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Schraubniet-System weist den Weg zu strukturellen Verbindungen

12.03.2009
Eine Kombination von Schraubniet und zugehörigem Setzgerät macht die wirtschaftliche und sichere Verbindung von strukturellen Bauteilen möglich – etwa bei der Serienfertigung von Nutzfahrzeug-Aufbauten. Taktzeiten unter 2 s sollen erreichbar sein.

Für die Montage der Böden und Wände im Nutzfahrzeugbau werden heute verschiedene Befestigungssysteme eingesetzt. Bewährt haben sich vor allem selbstbohrende Schrauben, die in einem Arbeitsgang rationell und exakt das Loch bohren und die einzelnen Bauteile sicher verbinden. Aufwändiger in der Verarbeitung sind metrische Schraubverbindungen, bei denen ein beidseitiger Zugang zur Verbindungsstelle erforderlich ist.

Strukturnieten für dynamisch beanspruchte Teile

Oftmals erfolgt die Befestigung mittels Blindniet. Dynamisch beanspruchte Teile verbindet man ebenso aufwändig mit Strukturnieten, die mit schweren und unhandlichen Nietsetzgeräten lautstark (bis 100 Dezibel) gesetzt werden. Ein weiterer Nachteil entsteht durch die korrosionsanfälligen Abscherflächen am Dorn.

Der Befestigungshersteller SFS intec präsentierte zuletzt auf der 62. Internationalen Leitmesse IAA Nutzfahrzeuge in Hannover, dass sich mit innovativer Verbindungstechnik und geringen Investitionen große Nutzenpotenziale ausschöpfen lassen – etwa bei der Serienfertigung von Nutzfahrzeugaufbauten. Unter anderm stellte das Unternehmen das neue Befestigungssystem SRB vor, das als Kombination von Schraubniet und Setzgerät eine wirtschaftliche, effiziente und sichere Verbindung von strukturellen Bauteilen ermöglicht.

Das System garantiert hohe Präzision, anwenderfreundliche Funktionen, einfache Handhabung und einen effizienten Arbeitsablauf. Mit Leistungswerten von 28000 N Schubbruchlast und 15000 N Zugbruchlast nach DIN 7337 wird das System vielfältigen Anforderungen gerecht.

Die Schraubniete benötigen nur einseitige Zugänglichkeit

Der Schraubniet besteht aus einer zylindrischen Hülse und einer Schraube. Während die Schraube von einer Torx-Klinge angetrieben wird, verhindert der Vorsatz des Setzgerätes das Verdrehen der Hülse. Diese verformt sich ab einem Drehmoment von 8 Nm und bildet den Schließkopf (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Sämtliche Torsionskräfte werden vom Gerät aufgenommen und belasten somit die Handgelenke nicht.

Mit einer durchschnittlichen Taktzeit von weniger als 2 s ermöglicht das System effizientes Arbeiten bei einseitiger Zugänglichkeit. Um hohe Scherkräfte zu übernehmen, bleibt die Schraube in der Hülse.

Vier verschiedene Hülsenlängen im Angebot

Für die unterschiedlichen Befestigungsaufgaben werden vier verschiedene Hülsenlängen angeboten. Die Klemmbereiche liegen zwischen 4 und 12 mm. Belastungstests belegen die Zuverlässigkeit der Verbindung. Bei 500 Stunden Salzsprüh-Nebeltest weisen die gesetzten Befestigungs-elemente keine Rotrostbildung auf.

Unter www.sfsintec.biz stehen ständig aktuelle Informationen zum Kernbereich der Transport- und Nutzfahrzeugindustrie zur Verfügung. Ein E-Shop bietet dort ein aktuelles Sortiment von innovativen Befestigungslösungen, Rückgriff auf frühere Bestellungen und darüber hinaus umfangreiche Dienstleistungen an. In einem virtuellen Katalog mit zusätzlichen Produktinformationen können Aufbautenhersteller auch Befestiger online bestellen.

Susanne Ruhrländer, Ruhrland PR, 46262 Dorsten, Heinz Hutter ist Vertriebsleiter Deutschland bei der SFS intec GmbH, Fastening Systems in 61440 Oberursel.

Susanne Ruhrländer und Heinz Hut | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/174472/

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