Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens nimmt Stranggießanlage für ultradicke Brammen bei Posco in Betrieb

01.04.2011
Produktion von Brammen höchster Qualität für anspruchsvolle Anwendungen

Im Werk Pohang des koreanischen Stahlerzeugers Posco hat Siemens VAI im März eine Stranggießanlage für die Erzeugung ultradicker Brammen in Betrieb genommen. Die Anlage ist mit zahlreichen Technologiepaketen ausgestattet, die die zuverlässige und stabile Produktion von Brammen höchster Qualität für anspruchsvolle Anwendungen sicherstellen, vornehmlich für den Einsatz in der Öl- und Schiffbauindustrie.

Im November 2007 hatte die Posco Pohang Iron & Steel Company Ltd. (Posco) den Auftrag für die Lieferung einer zweisträngigen Stranggießanlage für ultradicke Brammen mit einer Jahresleistung von bis zu 1,3 Millionen Tonnen Brammen aus einer breiten Palette aus Kohlenstoffstählen erteilt. Die Anlage mit einer metallurgischen Länge von 24 Metern wurde im Stranggussbetrieb Nr. 3 (CCP3) des Werks Pohang errichtet.

Nach der Inbetriebnahme der Anlage im Zweistrang-Betrieb funktionierten alle Komponenten und Systeme ab der allerersten Charge plangemäß. Es können Brammen mit Dicken von 250 beziehungsweise 400 Millimetern und Breiten zwischen 1.000 und 2.000 Millimetern gegossen werden. Die Anlage ist mit einer Reihe von Technologiepaketen aus dem Produktportfolio von Siemens VAI für Brammenstranggießanlagen ausgestattet. Dazu gehören DynaFlex für die flexible Einstellung der Oszillierparameter, LevCon für die Regelung des Gießspiegels in der Kokille, DynaWidth für die Einstellung der Brammenbreite und Smart-Segmente für den raschen Dickenwechsel.

Eine Kombination von Dynacs 3D, 3D-Sprays und I-Star Revolver Rollen bietet ein Maximum an Flexibilität bei der Sekundärkühlung, wesentliche Voraussetzung für die Erzielung einer hohen Oberflächenqualität der Brammen. Dynacs 3D berechnet die Temperatur an jedem Punkt des Strangs in Echtzeit. Dies ermöglicht Festlegung der optimalen Sollwerte für die Sekundärkühlung.

Dynamisch verstellbare 3D-Spray-Spritzkühlsysteme vermeiden eine Überkühlung der Brammenkanten bei allen Dicken. Der Einsatz von I-Star-Revolver-Rollen, die keiner Spritzkühlung mit Wasser bedürfen, unterstützt eine besser abgestufte und gleichmäßige Kühlung der Brammenoberfläche. Dies minimiert die Tendenz zur Entstehung von Oberflächenfehlern beim Gießen von rissempfindlichen Stahlsorten oder ultradicken Brammen. Die besonders hohe Innenqualität der Brammen wird durch ein spezielles Anlagenkonzept sichergestellt: Ein 3,6 Meter langer vertikaler Abschnitt im Oberteil des Strangführungssystems begünstigt das Aufschwimmen von im Stahl vorhandenen unerwünschten Verunreinigungen.

Durch den Einsatz von DynaGap Soft Reduction kann die Position der Enderstarrung des Strangs mit hoher Genauigkeit ermittelt werden. So kann die Konizität des Rollenspalts im Bereich der Enderstarrung dynamisch und exakt eingestellt werden. Dies minimiert die Seigerung im Strang, wie es für Produkte aus dem höchsten Qualitätssegment erforderlich ist. Die mit den Siemens- Technologiepaketen umgesetzte „Connect & Cast”-Philosophie verkürzte nicht nur den Zeitraum für die Montage der Ausrüstungen, sondern beschleunigte auch das Hochfahren der Anlage auf Nennleistung.

Die neue Anlage ist die einzige Stranggießanlage für ultradicke Brammen in Korea. Eine vergleichbare Anlage für das Vergießen ultradicker Brammen mit Dicken von bis zu 400 Millimetern hat Siemens im Juni 2010 bei der Qinhuangdao Shouqin Metal Material Co., Ltd. in Qinhuangdao, Provinz Hebei, China, in Betrieb genommen.

Weitere Informationen über Lösungen für Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter: http://www.siemens.com/metals

Dynacs, Smart, DynaGap Soft Reduction und Connect & Cast sind eingetragenen Warenzeichen der Siemens AG und/oder einer ihrer Konzerngesellschaften.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 204.000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 34,9 Milliarden Euro. www.siemens.com/industry

Die Siemens-Division Industry Solutions (Erlangen) ist mit den Geschäftsaktivitäten Siemens VAI Metals Technologies, Water Technologies und Industrial Technologies einer der weltweit führenden Lösungsanbieter und Dienstleister für Industrie- und Infrastrukturanlagen. Dies umfasst die Planung und Errichtung, den Betrieb und den Service für den gesamten Lebenszyklus. Eine breite Palette von Umweltlösungen unterstützt Industrieunternehmen dabei, Energie, Wasser oder Betriebsmittel effizient einzusetzen, Emissionen zu reduzieren und Umweltrichtlinien einzuhalten. Mit weltweit rund 29.000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry Solutions im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 6 Milliarden Euro. www.siemens.com/industry-solutions

Dr. Rainer Schulze | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/metals

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Strömungssonden aus dem 3D-Drucker
25.05.2018 | Technische Universität München

nachricht Nutzfahrzeuge: Neuer Professor entwickelt effizientere und leichtere Bauteile mit 3D-Metall-Drucker
03.05.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics