Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Den richtigen Zahn zugelegt

01.01.2009
Den richtigen Zahn zugelegtAnfang des 19. Jahrhunderts wandelte sich das Deutsche Reich von einem Agrarstaat zu einem Industriestaat. Die Industrialisierung setzte sich dank neuer Möglichkeiten in der Massenfertigung unaufhaltsam durch. Die Grundlagen dafür lagen in neuen Verfahren für die Herstellung und Bearbeitung von Werkstücken aus Metall. Der Bedarf an zerspanenden Verfahren wie das Sägen nahm daher dramatisch zu.

Dies erkannte A. H. Mehring und gründete im Jahr 1913 die Sägen Mehring in Dresden.In 95 Jahren Firmengeschichte ist sich das Unternehmen Sägen Mehring seiner wesentlichen Tugenden treu geblieben. Der Hersteller von Sägebändern und -blättern für die Metall verarbeitende Industrie und den Werkzeughandel steht auch in der dritten Generation für Innovation aus Tradition. Qualität und Service sind dabei die Grundkonstanten - damals wie heute.

Anfang des 19. Jahrhunderts wandelte sich das Deutsche Reich von einem Agrarstaat zu einem Industriestaat. Die Industrialisierung setzte sich dank neuer Möglichkeiten in der Massenfertigung unaufhaltsam durch. Die Grundlagen dafür lagen in neuen Verfahren für die Herstellung und Bearbeitung von Werkstücken aus Metall. Der Bedarf an zerspanenden Verfahren wie das Sägen nahm daher dramatisch zu. Dies erkannte A. H. Mehring und gründete im Jahr 1913 die Sägen Mehring in Dresden.

In 95 Jahren Firmengeschichte ist sich das Unternehmen Sägen Mehring seiner wesentlichen Tugenden treu geblieben. Der Hersteller von Sägebändern und -blättern für die Metall verarbeitende Industrie und den Werkzeughandel steht auch in der dritten Generation für Innovation aus Tradition. Qualität und Service sind dabei die Grundkonstanten - damals wie heute.

So richtig gelang der Durchbruch des Unternehmens im Jahr 1935 unter Gerhard Döring. Dieser hatte um das Jahr 1918 das Unternehmen dem Gründer A. H. Mehring abgekauft. Mit einer neuen Technik - die ersten Maschinensägeblätter wurden entwickelt - war der Bann gebrochen. Das Geschäft florierte. In den folgenden Jahren wurden neue Produkte entwickelt, wie Handsägeblätter mit Anschnittverzahnung als auch mit ansteigender Verzahnung. Die Sägewerkzeuge fanden nicht nur Abnehmer in Deutschland, sondern wurden auch an Kunden in Asien und Amerika ausgeliefert. Während des zweiten Weltkrieges musste die Firma dann allerdings ihre Geschäftstätigkeit einstellen.

Gerhard Döring verließ Dresden während der Besatzungszeit. Durch eine gewisse Portion Zufall und die freundschaftliche Beziehung zu einem ehemaligen Vertreter des Unternehmens verschlug es ihn ins badische Hockenheim. Da er sowohl vom Wirtschaftsaufschwung als auch vom großen Potenzial der Zerspanungstechnik überzeugt war, gründete er im Jahr 1949 zum zweiten Mal die Firma Sägen Mehring. Dabei war von Anfang an klar, dass nicht nur der alte Name, sondern auch die alten Tugenden weiter leben sollten. So setzte das Unternehmen traditionsbewusst auf gute Qualität. Ein konstant hoher Qualitätsstandard wird auch heute noch durch ausgiebige Kontrollen und Werkstofftests erreicht. Seit dem Jahr 1997 ist Sägen Mehring nach dem Qualitätsmanagement System ISO 9001 zertifiziert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist seit jeher der Service. Seit dem ersten Tag ist das Unternehmen im Dienst seiner Kunden unterwegs. Durch diese Nähe zum Kunden ist der Service ständig weiterentwickelt worden. Die Hockenheimer bieten dank ihrer acht deutschen Standorte heute einen eigenen Lieferservice mit fahrplanmäßiger Lieferung und Abholung "just-in-time". Ein weiterer Service sind Reparaturleistungen für spanende Metallbearbeitungswerkzeuge - insbesondere mittels Schleifen und Instandsetzung. Die größte Wertschöpfungstiefe für Kunden liegt allerdings im Sägemeister-Service. Das Unternehmen berät seine Kunden bei der richtigen Auswahl des Sägewerkzeuges und bei der exakten Bestimmung der Schnittparameter. Aktuell gefragt sind beispielsweise Beratungen, um die Schnittzeit zu senken, die Standzeiten zu erhöhen und die Materialkosten zu reduzieren.

Aber Qualität und Service sind nur dann auf Dauer gefragt, wenn Innovation gelebt wird und aus Ideen auch Produkte entwickelt werden. Bei neuen Bandsägen geht es im Wesentlichen um ein effektives Zusammenspiel aus Zahnteilungen, Zahnformen, Schränkungen und Trägermaterialien. Das optimale Zusammenspiel hängt davon ab, welche Rohstoffe oder Materialien zerspant werden sollen.
Nach der Neugründung in Hockenheim wurde deshalb die Produktentwicklung noch einmal deutlich verstärkt. Die Ergebnisse blieben nicht aus. So wurden in den späten 50er Jahren erstmals Maschinensägeblätter mit Bogenzahn und danach auch mit positivem Spannwinkel zur Marktreife geführt. In den 60er Jahren kamen die ersten Bi-Metall-Sägebänder in M42-Qualität in Deutschland sowie Sägebänder mit hartmetallbestückten Zähnen für hochleistungsfähige Sägeanlagen hinzu. In den 70er Jahren folgten Bi-Metall-Bandsägeblätter und Maschinensägeblätter mit variabler Zahnteilung (Kombizahn) sowie in einer besseren Qualität (M51).

Die ersten Metallkreissägeblätter mit variabler Zahnteilung kamen in den 90er Jahren auf den Markt. Später folgten noch Bi-Metall-Sägebänder mit superpositiver Zahnung, Sonderschränkung, Sonderzahnung, geschliffenen Flächen und Präzisionsausführung, um schwer zerspanbare Materialien zu trennen.

Veredelung spart Zeit und Geld

Seit der Jahrtausendwende konnte Sägen Mehring außerdem Metall-Kreissägeblätter mit einer doppelt so hohen Verzahnung, Hochleistungs-Hartmetall-Kreissägeblätter zum Sägen von Stahl und anderen Nichteisen-Metallen und mehreren Bi-Metall-Bandsägeblättern für diverse Anwendungen entwickeln. Neueste Produktinnovation ist ein BI-Metall-Bandsägenblatt, das als Trägerband kostengünstigeren Hochleistungsschnittstahl (HSS-Band) nutzt und im "sixpointfinish-Verfahren" gefertigt und veredelt wird.

Das Produktangebot des Hockenheimer Unternehmens umfasst heute Sägebänder und -blätter und dazugehörige Kreis-, Maschinen-, Hand- und Säbelsägen sowie Metallkernbohrmaschinen und Zerspanungswerkzeuge für die Metall verarbeitende Industrie und den Werkzeughandel. Die Produkte werden unter den Marken Rix, Optibohr und Optipress vertrieben. Außerdem unterhält Sägen Mehring eine der größten CNC-Werkzeugschleifereien in Deutschland für die Instandsetzung von Zerspanungswerkzeugen. Gefertigt wird an drei Standorten: in Hockenheim, in Stahnsdorf bei Berlin und im französischen Roanne (Frankreich) auf einer Produktionsfläche von insgesamt 45.000 Quadratmetern. Die Produktion beläuft sich auf rund zwölf Millionen Meter Sägeband pro Jahr. Das Unternehmen hat Niederlassungen in der Schweiz, Frankreich, Ungarn, Schweden, England und den USA sowie Vertriebsstandorte in 36 Ländern. Die Exportquote liegt bei rund 40 Prozent.

Die Geschichte des Familienunternehmens zeigt, dass es sich lohnt, auf bewährte Tugenden wie Qualität und Service zu setzen. Die Rezeptur Innovation aus Tradition geht auf.
/ee

Peter Verclas | Hoppenstedt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie