Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Roboterbasierte Laserkompaktschweißzelle mit integrierter Strahlführung

14.10.2008
Mit der neuen Plug-&-Weld-Laserkompaktschweißzelle will Reis Robotics dem Anwender den ersten Schritt zum Laserschweißen so leicht wie möglich machen. Das Interesse am Laserschweißen ist in den vergangenen Jahren sowohl bei Groß- als auch bei Kleinunternehmen erheblich gestiegen.

Dies ist begründet durch die Verfügbarkeit neuer Strahlquellen und Prozesstechnik sowie das Bestreben der Unternehmen, sich einen technischen und wirtschaftlichen Vorsprung vor dem Wettbewerb zu verschaffen. Auch werden die Vorteile des Laserschweißens im Vergleich zu den konventionellen Lichtbogenschweißverfahren immer wichtiger. So können zum Beispiel Produkte gefertigt werden, die mit herkömmlichen Schweißverfahren nicht realisierbar sind.

Laserschweißen bietet deutliche Vorteile

Durch die wesentlich geringere Wärmeeinbringung minimiert man den Verzug der Bauteile und erzielt bessere Formtoleranzen. Zeit- und Kosteneinsparungen ergeben sich durch deutlich höhere Schweißgeschwindigkeiten sowie durch Reduzierung oder Wegfall von Nacharbeit an den optisch sehr guten Nähten mit geringen Verfärbungen und glatten Oberflächen. Zudem ermöglicht die verbesserte Zugänglichkeit am Bauteil eine große Anzahl komplexer Nahtgeometrien.

In vielen Fällen ist das Laserschweißen von 3D-Bauteilen mit einem Robotersystem einfach und kostengünstig zu realisieren. Anders aber als beim Laserschneiden trifft man beim Schweißen heute auf dem Markt vielfach auf wenig standardisierte Anlagenkonzepte, komplizierte Sonderlösungen oder auf wenig flexible Automaten.

Laserschweißanlagen für 3D-Bearbeitung oft unflexibel

Laseranlagen für die 3D-Bearbeitung sind daher oft weder kompakt noch flexibel und auch nicht transportabel. Zudem ist die Lasersicherheit oftmals nur bedingt oder unter massiver Einschränkung in der Flexibilität gewährleistet.

Schlüsselfertige und leicht transportierbare Zelle zum Laserschweißen

Um die Vorteile einer Roboterschweißanlage optimal umsetzen zu können, hat Reis Robotics eine schlüsselfertige und transportable Laserkompaktschweißzelle entwickelt. Auf der Basis des RV16L-FT-Roboters mit integrierter Strahlführung steht damit ein einheitliches Zellenkonzept in verschiedenen Ausführungsvarianten zur Verfügung. Anders als bei vielen anderen am Markt erhältlichen Systemen stehen laut Unternehmen Flexibilität und Einfachheit gemeinsam mit geringen Betriebskosten bei der Laserschweißzelle im Vordergrund.

Die Anlage hat eine in die Roboterhand integrierte Bearbeitungsoptik. Durch die Reduktion der optischen Elemente auf ein absolutes Minimum ergeben sich nach außen hin praktisch keine Störkonturen mehr. Das durchgängige Steuerungskonzept ermöglicht auch eine einfache Programmierung der Zusatzachsen, um das Bauteil optimal positionieren zu können. Schweißpunktpositionen und komplexe Nahtverläufe können frei programmiert oder auch direkt von CAD-Daten erstellt werden.

Sensorik sorgt für Sicherheit beim Laserschweißen

Betreiber und Anlagenbediener müssen sich dank patentierter Laser-Spy-Sensorik von Reis-Lasertec keinerlei Gedanken mehr über die Lasersicherheit nach außen machen. Die Kabinenwände werden mit den Sensoren überwacht, die im Fehlerfalle den Laser blitzschnell abschalten.

Die komplette Zelle kann inklusive Laserstrahlquelle im montierten Zustand als komplette Einheit transportiert oder innerhalb eines Werkes verlagert werden. Nur durch die Kombination der integrierten Strahlführung mit einer sechsten Roboterachse kann eine Prozessgasdüse, eine Sensorik oder optional auch eine Drahtzufuhr bahnorientiert bewegt werden. Dies ist mit einem Standardindustrieroboter gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Faser für den Laser intern verlegt

Durch die interne Verlegung der Faser im Roboterarm und die sehr kompakte Optik ist eine gute Zugänglichkeit gewährleistet. Der Einsatz von fasergeführten Lasern mit Leistungen bis 8000 W bei gleichzeitig hoher Strahlqualität ermöglicht das Schweißen von Werkstücken aus Baustahl, Edelstahl und Aluminium. Die Materialzuführung und Bauteilepositionierung kann wahlweise manuell, teil- oder vollautomatisiert über Drehtisch oder verschiedene Dreh- und Schwenkachssysteme erfolgen.

Reis GmbH & Co. KG, Halle 13, Stand E52

Rüdiger Kroh | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/148965/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten