Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Seitenführungssystem von Siemens bietet bis zu zehnmal längere Betriebsdauer

16.12.2014
  • Eco Slide Disc senkt Wartungsaufwand im Haspeleinlauf deutlich
  • Üblicher Schleißplattenwechsel im Produktionszyklus entfällt
  • Verbesserte Bandführung und Vermeidung von Bandoberflächenfehlern durch die Seitenführungen im Haspeleinlauf
  • Bis zu 75 Prozent Kosteneinsparung bei Verschleißteilen
  • Sehr kurze Amortisierungszeit

Mit der neu entwickelten Eco Slide Disc Solution bietet Siemens Metals Technologies Betreibern von Warmwalzwerken nachrüstbare Seitenführungsbalken für den Haspeleinlauf mit einer zehnfach erhöhten Einsatzzeit gegenüber herkömmlichen Schleißleisten an. Herzstück der Lösung sind simultan drehbare Schleißscheiben.


Eco Slide Discs im Warmwalzwerk der voestalpine Stahl GmbH in Linz, Österreich. Die Scheiben waren zum Zeitpunkt der Aufnahme seit 14 Tagen im Dauereinsatz. In dieser Zeit wurden 3.638 Bunde mit einer Gesamtlänge von mehr als 2.800 Kilometern gewickelt.

Diese können bei Erreichen der Verschleißgrenze im eingebauten Zustand gemeinsam bis zu acht Mal verdreht werden. Darüber hinaus lassen sich die Scheiben beidseitig verwenden. Dies optimiert die Bandführung, die Produktion behindernde und personalintensive Wechselprozesse im Sicherheitsbereich entfallen und die Kosten für Verschleißteile sinken um bis zu 75 Prozent. Das System kann sich innerhalb von ein bis zwei Jahren amortisieren. Die Eco Slide Disc ist bei der voestalpine Stahl GmbH in Linz, Österreich seit August 2014 erfolgreich im Dauereinsatz.

Das Führen von Warmband während des Wickelprozesses zu verkaufsfähigen Bunden führt zu hohem Verschleiß an den Seitenführungsleisten der Haspeleinlaufführungen. Dies macht einen häufigen Austausch der Schleißleisten erforderlich, manchmal täglich. Das Ergebnis sind hohe Betriebs-, Wartungs- und Lagerkosten. Meist erfolgt der Austausch in den kurzen, für den Walzenwechsel erforderlichen Walzpausen von zirka zehn Minuten.

Die robust ausgeführten und wartungsfreien Drehmodule der Eco Slide Disc ermöglichen das simultane Drehen der Schleißscheiben im eingebauten Zustand. Die verbesserte Bandführung reduzierte die Gefahr von Schäden an den Bandkanten und erhöht zusätzlich die Einsatzdauer der Schleißscheiben. Durch kontinuierliches Drehen kann die Gefahr von Bandoberflächenfehler durch herabfallende, an den Schleißleisten anhaftende Bandkantenabschmelzungen vermieden werden. Es ist ausreichend, die Schleißscheiben während der üblicherweise alle ein bis zwei Wochen stattfindenden Wartungsschicht auszutauschen. Die von vielen Betreibern durchgeführten Reperaturschweiß- und Schleifarbeiten an den teuren Schleißleisten entfallen.

Die Business Unit Metals Technologies (Linz, Österreich) ist ein weltweit führender Lifecycle-Partner für die metallurgische Industrie. Die Business Unit bietet ein umfassendes Technologie-, Modernisierung-, Produkt- und Serviceportfolio und integrierte Automatisierungs- und Umweltlösungen für den gesamten Lebenszyklus von Anlagen.

Weitere Informationen über Lösungen für Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter www.siemens.com/metals

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2013, das am 30. September 2013 endete, erzielte Siemens auf fortgeführter Basis einen Umsatz von 75,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 4,2 Milliarden Euro. Ende September 2013 hatte das Unternehmen auf dieser fortgeführten Basis weltweit rund 362.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com

Reference Number: PR2014120083PDDE

Ansprechpartner

Herr Dr. Rainer Schulze
Division Process Industries and Drives

Siemens AG

Turmstr. 44

4301  Linz

Österreich

Tel: +49 (9131) 7-44544

Dr. Rainer Schulze | Siemens Process Industries and Drives

Weitere Berichte zu: Betriebsdauer Business Disc Eco Industries Metals Metals Technologies Process Siemens

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Nutzfahrzeuge: Neuer Professor entwickelt effizientere und leichtere Bauteile mit 3D-Metall-Drucker
03.05.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Die Zukunft des Fliegens auf dem Prüfstand
25.04.2018 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics