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Mit "Würmern" durch Rohre kriechen

15.04.2010
HTWK Leipzig entwickelt wurmartige Roboter zur Inspektion des Rohrinneren

Wissenschaftler und Studierende der Fakultät Maschinen- und Energietechnik der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) präsentieren erstmalig auf der diesjährigen Hannover-Messe 2010 (19. bis 23.4.2010) ihr Forschungsprojekt "Wurmartiges mechatronisches Bewegungssystem".

Unter Leitung von Professor Dr.-Ing. Detlef Riemer, Dekan der Fakultät Maschinen- und Energietechnik, entwickelten die Experten neuartige Bewegungssysteme für Roboter, die sich in Rohren wurmartig fortbewegen und sie auf diese Weise von innen inspizieren können.

Neu ist dabei, dass mit nur einem Antrieb (Aktuator) die Bewegungen so gesteuert werden, dass sich der Roboter vor- und zurückbewegen kann. Der Einsatz des neuen Systems ist für Rohre in technischen Anlagen wie Wasserrohre, Kühl- und Heizungsanlagen, Öl- oder Gasleitungen angedacht.

Der künstliche Wurm enthält einen Elektromotor, der kriechartige Bewegungen in zwei Richtungen und "um die Ecke" erzeugen kann, da er in sich beweglich ist. Gesteuert wird er über ein Touchscreen-Display und einer eigens für den Miniwurm entwickelten Mikrorechnersteuerung. Er enthält darüber hinaus eine integrierte Kamera mit Beleuchtungseinrichtung.

Durch eine wasserdichte Ummantelung kann er zudem in Flüssigkeiten eingesetzt werden. Auf der Hannover-Messe zeigen die Studierenden und Wissenschaftler der HTWK Leipzig ein Vorführmodell, dass sich in einem Rohr mit 40 mm Innendurchmesser fortbewegt. Perspektivisch möchten die Leipziger Wissenschaftler den Miniroboter weiter verkleinern, sodass sie später auch in der Medizin eingesetzt werden können.

Ansprechpartner:
Professor Dr.-Ing. Detlef Riemer,
Fakultät Maschinen- und Energietechnik,
HTWK Leipzig
Telefon: +49 (0)3 41/3076 4116

Katharina Märker | idw
Weitere Informationen:
http://www.htwk-leipzig.de

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