Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf den richtigen Datenträger kommt es an

09.01.2009
Unter rauen äußeren Bedingungen, wie sie im industriellen Einsatz alltäglich sind, kommt der Beschaffenheit von Datenträgern, die zur Produkt-Identifikation eingesetzt werden, eine besondere Bedeutung zu.

RFID findet immer breitere Anwendung, speziell im industriellen Bereich. Fernab der Massenanwendungen, wie sie zum Beispiel der Handel darstellt, kommt es hier wie sonst nirgends auf Robustheit, Beständigkeit und Langlebigkeit an.

So macht erst der richtige RFID-Datenträger eine eindeutige und vor allem durchgängige Identifikation möglich. Vor allem dort, wo höchste Belastungen wie pH-Werte von 1 bis 14, Temperaturen von über 200 °C oder hohe mechanische Belastungen herrschen.

Hinzu kommt, dass chemische, thermische und insbesondere mechanische Belastungen selten getrennt voneinander auftreten, sondern vielmehr in Kombination. Geeignete RFID-Datenträger sind gefragt, umso mehr, da Antenne und Chip empfindliche elektronische Bauteile sind. Aus diesem Grund muss der RFID-Datenträger hinsichtlich seiner Materialeigenschaften, Formgebung und Anbringungsart so konzipiert sein, dass die Möglichkeiten der RFID-Technologie zur Optimierung produktionstechnischer Prozesse voll genutzt werden können.

Das Rad muss nicht neu erfunden werden

Dabei muss das dazu notwendige Know-How keinesfalls neu erschlossen werden. Vielmehr lohnt sich ein Blick nach rechts und links in verwandte Gebiete und Technologien. So bietet die Materialwissenschaft vielerlei Ansätze und Aufschlüsse über gegenwärtige und zukünftige Lösungsstrategien. Anderorts gesammelte Erkenntnisse und bewährte Methoden und Materialien eröffnen für die RFID ganz neue Lösungsansätze und helfen neue Einsatzgebiete zu erschließen – zum Teil in Applikationen, die man vor einem Jahr noch als unrealisierbar abgelehnt hätte.

Auch kommen immer ausgeklügeltere und hoch entwickelte Befestigungsmöglichkeiten wie selbstklebende Lösungen zum Einsatz. Diese Form der Befestigung ist immer noch die effizienteste, da sie schnell und unkompliziert durchgeführt werden kann. Dass dies nicht auf jedem Untergrund möglich ist, ist eine veraltete Ansicht. Die Gegenwart wird bestimmt durch Kleber für nahezu jeden Einsatzbereich. Und das selbst in rauesten Umgebungen: Nehmen wir die Trockeneis-Reinigung aus der Automobilindustrie als Beispiel. Hier wird gekühltes Kohlendioxid dazu verwendet, Bauteile mit einer Eisschicht zu versehen, um selbige und den darin gebundenen Schmutz wenig später mit einem Hammerschlag zu entfernen.

Frage nach dem günstigsten Preis nicht immer die richtige

Modernste selbstklebende RFID-Datenträger sind dem bereits heute gewachsen. Aber auch alternative Befestigungsmethode wie Schrauben, Klammern oder Klettverschlüsse sind heutzutage v.A. im industriellen Umfeld weit verbreitet. Spezielle Materialkombinationen und kundenindividuelle Bauformen bieten zudem die Möglichkeit RFID-Datenträger direkt in das Bauteil zu integrieren oder zu versenken.

Die Beschaffenheit und die damit verbundene Lebensdauer eines RFID-Datenträgers ist ein sehr bedeutendes Kriterium, welches den im ersten Schritt zu erstellenden Business Case entscheidend beeinflusst. Denn je länger ein RFID-Datenträger hält und umso öfter er wiederverwendet wird, desto größer ist der Nutzen, der durch RFID zukünftig erzielt werden kann. Folglich ist die Frage nach dem günstigsten Preis nicht immer die richtige. Die Lebensdauer sollte zu Vergleichen stets herangezogen werden sowie in ROI-Berechnungen als gewichtiges Kriterium Berücksichtigung finden.

Klaus Dargahi ist Geschäftsführer der Smart-Tec GmbH & Co. KG in Oberhaching. Chris Schiebel leitet den Bereich Business Development bei Smart-Tec.

Klaus Dargahi und Chris Schiebel | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/materialflusslogistik/autoid/articles/166240/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie