Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Saubere Kanten für hochwertige Schweißnähte

08.02.2010
Hochwertige Schweißverbindungen basieren auf sauber vorbereiteten Kanten. Eine Aufgabe, die sich mit Schweißkantenformern bestens erledigen lässt. Neue Geräte von Trumpf mit automatischem Eigenantrieb sorgen dabei für metallisch blanke Schweißkanten.

Das Kantenformen mit handbetriebenen Maschinen zählt zu den Spezialitäten des Geschäftsfeldes Elektrowerkzeuge von Trumpf. Dabei unterscheidet das Unternehmen zwei Verfahrensarten: Kantenfräsen und Schweißkantenformen. Werkzeuge zum Kantenfräsen werden primär eingesetzt, um den Schnittgrat nach Trennvorgängen zu entfernen oder in kurzer Zeit metallisch blanke Sichtkanten und Radien zu erzeugen. Anders der Schweißkantenformer: Nach dem sogenannten Stoßstahlprinzip stößt das Werkzeug gleich-mäßig Material ab und erzeugt auf diese Weise saubere Schweißkanten.

Stoßstahlprinzip sorgt für maximale Produktivität

In vielen Unternehmen im Stahlbaubereich sind Schweißkantenformer oftmals täglich in der Werkstatt oder auf der Baustelle im Einsatz und bereiten kilometerweise Bleche und Stahlträger mit sauberen Kanten für das Schweißen vor. Weder in puncto Produktivität, Flexibilität und Handhabung noch im Hinblick auf die Gesundheit der Mitarbeiter können andere Verfahren mit dem Stoßstahlprinzip mithalten.

Werner Cloos, Vertriebsleiter des Geschäftsfelds Elektrowerkzeuge bei Trumpf, bekräftigt: „Mit den Schweißkantenformern erzeugen Anwender in einem Arbeitsgang gleichmäßige, oxidfreie und metallisch blanke K-, V-, X- oder Y-Kanten. Das geht schnell, sauber und liefert beste Voraussetzungen, um hochwertige Schweißnähte zu erzeugen.“

Unkontrollierter Funkenflug beim Winkelschleifen gefährdet Werker

Noch immer gibt es Unternehmen, die selbst lange Schweißkanten mit Winkelschleifern anfertigen lassen. Werner Cloos empfiehlt, dies so weit wie möglich einzuschränken – im Sinne der Wirtschaftlichkeit sowie der Gesundheit der Mitarbeiter. Er erklärt: „Beim Schleifen kommt es zu sehr ungesunder Staubbildung, die Genauigkeit hängt stark von der Tagesform des Arbeiters ab und es ist ein langsames Verfahren, weil das Material in mehreren Schritten abgeschliffen wird. Unkontrollierbarer Funkenflug ist sowohl für den Anwender als auch für die unmittelbare Umgebung gefährlich. Auch die einhergehende Oxidbildung an der Kante liefert einen unerwünschten Nebeneffekt und innen liegende Konturen können häufig gar nicht bearbeitet werden.“

Je nach Bedarf und Anwendung bietet Trumpf verschiedene Schweißkantenformer: vom 5,4 kg leichten Tru-Tool TKF 700 (Fasenlängen bis 7 mm an 1 bis 20 mm dicken Blechen) bis zum 16,5 kg schweren Tru-Tool TKF 1500 (Fasenlängen bis 15 mm an 4 bis 40 mm dicken Blechen). Ergänzend gibt es den TKF 1500 mit Zweiganggetriebe oder Eigenantrieb, was speziell bei der Bearbeitung von geraden Blechkanten an großen Werkstücken von Vorteil ist, zum Beispiel an T- und Doppel-T-Trägern. Damit eignet sich das Werkzeug vor allem für Branchen wie den Maschinen-, Schiffs-, Behälter-, Nutzfahrzeug-, Stahl- und Brückenbau.

Werkzeug arbeitet ohne große Kraftanstrengung des Anwenders

Das selbstlaufende Werkzeug erlaubt es, ohne große Kraftanstrengung zu arbeiten. Es wird am Blech angesetzt, läuft dann alleine und muss während des Bearbeitungsprozesses lediglich überwacht werden. Dadurch spart der Anwender Kraft und kann mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 2 m/min sehr produktiv unterschiedliche Schweißkanten in hoher Qualität erzeugen.

Dabei ist der Umgang mit dem Werkzeug besonders einfach. Bevor der Bediener den Bearbeitungsprozess startet, stellt er lediglich den Schrägungswinkel (stufenlos von 20 bis 55°), die Fasenlänge und die Blechdicke ein. Anschließend startet er das Gerät, setzt es an der Vorderseite oder seitlich ins Blech und der Bearbeitungsprozess beginnt.

Auch kurvenförmige Kanten mit engen Radien sind kein Problem

Der Tru-Tool TKF 1500 von Trumpf kann mit einem Stoßstahl in Standardblechen (St37) Schweißkanten von etwa 350 m Länge erzeugen. Erst dann muss er getauscht werden, was ein geübter Bediener in weniger als fünf Minuten erledigt. Dies ist möglich, weil ein Werkzeugschnellverschluss den Austausch erleichtert. Zudem haben die Stoßstähle zwei Schneidkanten, die jeweils mehrfach nachgeschärft werden können.

Sind an dünneren Blechen kleinere Kanten zu erzeugen, stehen mit den Trumpf-Werkzeugen Tru-Tool TKF 1100, TKF 1101 und TKF 700 drei weitere Schweißkantenformer zur Verfügung. Für diese drei Geräte sind kurvenförmige Kanten mit engen Radien ab 40 mm ebenso wenig ein Problem wie Innenkonturen oder Rohre ab einem Innendurchmesser von 80 mm.

Der TKF 1100 von Trumpf spielt seine Stärken hauptsächlich bei der Bearbeitung von Edelstahl und anderen hochfesten Materialien aus. Mit ihm lassen sich an 3 bis 25 mm dicken Stahlblechen 9 mm (600 N/mm²) oder 6 mm (800 N/mm²) lange Fasen anbringen. Sein Zwillingsbruder TKF 1101 ist für den Einsatz in weicherem Baustahl St 37 und Aluminium ausgelegt, wo er Fasenlängen von 11 mm in einem Arbeitsgang abträgt.

Hohe Hubzahl sorgt für größere Arbeitsgescheindigkeit

Mit einem schnellen Getriebe ausgestattet, erreicht er eine etwa 30% höhere Hubzahl von 440 Stößen pro Minute. Die daraus resultierende hohe Arbeitsgeschwindigkeit von etwa 2,5 m/min bringt in der Praxis eine um rund 20% höhere Arbeitsproduktivität.

Der Tru-Tool TKF 700 rundet das Trumpf-Angebot der Schweißkantenformer nach unten ab. Er zeichnet sich insbesondere durch sein geringes Gewicht von 5,4 kg aus und wird für Bleche von 1 bis 20 mm verwendet. Die maximale Fasenlänge beiträgt 4,9 mm in Stahl mit einer Festigkeit von 400 N/mm².

Peter Klingauf | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http:///www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/249146/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie