Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens liefert das weltweit größte Direktantrieb-Förderbandantriebssystem

06.10.2015
  • Direktantriebstechnik ermöglicht den Einsatz einer Bandanlage in Peru mit insgesamt 12.000 Kilowatt installierter Leistung
  • Höchste Verfügbarkeit durch geringen Verschleiß und reduzierten Wartungsaufwand
  • Effizienzsteigerung um drei Prozent durch Integrated Drive System mit Direktantrieben

Siemens liefert das weltweit größte Direktantrieb-Förderbandantriebssystem für die peruanische Cuajone-Mine des US-Bergbauunternehmens Southern Copper Corporation (SCC). Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen werden bis 2016 ein neues Bandanlagensystem und ein neuer Kreiselbrecher errichtet.

Die Bandanlage ersetzt eine Eisenbahnlinie zum Transport des Erzes aus der Mine zur Aufbereitungsanlage. Das Integrated Drive System (IDS) für das weltweit leistungsstärkste Direktantrieb-Förderbandantriebsystem mit insgesamt 12.000 Kilowatt Leistung stammt von Siemens.

Der Direktantrieb ermöglicht eine Effizienzsteigerung um drei Prozent und reduziert zudem Wartungsaufwand und -kosten, da auf Verschleißteile wie Kupplungen, Motorlager und Getriebe verzichtet werden kann. Förderband und Kreiselbrecher werden von ThyssenKrupp Industrial Solutions geliefert.

Mitte 2014 wurde Siemens von ThyssenKrupp damit beauftragt, an die Mine Cuajone in Peru das elektrische Paket zu liefern. Das Auftragsvolumen für Siemens umfasst einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Bisher wurde das Erz zur Weiterverarbeitung aus der Mine mit einer Bahnverbindung über die sechs Kilometer lange Strecke zur Aufbereitungsanlage transportiert.

Die bestehende Bahnverbindung wird nun durch eine effiziente Bandanlage und einen Kreiselbrecher ersetzt, für die Siemens die Automatisierung, Energieverteilungseinrichtungen und Antriebstechnik bereitstellt. Dabei setzt Siemens neben herkömmlichen Antrieben vor allem auf integrierte Antriebssysteme (IDS) mit Direktantrieben, die wegen der geringeren Anzahl verschleißanfälliger Bauteile wie Getriebe, Kupplungen und Motorlager eine hohe Verfügbarkeit aufweisen. Außerdem ermöglichen die Direktantriebe den Einsatz eines durchgehenden Förderbandes. So kann auf Übergabestationen verzichtet werden, was zu einer Reduktion von Störanfälligkeit, Wartungsintensität und Kosten führt.

Die Bandanlage besteht aus drei Einzelabschnitten, die mit insgesamt fünf integrierten Antriebssystemen ausgestattet werden. Für das größte Band werden zwei Direktantriebe mit jeweils 6.000 Kilowatt Leistung – bestehend aus einem langsam laufenden Synchronmotor und einem Sinamics SL150 Umrichter – geliefert. Die zwei kleineren Zu- und Abfuhrbänder werden mit zwei 500 Kilowatt Niederspannungsmotoren mit rückspeisefähigen Niederspannungsfrequenzumrichtern Sinamics S150 und einem 1200 Kilowatt Mittelspannungsmotor angetrieben. Die Umrichter und Motoren sowie die Getriebe und Kupplungen für diese Antriebe stammen von Siemens. Die Automatisierungskomponenten sowie Antriebs- und Energieverteilungstechnik werden in elektrischen Schalthausmodulen (E-house) bereitgestellt.

Siemens lieferte bereits 2013 ein Antriebssystem für ein HPGR System (High Pressure Grinding Rolls) der Anlage in der Cuajone Mine. SCC betreibt Minen und metallverarbeitende Fabriken in Peru und Mexiko. Dazu gehören die Toquepala- und die Cuajone-Kupfer-Minen in Südperu. Das Unternehmen fördert und produziert verschiedene Kupfersorten, Molybdän, Zink, Gold sowie Silber und investiert zudem in die Erforschung und Nutzbarmachung der Rohstoffvorkommen in Peru, Mexiko und Chile.

Weitere Informationen zum Thema Mining unter www.siemens.com/mining


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 343.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com 


Reference Number: PR2015100013PDDE


Ansprechpartner
Herr Stefan Rauscher
Division Process Industries and Drives
Siemens AG

Gleiwitzer Str. 555

90475 Nürnberg

Tel: +49 (911) 895-7952

Stefan.Rauscher​@siemens.com

Stefan Rauscher | Siemens Process Industries and Drives

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie

Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht

23.01.2017 | Bildung Wissenschaft

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten