ein wesentlich höherer Durchsatz verwirklichen, so dass noch näher am Endprodukt geforscht werden kann. Dies eröffnet Kunden die Möglichkeit zur Bemusterung von Kleinserien und die Durchführung realistischer Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.
Quelle: Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen: www.ifam-dd.fraunhofer.de
Weitere Berichte zu: Bemusterung > Durchsatz > Endprodukt > Heizraten > Heißpressen > Hochdurchsatz-Anlage > IFAM > Kleinserie > Kurzzeitsintern > Plasma > Sintern > Spark > SPS-Anlage > Verbundwerkstoff > Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
Weniger Einpassaufwand
01.02.2012 | SCOPE
Individuelles Fügen
31.01.2012 | handling
Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden
Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Anzeige
Anzeige

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?
09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
09.02.2012 | Studien Analysen
Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot
09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten