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Der Robo-Butler ist auf dem Vormarsch

08.08.2008
Hinter dem Begriff „Ambient Assisted Living“ (AAL) verbergen sich smarte technische Assistenzsysteme, die zum Beispiel älteren Menschen ein selbständiges Leben in häuslicher Umgebung ermöglichen sollen. Aus nationaler Sicht positioniert sich vor allem der VDE Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e.V. als einer der Vorreiter.

Bereits im Frühjahr war der VDE als erste deutsche Organisation der Continua Health Alliance beigetreten. Der Verband gehört damit neben Unternehmen wie Intel, Samsung, Hospital Partners, Philips oder Panasonic zu den weltweit 150 Mitgliedern der Allianz.

Tele-Health: ein Wachstumsmarkt

Um derartige internationale Kooperationsplattformen herum formiert sich derzeit ein neuer Markt, um für sogenannte für Tele-Health-Systeme neben sinnvollen Anwendungen auch Standards für die interoperable Kommunikation und Vernetzung zu entwickeln.

Die inhaltliche Diskussion brachte der Elektroverband nun in das Positionspapier „Intelligente Assistenzsysteme im Dienst für eine reife Gesellschaft“ ein. Die Technik solle dabei bedarfsgerecht und auf den Nutzer zugeschnitten sein, gibt Stefan Jähnichen zu bedenken, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik in Berlin.

SOA soll Interoperabilität verbessern

Um die Integration von neuen Diensten in einer hohen Qualität zu gewährleisten, regt der Professor vom Fachbereich Softwaretechnik an der TU Berlin maßgeschneiderte serviceorientierte IT-Architekturen (SOA) an. Diese sollen die bislang fehlende Interoperabilität zwischen proprietären Produkten beseitigen, indem sie für übergreifende Standards sorgen, „bis hin zur Middleware für die Entwicklung neuer Dienste und Anwendungen“, so Jähnichen.

Im Klartext bedeuteten ausgereifte Architekturen aber auch, „dass sich die Unternehmen und Hersteller selbst stärker für branchenübergreifende Schnittstellen öffnen müssen“, betont Jähnichen. Der Experte rechnet binnen der nächsten ein bis zwei Jahre auf dem unübersichtlichen Terrain allerdings noch nicht mit spruchreifen Ergebnissen – sprich verbindlichen Standards. Denn die Vielzahl an technischen Möglichkeiten dürfte die Anwender auch weiterhin überfordern. Die Konzepte einzelner Hersteller für vernetzte AAL-Technologien sind aufgrund mangelnder Kompatibilität nur begrenzt nutzbar.

Alles wird vernetzt

Als ein weiteres technologisches Element könnte deshalb auch ein beim VDE in der Entwicklung befindlicher Heimnetzwerk-Standard für Haushaltsgeräte dienen, der über das Internetprotokoll den direkten Austausch von Daten zwischen Haushaltsgeräten und der Audio-, Video- und Informationstechnik ermöglichen soll. Die Norm IEC 62457 soll nach Vorstellung des VDE einerseits die technische Brücke zwischen den Kommunikationsnetzen für Audio- und Videogeräte, Personalcomputer, Mobiltelefone oder digitale Assistenten (PDA) bilden.

Sie soll aber auch als fehlendes Glied bei der Vernetzung von Haushaltsgeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen fungieren. Der Verband setzt nun darauf, die eigene Norm für den Heimnetzwerk-Standard als Mustervorlage in eine europaweite Umsetzung einfließen zu lassen.

Lothar Lochmaier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/robotik/articles/139802/

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