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Scheibenlaser sorgen für bessere Karosseriesteifigkeit bei geringerem Gewicht

23.04.2009
Der Laser ist aus der modernen Karosseriefertigung kaum mehr wegzudenken. Sowohl die Automobilhersteller wie auch die Zulieferer und Hersteller von Maschinen und Anlagen suchen und erproben immer neue Anwendungsfelder. In diesem Falle schweißt ein Scheibenlaser Türen und Heckklappen an einem Automobil und sorgt somit für eine bessere Karosseriesteifigkeit bei geringerem Gewicht.

Beim Schweißen der Karosserie des neuen Peugeot 3008, der im Sommer 2009 auf den Markt kommen wird, setzt PSA Peugeot Citroën drei Tru-Disk 6002 sowie einen Tru-Disk 4002 ein. Die Scheibenlaser von Trumpf mit Leistungen von 6 und 4 Kilowatt schweißen bei der Montage im ostfranzösischen Sochaux die Türen und Heckklappen des neuen Peugeots.

Druchgehende Schweißnaht statt einzelner Schweißpunkte

Statt einzelner Schweißpunkte setzen die Scheibenlaser eine durchgehende Schweißnaht. „Damit erreichen wir eine sehr hohe Karosseriesteifigkeit bei unserem neuen Peugeot 3008“, kommentiert Jean-Charles Schmitt, Produkt- und Prozessmanager für Lasertechnologie bei PSA, die Vorteile des Laserschweißens.

Zudem eröffnete der Einsatz der Scheibenlaser neue Konstruktionsmöglichkeiten für die PSA-Ingenieure. „Im Vergleich zum konventionellen Karosseriebau mit Widerstandspunktschweißungen können wir durch den Einsatz durchgehender Schweißnähte auf Falze verzichten und gleichzeitig die Blechdicke reduzieren. Dadurch sparen wir pro Fahrzeug rund 5 Kilogramm Gewicht ein“, sagt Schmitt. Zudem konnte PSA die Abmessungen des Heckfensters vergrößern, sodass Fahrer und Passagiere eine bessere Sicht haben.

Vier Scheibelaser versorgen zehn Bearbeitungsstationen

Die vier in der Produktion eingesetzten Tru-Disk Laser versorgen insgesamt zehn Bearbeitungsstationen, die das Trumpf-Laser-Network mit der notwendigen Laserenergie zum Schweißen versorgt. „Mit dem Laser-Network können wir die verfügbare Energie der vier Scheibenlaser optimal ausnutzen und erreichen Verfügbarkeiten von nahe 100%“, so Schmitt.

Außerdem benötigt PSA aufgrund des Laser-Networks keine Ersatzlaserstrahlquelle. „Bei Problemen können wir sehr einfach alle Bearbeitungsstationen auch mit nur drei Laserstrahlquellen betreiben – und das mit nur geringen Produktionseinbußen“, betont der PSA-Produkt- und Prozessmanager.

Dietmar Kuhn | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/185078/

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