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Sicherheitssteuerung arbeitet verdrahtet oder programmiert

25.08.2008
Das Sicherheitssteuerungssystem Protect PSC zeichnet sich nach Herstellerangaben durch einen vollständig modularen Aufbau aus. Zum System gehören außer der CPU-Zentraleinheit eine Spannungsversorgung und verschiedene Ein- und Ausgangsmodule.

Die CPU kann bis zu 15 Module ansteuern. Alle Module lassen sich auf DIN-Hutschienen montieren und sind über einen Backplane-Bus verbunden.

In der einfachsten Version verfügt Protect PSC über acht Eingänge und sechs Ausgänge; bei voller Ausbaustufe sind es über 250 Ein-/Ausgänge. Darüber hinaus stehen Anschlussmöglichkeiten für externe Gateways zum Datenaustausch über Profibus DP, Device-Net und CC-Link zur Verfügung.

Protect PSC kann mit zwei Betriebsmodi arbeiten. In der Hardwired-Version ist keine Programmierung erforderlich; die Systemfunktionen ergeben sich aus der Anordnung beziehungsweise der Reihenfolge der einzelnen Module am Master- oder Sub-Master-Modul. Es stehen verschiedene Systemmodule zum Beispiel für potenzialfreie und potenzialbehaftete Eingangssignale sowie Module mit Halbleiter- und Relaisausgängen zur Verfügung. Somit können den Angaben zufolge die Signale aller gängigen Bauarten von Sicherheits-Schaltgeräten über Protect PSC ausgewertet werden, ohne dass man Software-Tools oder Programmierwerkzeuge benötigt.

Anwender, die eine Sicherheitssteuerung mit größere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit wünschen, nutzen die Möglichkeiten des programmierbaren Betriebsmodus, bei dem sämtliche Ein- und Ausgänge des Systems frei zugewiesen werden können. Bei der Programmierung nach IEC 61131 kann der Anwender auf eine Bibliothek von zertifizierten Funktionsbausteinen wie Notaus oder Schutztürüberwachung zurückgreifen.

Eine weitere Besonderheit von Protect PSC ist die Fähigkeit, Standard-SPS-Funktionen zu integrieren. Für diese Aufgabe stehen Systemmodule mit betriebsmäßigen Ein- und Ausgängen zur Verfügung, die ebenfalls über die Programmierung nach IEC 61131 frei zugewiesen werden können. Das schafft die Voraussetzung dafür, auf eine konventionelle SPS zu verzichten und sämtliche notwendigen Maschinenfunktionen und Prozessabläufe über Protect PSC zu steuern – ganz gleich ob es sich um ein modernes Fertigungssystemen oder eine komplexe Einzelmaschine handelt.

Alexander Strutzke | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/fertigungsautomatisierung/articles/141544/

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