Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ohne „Rumms“ durchs Tor

18.01.2011
Moderne Schnelllauftore von Efaflex sorgen in der Just-in- Sequence-Produktion des Staplerherstellers Linde Material Handling für ungestörte Abläufe. Eine besondere Rolle spielt dabei der Einsatz von Torlichtgittern und Laserscannern. Sie erhöhen die Sicherheit und helfen dabei, die Instandsetzungs- kosten zu reduzieren.

Linde Material Handling zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten. Außerdem ist das Unternehmen einer der bedeutendsten Produzenten von Hydrostatik-Antrieben, die in Bau-, Land- und Forstmaschinen sowie den eigenen Staplern zum Einsatz kommen. Im Rahmen verschiedener Neubaumaßnahmen suchte der Hersteller für zwei Aufgaben praxisnahe Patentrezepte. Die passenden Lösungen fand er im Programm des süddeutschen Torherstellers Efaflex: Das Torlichtgitter TLG und den Laserscanner EFA-Scan.

„Für eine Schleuse benötigten wir ein System, das erkennt, wenn sich bereits ein Stapler im Raum zwischen den beiden Toren befindet“, erklärt Andreas Baumann. Er ist verantwortlich für die Projektsteuerung, für Umbauten und die Auswahl der dazugehörigen Neuanschaffungen bei Linde Material Handling. „Zudem kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Beschädigungen der Tore durch Stapler“, erinnert er sich. Mit oft schwerwiegenden Folgen: Normalerweise beschädigen nämlich Stapler mit ihren Gabelzinken ein Tor nur an zwei Stellen. Neue Stapler, die gerade vom Montageband kommen, haben aber noch keine Gabelzinken! Im Falle einer Kollision demolierten sie daher ein Tor meist in der kompletten Fahrzeugbreite. Die Schäden verursachten beträchtliche Kosten.

Im Rahmen der Lösungsfindung erfolgte eine Ausschreibung, in deren Folge sich das Staplerunternehmen für Efaflex-Tore entschied. „Bereits das Torlichtgitter löste das Hauptproblem“, berichtet Bautechniker Andreas Baumann. In der Kombination mit Induktionsschleifen sorgt das Sicherheitssystem für erheblich mehr Schutz sowie reduzierte Reparaturkosten. Mit dem Torlichtgitter wird exakt in der Torschließebene ein vollflächiger optischer Lichtvorhang erzeugt. Dieses Sicherheitssystem ist – geschützt vor mechanischen Beschädigungen – in den Seitenzargen des Tores integriert und wesentlich langlebiger als eine Sicherheitskontaktleiste am Abschlussschwert. Werden die Strahlen des Torlichtgitters durch ein Hindernis unterbrochen, wird diese Information augenblicklich elektronisch verarbeitet. Das Tor steht sofort still und reversiert mit höchstmöglicher Geschwindigkeit.

Höhenkontrolle per Scanner

Der patentierte Laserscanner EFA-Scan wird hingegen bei Linde Material Handling nicht wie üblich zur Vorfeldüberwachung eingesetzt, sondern zur Höhenkontrolle. Das hat gute Gründe: „Alle Stapler müssen in ein bestimmtes Gebäude wechseln; die hohen Stapler dürfen aber nur durch für sie vorgesehene Tore fahren. Ergänzt um Blitzlicht und Hupe warnt der Laserscanner nun die Fahrer, wenn sie ihr Fahrzeug auf das falsche Tor zusteuern“, berichtet Baumann. Grundsätzlich erfasst der EFA-Scan den gesamten Bereich vor einem Tor lückenlos und durch eine intelligente Richtungserkennung zuverlässiger als andere Verfahren.

Komplexe Softwarealgorithmen verhindern das Auslösen bei Regen, Schnee und Fremdlicht. Diese Lösung ist daher eine der wenigen, die auch für die Außenmontage geeignet sind. Innerhalb der dynamischen Erfassungszone reagiert der Scanner wie ein schneller Impulsgeber. Er detektiert nicht nur die Bewegung, sondern berücksichtigt auch deren Entfernung, Richtung und Geschwindigkeit. Der Impuls zum Öffnen geht nur zum Tor, wenn sich Fahrzeuge oder Menschen darauf zu bewegen; nicht aber, wenn beispielsweise Personen lediglich passieren.

Seit 1998 hat Linde Material Handling etwa 160 Efaflex-Tore in seine Produktionshallen eingebaut. Etwa 90 Tore davon sind Schnelllauf-Turbotore (EFA-STT); zudem werden Schnelllauf-Rolltore (EFA-SRT) und Schnelllauf-Turborolltore (EFA-STR) genutzt. Neubauten werden inzwischen grundsätzlich mit den schnellen Toren des Bruckberger Unternehmens ausgerüstet. Und wenn 45 bis 50 Öffnungszyklen am Tag zu absolvieren sind, werden auch alte Tore gegen neue Efaflex-Produkte ersetzt. Einen Torausfall kann sich Linde Material Handling nicht leisten. „Bei einer Just-in-Sequence-Produktion ist es wichtig, dass die Produktionsplanung auf die Minute genau ausgeführt wird, weil alle Teile zu einer genau bestimmten Zeit an die Bänder geliefert werden“, erklärt Baumann.

Eine wesentliche Qualitätskomponente der Torkonstruktion ist deshalb auch die Torspirale. „Die Torspirale sorgt für eine wesentlich geringere Reparaturanfälligkeit, als das bei den Toren der Wettbewerber der Fall ist“, betont Andreas Baumann. Das Torblatt wird oberhalb der lichten Öffnung in einer patentierten Rundspirale berührungslos aufgenommen. Dadurch ist es auch nach Jahren noch ansehnlich und ohne Verschleiß.

| SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/Industriebau-Gebaeudetechnik/Industriebau---Gebaeudetechnik---Gabelstapler--Schnellauftore.htm

Weitere Berichte zu: EFA-Scan Efaflex Efaflex-Tore Gabelzinken Laserscanner Torlichtgitter Torspirale

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Nimm zwei: Metallische Oberflächen effizient mit dem Laser strukturieren
15.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise