Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Präzise auf den Punkt

01.03.2009
Frequenzumrichter löst Positionieraufgaben

Mit der Ausbaustufe HighLine der neuen Inverter Drives 8400 brachte Lenze einen Frequenzumrichter auf den Markt, mit dem man Positionieraufgaben einfach und kostengünstig lösen kann. In Verbindung mit dem Lenze-Getriebemotorenprogramm, Standard-Asynchronmotoren oder auch hochdynamischen Applikationsmotoren und Inkrementalgebern sind Positioniergenauigkeiten bis 0,1 Millimeter und Winkelgenauigkeiten bis 0,3 Grad erreichbar.

Absolute, relative und Restweg-Positionierung machen den Weg frei, um Anwendungen ohne kostenintensive Servotechnik zu realisieren - insbesondere dann, wenn die Prozessanforderungen an Dynamik und Präzision nicht höchsten Ansprüchen genügen müssen. Der 8400 HighLine eignet sich vor diesem Hintergrund für Hubwerke, Fahrantriebe, Portalkrane, Querverfahrwagen sowie Regalbediengeräte. Weitere Einsatzgebiete in der horizontalen Materialflusstechnik sind Förderbänder, Ausschleuser oder Drehtische. Durch den hohen funktionalen Umfang der Frequenzumrichter sind Punkt-zu-Punkt Positionierungen im begrenzten, unbegrenzten oder Verfahrbereich realisierbar. In der integrierten Tabellenpositionierung lassen sich 15 Positionen mit unterschiedlichen Fahrprofilen als lineare oder s-förmige Rampen belegen, die ihrerseits für sanfte und mechanisch verschleißarme Positionierungen sorgen. Ebenso ist das Verketten von Fahrprofilen möglich. So lassen sich auf einfache Art verschiedenste Bewegungsprofile erstellen.

Die in der Tabelle im Umrichter abgelegten Positionen werden durch die SPS über das direkte Ansteuerung der Klemmen oder den angeschlossenen Feldbus vorgegeben. Der Antrieb fährt anschließend selbständig die Position an und meldet das Erreichen an die Steuerung. Um dynamisch auf Prozessänderungen in der Maschine zu reagieren, ist eine Override-Funktion implementiert. Wird ein neuer Positionswert während eines laufenden Vorgangs kommuniziert, setzt der Umrichter diesen unmittelbar um und bringt den Antrieb ruckfrei zur neuen Position. Für die Dynamik stellt der 8400 HighLine bis 200 Prozent des Umrichternennstroms als Überlaststrom zur Verfügung. Bis zu 120 Bewegungen pro Minute oder 60 Zyklen pro Minute als Hin- und Rückbewegung sind bei einer an die Leistung angepassten Motor-Umrichter-Kombination möglich.

Höhere Lebensdauer

Für Applikationen, in denen Material angehoben wird, ist der 8400 HighLine mit einem integrierten Bremsenschalter ausgestattet. Hiermit lassen sich ohne zusätzliche Kosten 24-Volt-Bremsen verschleißfrei ansteuern. Für 180- oder 205-Volt-Bremsen stehen externe elektronische - und damit verschleißfreie - Bremsenschalter zur Verfügung, die über einen digitalen Ausgang des Umrichters angesteuert werden. Mit dem integrierten Bremsenmanagement lassen sich Lüftungs- und Einfallzeiten so präzise einstellen, dass bei Hubwerken die ruckfreie Lastübernahme beim Öffnen der Haltebremse sichergestellt ist. Beim Abbremsen erfolgt im umgekehrter Weise das Einfallen der Bremse erst dann, wenn der Motor wirklich steht. Dieses Prinzip schont die Bremsbeläge vor Verschleiß, erhöht die Lebensdauer und senkt letztlich den Serviceaufwand.

Im horizontalen Materialfluss lassen sich die Fahrprofile entsprechend des zu transportierenden Gutes so präzise und sanft einstellen, dass sowohl hohe Produktivität durch Schnelligkeit als auch maschinen- wie materialschonende Bewegungen in Einklang zu bringen sind. Die Rückführung der Lage- und Drehzahlwerte erfolgt dabei über Inkrementalgeber. Kommt ein Geber mit 2.048 Inkrementen zum Einsatz, lassen sich vierpolige Standard-Asynchronmotoren mit Drehzahlen bis 3.000 Umdrehungen je Minute betreiben. Der Vorteil: Motoren können über den gesamten Drehzahlbereich bis in den einfachen Feldschwächebereich hinein ausnutzt werden - und das bei einer Winkelgenauigkeit von 0,3 Grad an der Welle. Zur Kommunikation mit der Steuerung ist in den 8400 HighLine eine CANopen-Schnittstelle integriert, die mit Übertragungsraten von einem Megabaud den schnellen Datenaustausch gewährleisten.

Inbetriebnahme

Statt der aufwändigen Programmierung wird der Umrichter ausschließlich über einfaches Einstellen weniger Parameter an die Positionieraufgabe in der Maschine angepasst: Einschalten des Positioniermoduls, Auswählen der Steuerquelle (Feldbus oder Steuerklemme) und Einstellung des Gebers, des Getriebefaktors sowie der Maschinendaten. Positionsvorgaben erfolgen dabei im Maßsystem der Maschine und müssen nicht erst zeitraubend mit Umrechnungsfaktoren ermittelt werden. Unterstützt werden diese Arbeiten durch die benutzerfreundliche, grafische Oberfläche der Projektierungssoftware L-force Engineer. Sie bietet neben dem Abbild aller beteiligten Maschinenkomponenten auch weitere wichtige Funktionen zur Inbetriebnahme und Diagnose, die über den Feldbus bequem von einem zentralen PC aus erfolgen können. Die frei editierbare Funktionsblockverschaltung zur Implementierung von Logikprogrammen durch grafische Programmierung oder beliebige Funktionsabläufe - initiiert durch Steuerworte oder Steuerklemmen - lassen sich somit komfortabel realisieren. Spezifische, komplexe Antriebsanforderungen werden auf diese Weise durch einfache, übersichtliche und klar dokumentierte Funktionsblöcke abgebildet. Zur Diagnose stehen Datenlogger und Logbbuch zur Verfügung, die die Zustände des Umrichters im zeitlichen Verlauf, ähnlich wie bei einem Oszilloskop, darstellen und aufzeichnen. Zur vorbeugenden Wartung und damit Sicherstellung einer hohen Anlagenverfügbarkeit bieten die Inverter Drives 8400 Funktionen zur Überwachung des Lüfters, der Temperatur oder des Stroms. Der 8400 HighLine schafft den Rahmen dafür, um Tabellen-Positionierungen mit Asynchronmotoren auf preiswerte Art zu realisieren. Dabei reduziert das gleiche "Look and Feel" der neuen Umrichter-Reihe die Kosten in nahezu allen Schritten der Wertschöpfungskette. Die gesamte Familie der Inverter Drives 8400 erscheint wie aus einem Guss und steht insofern für ein vollständiges Produktspektrum für das OEM-Geschäft - mit Augenmerk auf Skalierbarkeit in Preis, Funktion und Antriebsperformance.

Karsten Piekarski | handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/xist4c/web/Praezise-auf--den-Punkt_id_882__dId_413200_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise