Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schadenfrei - Dämpfer für Schutz im Aufprallsimulator

01.04.2011
Bevor Fahrzeuge in Serienreife gehen, müssen sie sich vielen Sicherheitstests unterziehen. Zum Beispiel mit Dummies für Crashtests. Weniger kostspielig sind Aufprallsimulatoren. Industrie-Stoßdämpfer von ACE schützen hier den Testaufbau – und vermeiden demolierte Karosserien.

Je nach Ausführung kostet ein so genannter Crashtest-Dummy zwischen 100.000 und 250.000 Euro. Zwar können diese praktischen Helfer bei der Kfz-Entwicklung mit aufwändiger Wartung häufiger zu Tests herangezogen werden als die zerstörten Fahrzeuge, in oder auf denen sie sitzen.

Dennoch ist jeder Hersteller froh, wenn sich deren Einsatz minimieren lässt. Forschung und Industrie arbeiten daher Hand in Hand an günstigeren Methoden und Abläufen von Vortests. Viele davon sind dazu geeignet, auftretende Kräfte zu messen und so die Anforderungen an Sicherheitselemente zu prognostizieren. Diesem Zweck dient auch ein Aufprallsimulator, den Prof. Dr.-Ing. Klaus Durst im Rahmen von Projektarbeiten mit Maschinenbau-Studenten im Labor für Messtechnik und Sensorik an der Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung entwickelt.

Auf Praxisnähe bedacht, gehörte es für die Studenten Janek Stahl und Sandro Folisi zur Aufgabenstellung, die grundlegenden Schritte des Projektes wie in der freien Wirtschaft umzusetzen. Dies umfasste neben der Erstellung eines Sicherheitskonzeptes während der Testphase im Labor auch Konstruktion und Entwicklung eines Dämpfsystems für den Schlitten, das Erstellen eines bedienerfreundlichen Anwenderprogramms zur Erfassung der Messdaten und Handhabung des Simulators sowie die Kreation eines Imagefilms samt öffentlichkeitswirksamer Verwertung des Projektes.

Starke Magnum-Dämpfer

Die Grundkonstruktion des Aufprallsimulators: Auf wenigen Metern sorgt ein elektrischer Antrieb für die Beschleunigung eines 400 Kilogramm schweren Schlittens. Dieser wird ausgeklinkt und fährt mit einer Geschwindigkeit von 3,3 Meter pro Sekunde in die Endlage. Damit die durch die beschleunigten Massen ausgelösten Kräfte keine gravierenden Schäden in den Endlagen der Gesamtkonstruktion und im Labor hervorrufen, war dem Projektteam von Anfang an klar, dass man auf die Hilfe hochwertiger Bremslösungen angewiesen sein würde.

ACE unterstütze das Projekt als Sponsor: Für erste Testzwecke wurden zwei Industrie-Stoßdämpfer Magnum MA4575M links und rechts in den Endlagen der Schlittenkonstruktion verbaut. Diese einstellbaren Modelle mit Gewinde M45x1,5 und ihren je 75 Millimeter Hub aus der seit Jahren als Referenzklasse für Industrie-Stoßdämpfer geltenden Serie des Unternehmens zeigten sich der Bremsaufgabe gewappnet. Aber um der unter Realbedingungen auftretenden kinetischen Energie von 2.178 Newtonmeter pro Hub noch besser standzuhalten, entschieden sich die Beteiligten für ein noch üppiger dimensioniertes Bremssystem und eine Änderung der Konstruktion.

Nun kam das mittig platzierte, größte serienmäßige Modell vom Typ Magnum MA64150M zum Einsatz. Mit Gewinde M64x2 und einem Hub von 150 Millimeter erfüllte er nicht nur die Mindestanforderungen, sondern hätte auch noch bei einer späteren Erhöhung effektiver Massen zum Einsatz kommen können. Er kann 6.120 Newtonmeter pro Hub verkraften. Neueste Dämpfungstechnik, ein gehärtetes Führungslager und der integrierte Festanschlag machen es möglich, effektive Massen von 330 bis maximal 80.000 Kilogramm aufzunehmen.

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Lineartechnik/Lineartechnik---Aufprallsimulator--Stossdaempfer-Magnum-Serie.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Elektrische Spannung: Kaiserslauterer Ingenieure erforschen Versagen bei Kugellagern
28.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit