Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnell und flexibel die Variantenvielfalt beherrschen

25.09.2012
Kleine und mittlere Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus müssen in der Angebotsphase schnell und flexibel Lösungskonzepte erstellen, vergleichen und bewerten.

Methoden und Werkzeuge für die Variantenbildung und deren simulationsgestützten Vergleich sollen die Angebotserstellung erleichtern. Um in der gegenwärtigen Wettbewerbssituation am Markt zu bestehen, ist es gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wichtig, flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden reagieren zu können.

Bei der kundenspezifischen Erstellung von Maschinenvarianten muss darauf geachtet werden, dass die entstehende Variantenvielfalt auch beherrschbar bleibt.

Eine Variante kann mit verschiedensten Komponenten umgesetzt werden, wobei deren Eigenschaften unter verschiedenen Gesichtspunkten gegeneinander abzuwägen sind. Ein reiner Vergleich der benötigten Einzelkomponenten reicht dabei nicht aus, da immer das Zusammenspiel der Komponenten im Gesamtsystem und im jeweiligen Anwendungsfall entscheidend ist.

Das Projekt »SimVar« soll eine effizientere Angebotsphase ermöglichen. Es wird vom universitären Schwesterinstitut des Fraunhofer IPA, dem Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) in Kooperation mit dem Fraunhofer IPA durchgeführt und durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Der Fokus von SimVar liegt auf der Entwicklung einer toolgestützten Methode zur Anwenderunterstützung bei der Variantenbildung und -simulation von Maschinen und Anlagen. Im Rahmen des Projekts wird eine Bibliothek für Komponenten geschaffen, in der die jeweiligen Informationen über Anschaffungs- und Wartungskosten, Energieeffizienz, Taktzeiten usw. sowie zugehörige Simulationsmodelle hinterlegt sind. Ausgehend von diesen Informationen, sollen einfach und schnell Varianten erzeugt und simuliert werden können, um sie hinsichtlich vorgegebener Kriterien miteinander zu vergleichen.

»Die Problembeschreibungsbibliotheken gehen dabei über die Möglichkeiten bisheriger, mechatronischer Baukästen hinaus«, ergänzt Projektleiter Armin Lechler: »Während herkömmliche Lösungen lediglich schon ausgewählte Komponenten kombinieren, soll sich das in SimVar entwickelte Tool auch dazu eignen, aus der Anforderungsbeschreibung heraus Komponenten für Varianten auszuwählen und zusammenzusetzen.«

Der darauf folgende, durch einen Variantenassistenten unterstützte Simulationslauf gibt dann schnell Aufschluss über Energieffizienz und Taktzeiten verschiedener Varianten. Dadurch würde sich das entwickelte Tool, im Gegensatz zu bisherigen Lösungen, auch für die Konzeptfindungsphase eignen. Mit dieser Unterstützung bei der Angebotserstellung soll für kleine und mittlere Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden.

Weitere Ansprechpartner
Dr.-Ing. Armin Lechler | Telefon +49 711 970-1701 | armin.lechler@ipa.fraunhofer.de

Jörg-Dieter Walz | Fraunhofer Mediendienst
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht LZH optimiert laserbasierte CFK-Nachbearbeitung für die Luftfahrtindustrie
24.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie