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Sicher in Innovationen investieren: LZH entwickelt Beurteilungskriterien

07.03.2014

Laserbasierte Innovationen schneller und zuverlässiger marktreif zu machen, daran arbeitet das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) mit 37 Partnern im EU-Projekt LASHARE.

Unter der Leitung des LZH sollen in einem übergeordneten Teilprojekt Beurteilungskriterien für neue Technologien festgelegt werden.


Im LASHARE-Teilprojekt CUDE wird das Diodenlasersystem von DPI für die Materialbearbeitung von Metallen auf 2kW Ausgangsleistung bei gleichbleibender hoher Strahlqualität weiterentwickelt.

© DirectPhotonics Industries GmbH

Anhand derer soll zukünftig zuverlässig abgeschätzt werden können, ob und wie neue laserbasierte Produkte zur Marktreife gelangen. Die Wissenschaftler des Forschungsinstituts treiben selbst drei Prototypen in den Bereichen Schneiden von Metallen und 2-µm-Laser sowie eine mobile Bearbeitungseinheit voran.

Innovative laserbasierte Produkte brauchen in der Regel sehr lange bis sie zur Industriereife gelangen. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), in denen die Technologien entwickelt werden, haben oftmals nicht das nötige Know-how und die entsprechenden Möglichkeiten, diese gemäß den Anforderungen der Industrie anzupassen. Investoren sind die Technologien daher zu risikoreich. So bleiben viele innovative Ideen auf der Entwicklungsstufe oder in Kleinproduktion stehen.

Im EU-Projekt LASHARE sollen daher in einem übergeordneten Teilprojekt unter der Leitung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) relevante Beurteilungskriterien für neue laserbasierte Produkte entwickelt werden. Anhand dieser Kriterien soll es für die KMU einfacher werden, den Wert der Entwicklungen abzuschätzen und potenziellen Investoren Sicherheit geben.

Kosten und Nutzen von neuen Technologien abschätzen

Kriterien wie Kosten, benötigte Zeit und Ressourcen zur Systemintegration, Modularität der Komponenten, Schnittstellen zu anderen Systemen und die universelle Einsetzbarkeit (Plug & Play) sollen messbar und damit die Kosten und Nutzen der neuen Technologie sichtbar gemacht werden. Das LZH arbeitet dabei eng mit den anderen fünf Forschungspartnern des Projekts zusammen und erfasst Informationen der weltweit agierenden Hersteller. Die Kriterien werden an den vorkommerziellen Produkten in den laufenden LASHARE-Projekten getestet. 

LZH: drei Produkte zum Durchbruch bringen

Das LZH arbeitet innerhalb des EU-Projektes ebenfalls an der Weiterentwicklung von drei Technologien. So soll im Teilprojekt CUDE ein 2-kW-Diodenlaser mit hoher Strahlqualität für die Metallbearbeitung entwickelt und in eine Laserschneidmaschine integriert werden. Für das Teilprojekt MOBILAS wird eine mobile Bearbeitungseinheit für den Schiffbau und großskalige Stahlkonstrukte weiterentwickelt, mit der geschweißt, geschnitten sowie Rost und Farbe abgetragen werden sollen.

Im Teilprojekt TWOMICRO wird ein 2-µm-Laser und Strahlanalysesystem weiterentwickelt und unter Industrie-Bedingungen getestet. Mit dem Laser sollen Kunststoffe, wie etwa Plexiglas, bearbeitet werden. All diese Produkte funktionieren bereits unter Laborbedingungen und sollen nun so weit entwickelt werden, dass die Funktionstüchtigkeit im Einsatzbereich nachgewiesen wird und sie bald Einzug in die Industrie halten.

Über LASHARE

LASHARE ist das Akronym für ein Europäisches Projekt von mehr als 30 kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) aus ganz Europa, industriellen Großunternehmen und sechs der renommiertesten Laser-Forschungsinstitute. LASHARE wird vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT) koordiniert.

Hauptziel des Projektes ist es, innovative Prototypen zu robusten Lösungen zu entwickeln, die dann von der Industrie aufgegriffen werden sollen. Für die einzelnen Projekte arbeiten immer ein Team aus KMU, Forschungsinstitut und Großunternehmen zusammen. So wird das laserbasierte Produkt genau an die Anforderungen der Industrie angepasst.

Weitere Informationen:

http://www.lashare.eu - Projektwebseite

Lena Bennefeld | Laser Zentrum Hannover e.V.

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