Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Wege beim Entwerfen von Schiffen

01.02.2011
Forscher entwickeln ein computerbasiertes Werkzeug, um teure Nachrüstungen zu verhindern / 800.000 Euro für die TU Berlin

Schiffe sind immer Unikate. Werften haben nicht die Möglichkeit, Prototypen zu perfektionieren, wie dies in anderen Branchen üblich ist. Wenn zum Beispiel der dem Vortrieb dienende Schiffsdiesel in der Kapitänskabine extrem laut zu hören ist, müssen teure und zeitintensive Nachbesserungen vorgenommen werden, um die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten.

Aus diesem Grunde soll in dem Vorhaben „Effiziente Prognose vibroakustischer Eigenschaften in der Schiffsentwurfsphase“ (EPES) ein computerbasiertes Simulations- und Anwendungswerkzeug entwickelt werden, mit dem die Schallausbreitung auf Schiffen prognostiziert sowie dimensionierungs- und entwurfsrelevante akustische Eigenschaften beurteilt werden können. Mit diesem Werkzeug wird es Werften künftig möglich sein, bereits in der frühen Entwurfsphase von Schiffen Aussagen zu treffen über die Schallbelastung an verschiedenen Orten im Schiff.

Zeigt sich, dass es in besagter Kapitänkabine zu laut ist, können verschiedene primäre und sekundäre Maßnahmen zur Schallreduktion simuliert werden. Die beste Lösung kann dann sofort umgesetzt werden. Im Rahmen des Vorhabens werden umfangreiche theoretische als auch praktische Untersuchungen sowohl an eigens gefertigten Modellen als auch an realen im Bau und im Betrieb befindlichen Schiffen durchgeführt.

„Im Bereich des Schiffsentwurfs werden mit diesem Projekt völlig neue Wege beschritten", sagt Prof. Dr.-Ing. Gerd Holbach vom Fachgebiet „Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme“. Auf Seiten der TU Berlin ist auch das Fachgebiet „Technische Akustik“ von Prof. Dr. Björn Petersson an dem Projekt beteiligt. Das Verbundvorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert, als Projektträger agiert das Forschungszentrum Jülich GmbH.

Weitere Partner sind die Flensburger Schiffbau Gesellschaft mbH, das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit, die Fr. Lürssen Werft GmbH, die Howaldtswerke-Deutsche-Werft GmbH, die Novicos GmbH, die TU Darmstadt, die TU Hamburg-Harburg und die Blohm und Voss Naval GmbH. Insgesamt werden die Forschungen über drei Jahre mit 3,2 Millionen Euro gefördert; 800.000 Euro fließen an die TU Berlin.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Prof. Dr. Gerd Holbach, Fachgebiet „Entwurf und Betrieb Maritimer Systeme“ am Institut für Land-und Seeverkehr der TU Berlin, Tel.: 030/314-21417, E-Mail: gerd.holbach@tu-berlin.de, www.marsys.tu-berlin.de

Prof. Dr. Björn Petersson, Fachgebiet Technische Akustik am Institut für Strömungsmechanik und Technische Akustik der TU Berlin,

Tel.: 030/314-24039, E-Mail: b.a.t.petersson@tu-berlin.de, www.akustik.tu-berlin.de

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.marsys.tu-berlin.de
http://www.akustik.tu-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie