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Ein Roboter bekommt Augen

02.09.2009
Joma Polytec Kunststofftechnik, ein mittelständisches Unternehmen aus dem baden-württembergischen Bodelshausen, stellt medizintechnische Komponenten und Baugruppen aus mehreren Spritzgussteilen für die Automobilindustrie her.

In einigen dieser Bauteile müssen nach dem Spritzen metallische Buchsen eingepresst werden. Die Herausforderung bestand darin, die mehr als 100 verschiedenen Einpressbuchsen für die eigens gebaute Einpressstation bereitzustellen und einzulegen. Neun Bauteile sollten innerhalb von maximal 18 Sekunden, besser noch 15 Sekunden, vom Feeder abgegriffen und anschließend in die Einpressstation gelegt werden. Für diese Aufgabe wurde von Motoman der HP3XF ausgewählt, weil er durch seine Reichweite und Geschwindigkeit überzeugte.

Darüber hinaus sind noch zwei HP20 in die Zelle integriert. Ein HP20 legt das Spritzgussteil in die vom HP3XF bestückte Einpressstation, der andere Roboter entnimmt das fertig gepresste Teil und stapelt es ab. Aufgrund der hohen Teilevielfalt musste die Zuführung sehr flexibel gestaltet werden. Deshalb entschied sich Joma Polytec gegen herkömmliche Wendelförderer und für den Anyfeeder von Flexfactory, der durch Servomotoren angetrieben wird.

Sein Vorteil ist die hohe Teilevielfalt, die damit bewältigt werden kann. Die Lage in X und Y sowie der Drehwinkel der Bauteile auf dem Feeder wird von einer Cognex In-Sight Kamera erkannt und an den Roboter übermittelt. Dabei kamen erstmals die eigens von Motoman für die Kommunikation mit Cognex-Kameras programmierten Makrojobs zum Einsatz. Die erste Anlage ging im April 2009 bei Joma Polytec in Betrieb.Weitere Einlegestationen sind geplant.

Joma Polytec Kunststofftechnik | handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/xist4c/web/Ein-Roboter--bekommt-Augen_id_882__dId_452540_.htm

Weitere Berichte zu: Einpressstation HP20 HP3XF Roboter Spritzgussteil

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