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„Dies ist ein wichtiger Entwicklungssprung für Konstrukteure,“ sagt Geschäftsführer John Tumelty. „Es gibt keinen anderen Weg, um so schnell hochqualitative, präzisionsgespritzte Kunststoffteile herzustellen. Indem wir den Konstrukteuren eine Umschlagzeit von nur einem Geschäftstag bieten, geben wir ihnen auch die Möglichkeiten an Hand, ihre Entwicklungsprogramme für neue Produkte besser zu steuern. Zudem werden Schwierigkeiten in der Vorproduktion auf ein Minimum reduziert und die neuen Produkte schneller als jemals zuvor auf den Markt gebracht.“
Unternehmen und Konstrukteure, die diese Vorteile in Anspruch nehmen können leicht auf kurzfristige Konstruktionsänderungen reagieren, Terminpläne umstellen und die Zeit für die Markteinführung verkürzen – und das alles im Rahmen des vorgegebenen Budgets. Basis dafür sind die von Protomold entwickelten Rapid-Manufacturing-Prozesse, die bei bestimmter Formteilgeometrie den Versand in einem Geschäftstag ermöglichen.
Kräftig in den Formenbau investiert
Um der wachsenden Nachfrage der europäischen Kundschaft nachzukommen, wurde im Fertigungsbetrieb von Protomold kräftig investiert, zum Beispiel in vier neue Haas-CNC-Bearbeitungszentren (2x VF-2 und 2x VF3) mit modernen High-Speed-Optionen für den Formenbau. Das Investitionsvolumen betrug über 280000 Euro.
Außer Protomold wird auf der Fachmesse Medtech auch das Schwesterunternehmen First Cut als Aussteller vertreten sein. Beide Unternehmen gehören zur Proto-Labs-Gruppe. Innerhalb dieses Verbunds hat sich First Cut auf Kunststoffprototypen spezialisiert, die auf CNC-Maschinen spanend gefertigt werden.
Der Vorgang sei genau so schnell und einfach, wie die Prototypenherstellung in einem Rapid-Prototyping-Verfahren. Kunststoffteile, die durch Zerspanen hergestellt werden, seien den Teilen, die in einem Rapid-Prototyping-Verfahren gefertigt werden, aufgrund der höheren Festigkeit, besseren Oberflächenqualität und höheren Maßgenauigkeit überlegen. Auch First Cut liefert funktionstüchtige Prototypen in einem frühen Entwicklungsstadium. Auch sie bestehen auf dem für die Serienfertigung vorgesehenen Kunststoffen.
Zeitverkürzung auch bei spanend gefertigen Kunststoffteilen
Wo liegt der Unterschied zwischen den vielen Betrieben, die das Fertigen von Kunststoffteilen auf CNC-Maschinen anbieten und dem First-Cut-Service? „Erstens“, erklärt John Tumelty, „können die Kunden von First Cut die CAD-Daten ihrer Teilemodelle, wie bei Protomold, an das webbasierte Angebotssystem Firstquote übermitteln und erhalten dann eine detaillierte Kosten- und Machbarkeitsanalyse.“
Ist das Modell in seiner endgültigen Form bestätigt, generiert die Software von First Cut – unter Nutzung von einer großen Anzahl von parallel arbeitender Rechner – automatisch die Werkzeugbahnen und programmiert die CNC-Maschinen. Mit diesem Prozessablauf werden laut Tumelty die Programmierkosten und typischen mit CNC-Maschinen verbundenen Verzögerungen eliminiert. Durch den schnellen Prozess ließen sich Losgrößen von ein bis zehn Teilen im Vergleich zur konventionellen Lohnfertigung kurzfristiger und preiswerter fertigen.
„Von jetzt an ist es nicht erforderlich, sich auf ein Prototypenteil festzulegen, dass dem fertigen Teil nur ähnlich ist,“ fügt John Tumelty hinzu. „Welches Material auch immer der Konstrukteur festlegt – ABS, Nylon oder andere Kunststoffe – das von First Cut hergestellte Teil gleicht in Vielem den mechanischen Eigenschaften und Qualitäten, die von dem endgültigen Produktionsteils erwartet werden.“
Josef-Martin Kraus | Quelle: MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen: www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/articles/167614/
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