Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherheitskupplungen für Highspeed-Anwendungen in Prüfständen

17.07.2013
Prüfstands-Anwendungen stellen höchste Anforderungen an Drehmoment begrenzende Sicherheitskupplungen, die marktgängige Ausführungen schnell überfordern. Zudem werden die zur Verfügung stehenden Einbauräume aufgrund der zunehmend kompakteren Bauweisen immer kleiner. Mayr Antriebstechnik hat deshalb die neue Sicherheitskupplung EAS-HSC (High-Speed-Compact) für Drehzahlen bis zu 12.000 min-1 entwickelt.

In der Prüfstandtechnik müssen Drehmoment begrenzende Sicherheitskupplungen bei extrem hohen Drehzahlen das Drehmoment spielfrei und drehsteif übertragen. Hierfür eignen sich nur restmomentfrei trennende, sprich freischaltende Sicherheitskupplungen, damit bei Überlast die gespeicherte Rotationsenergie in den abgekoppelten Massen frei auslaufen kann.


EAS-HSC Kupplungen übertragen im Betrieb das Drehmoment spielfrei und sorgen bei Überlast für einen freien Auslauf der Antriebskomponenten.

Sicherheitskupplungen in High-Speed-Anwendungen müssen in jeder Einzelkomponente eine hohe Wuchtgüte haben, damit in Kombination der Bauteile eine optimale Laufruhe des Antriebsstranges gewährleistet ist. Deshalb stand bei der Entwicklung der High-Speed Kupplung die Optimierung der Massenunwucht ganz oben im Pflichtenheft. Neben ihrer äußerst kompakten Konstruktion reduziert eine hohe Leistungsdichte die rotierenden Massen. Das wirkt sich positiv auf Laufruhe und Maschinendynamik aus. Die Kupplung wird in komplett montiertem Zustand auf eine Wuchtgüte von G 2,5 bei einer Bezugsdrehzahl 3000 min-1 gewuchtet.

Überschreitet das Drehmoment im Antriebsstrang den an der EAS-HSC eingestellten Grenzwert, rastet die EAS-HSC über einen einzigartigen Freischaltmechanismus aus. Dieser hält sie sicher in ausgerasteter Position. Das Drehmoment fällt sofort ab, ein eingebauter Endschalter nimmt die Ausrastbewegung auf und schaltet den Antrieb ab. Das Signal des Endschalters lässt sich zudem für weitere Steuerfunktionen verwenden. Die Kupplung trennt An- und Abtrieb vollständig und bleibt in diesem Zustand, bis sie von Hand oder über Vorrichtungen wieder eingerastet wird.

Im Normalbetrieb wird bei der EAS-HSC das Drehmoment von Kugeln übertragen, die gleichzeitig in Senkungen von Nabe und Abtriebsflansch eingreifen. Tellerfedern spannen die Kugeln über einen Ring vor. Die Höhe der Federkraft ist proportional zum übertragbaren Drehmoment. Dieses Prinzip bleibt auch bei Verschleiß der Senkungen spielfrei. Die Tellerfedern haben eine fallende Kennlinie. Dadurch wird bis zum voreingestellten Auslösewert das Drehmoment drehsteif übertragen. Im Überlastfall reduziert sich die Vorspannkraft der Feder und die Kupplung löst sehr genau aus.

Die Kupplungen übertragen das Drehmoment im Betrieb spielfrei und sorgen bei Überlast für einen freien Auslauf der Antriebskomponenten. Während der Nachlaufzeit entstehen keine Raststöße, die sich negativ auf den Antriebsstrang auswirken würden. Ein Wiedereinrasten geschieht „synchron“ nur an der Ausrastposition. Das wird häufig dann benötigt, wenn An- und Abtrieb immer die gleiche Winkelstellung zueinander haben müssen.

Die Baureihe EAS-HSC bietet mit fünf Baugrößen Nenndrehmomente von 5 bis 1000 Nm. Je nach Größe sind Drehzahlen von 6000 bis 12.000 min-1 zulässig.

Kontakt:
Chr. Mayr GmbH + Co. KG, Eichenstraße 1, 87665 Mauerstetten, Dipl.-Ing. (FH) Hermann Bestle
Tel.: 08341/804-232, Fax: 08341/804-49232
E-Mail: hermann.bestle@mayr.de, Web: http://www.mayr.com

Hermann Bestle | Chr. Mayr GmbH + Co KG
Weitere Informationen:
http://www.mayr.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Leichtbau serientauglich machen
24.04.2017 | Laser Zentrum Hannover e.V.

nachricht Laserstrukturierung verbessert Haftung auf Metall und schont die Umwelt
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung