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Sinterbauteile sicher kennzeichnen und identifizieren

17.03.2009
Durch die hohe Materialausnutzung bietet die Sintertechnik deutliche Kostenvorteile gegenüber anderen Herstellungsverfahren. Die Werkstoffersparnis macht sich besonders bei großen Stückzahlen sowie bei der Verwendung von kostenintensiven Werkstoffen bemerkbar, erschwert bisher aber die Kennzeichnung, so das Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen im Vorfeld der Hannover-Messe 2009.

Leichtmetalle haben generell eine geringere Festigkeit als beispielsweise Stahl, jedoch bietet die Sintertechnik durch die variable Legierungsbildung die Möglichkeit von deutlichen Festigkeitssteigerungen. In der Automobilindustrie setzen sich für einige Motor- und Fahrwerkskomponenten sowie Teile der Innenausstattung zunehmend Leichtmetalllegierungen auf Aluminium- und Magnesiumbasis durch.

Plagiatschutz bei Sinterbauteilen wichtig

Der Hauptgrund für die Verwendung von Leichtmetallen im Fahrzeugbau ist die Gewichtsreduzierung und somit eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und des Schadstoffausstoßes. Weil es sich bei Fahrzeugkomponenten größtenteils um sicherheitsrelevante Bauteile handelt, ist Plagiatschutz sowohl für Hersteller als auch für Anwender ein wichtiges Thema.

Gegenwärtig erfolgt die Identifikation von Sinterbauteilen meistens durch externe Informationsträger, die leicht manipulierbar oder auszutauschen sind, so das Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz Universität Hannover. Die Sintertechnik bietet außer den Kostenvorteilen die Möglichkeit, Bauteile schon während des Herstellungsprozesses einfach und nicht äußerlich sichtbar zu kennzeichnen.

Neue Methode zur sicheren Identifikation von Sinterbauteilen

Das Institut stellt auf der Messe eine Methode zur eindeutigen und sicheren Identifikation von Bauteilen vor. Wie dazu erläutert wird, werden während des Herstellungsprozesses von Sinterbauteilen mit definiert im Pulver eingelagerter Fremdpartikel kodierte Informationsdaten in das Bauteil eingebracht. Anzahl und Anordnung der Fremdpartikel stellen eine binär kodierte Informationsmatrix dar.

Die Informationsmatrix soll die abgelegten Daten im Inneren des Werkstückes wie etwa die Werkstückidentifikationsnummer wiedergeben. Die in das Bauteil gepressten Fremdpartikel werden durch das Sintern fest mit dem Grundwerkstoff verbunden.

Kennzeichnung in Sinterbauteilen nicht manipulierbar

Weil sich die Fremdpartikel hinsichtlich der Materialeigenschaften vom Grundwerkstoff unterscheiden, lässt sich diese Matrix mit Röntgenstrahlen oder Ultraschalltechnik auslesen. Die im Bauteil abgelegten Informationen können nachträglich nicht mehr entfernt oder manipuliert werden und führen somit zur eindeutigen und sicheren Identifikation des Bauteils.

Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz-Universität Hannover: Halle 2, Stand C10

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/materialflusslogistik/verpackungstechnik/articles/175031/

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