Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Oberflächengüte von Tiefziehwerkzeugen verbessern

06.08.2008
In der Automobilindustrie herrschen höchste Qualitätsansprüche, vor allem bei der Herstellung der Frontklappe, dem Blickfang jedes Fahrzeugs. Um die erflächengüte der Ziehwerkzeuge für deren Fertigung zu verbessern, setzt Oerlikon Balzers VST das Pulse-Plasma-Diffusiona-Verfahren ((PPD)) ein.

In der Fertigung von verzinkten Karosserieteilen für Automobile können winzige Partikel zwischen Form und Werkstück Auslöser dafür sein, ein Teil als Ausschuss auszusondern. Dies gilt besonders für die Frontklappe. Das Außenhautteil ist das charakteristische Gesicht jedes Fahrzeugs. Bei dessen Kaltumformung im Tiefziehprozess kann jedoch Zinkabrieb auf dem Werkzeug entstehen. Der Effekt: Um die Teilequalität weiterhin zu gewährleisten, ist das Werkzeug häufig zu reinigen – mit entsprechendem Aufwand für die Instandhaltung und Kosten etwa durch Maschinenstillstand und erhöhtem Ausschuss an gefertigten Teilen.

Nitrierverfahren neuester Generation löst Problem

Um diese Fertigungsprobleme in den Griff zu bekommen, entwickelte Oerlikon Balzers VST ein spezielles Nitrierverfahren: Pulse-Plasma-Diffusion (PPD). Mit ihm lassen sich auch größte und schwerste Außenhautwerkzeuge verschleißfester und produktiver machen.

... mehr zu:
»Großwerkzeug »PPD »VST »Werkzeug

Diese Technologie arbeitet mit gepulstem Plasma und spezieller Anlagentechnik, ausgelegt auf die Behandlung großer und größter Umformwerkzeuge für die Automobilindustrie. Als Funktionsschicht wird auf chemischem Wege aus nitridisch-oxicarbonitridischen Verbindungen eine intermetallische Phase (Verbindungsschicht) erzeugt, die eine hohe Härte (900 - 1200 HV0.1) und Verschleißbeständigkeit aufweist.

Darunter befindet sich eine Diffusionsschicht, die mit ihren feindispersen nitridischen Ausscheidungen hoher Härte eine ideale Unterstützung der Funktionsschicht bildet. Die so behandelten Werkzeuge zeichnen sich durch einen hohen Widerstand gegen Abrasivverschleiß und sehr gute Gleit- und Notlaufeigenschaften aus.

Großwerkzeuge können behandelt werden

Die von Oerlikon Balzers VST entwickelte Technologie ist ganz auf die werkstoff- und herstelltypischen Erfordernisse von Großwerkzeugen aus Gusseisen und Stahl zugeschnitten und ermöglicht den Bau von größten Chargenkammern. Komplette Seitenwand- oder Außenhautwerkzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen und Abmessungen bis zu 9,8 m x 2,7 m x 1,5 m finden in der weltgrößten Anlage dieser Art problemlos Platz und lassen sich gleichmäßig, sicher sowie mit minimalen Durchlaufzeiten behandeln.

BMW nutzt diese Behandlung mit Erfolg

So brachte die PPD-Behandlung eines dreiteiligen Tiefziehwerkzeugs der BMW Group mit einer 13,8 t schwere Matrize, einem Stempel (5 t) und einem Blechhalter (3,5 t) bemerkenswerte Resultate – und dies bei äußerst kurzer Bearbeitungszeit: Das Großwerkzeug konnte binnen einer Woche komplett per PPD behandelt werden.

Dorothee Quitter | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/oberflaechentechnik/articles/139330/

Weitere Berichte zu: Großwerkzeug PPD VST Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Elektrische Spannung: Kaiserslauterer Ingenieure erforschen Versagen bei Kugellagern
28.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten