Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Technologien für kostengünstigen und umweltfreundlichen Leichtbau

25.09.2012
Konsortium erfolgreich bei der Förderinitiative „ForschungsCampus“

Technologien zu neuen und kostengünstigen Varianten im Automobilleichtbau zu entwickeln und diese in Fertigungstechnologien umzusetzen ist das Ziel einer neu zu errichtenden „Forschungfabrik“, die in Wolfsburg entsteht.

Unter der Führung des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF), einer Einrichtung der TU Braunschweig, hat sich ein Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich um die Förderinitiative „ForschungsCampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ beworben. Das Gesamtvolumen werden voraussichtlich 120 Millionen Euro betragen.

Der Fahrzeugleichtbau stellt die Grundlage für einen energieeffizienten Fahrzeugbetrieb dar. Nur mit erheblich leichteren Fahrzeugen können die ehrgeizigen CO2-Reduktionen bis zum Jahr 2050 dargestellt werden. Bei den gängigen Leichtbaukonzepten sind jedoch sowohl die Energie- und Ressourceneffizienz in der Fahrzeugherstellung problematisch als auch die Kosten, die durch den Einsatz alternativer Materialien und Prozesse entstehen und ein Vielfaches der Kosten herkömmlicher Fahrzeugkomponenten ausmachen.
Um sowohl eine positive Energiebilanz als auch Kundenakzeptanz zu finden, wird die „Forschungsfabrik“ neuartige hybride Werkstoffkonzepte erarbeiten. Diese hybriden Werkstoffkonzepte setzen – beanspruchungs- und kostenabhängig – gezielt unterschiedliche Werkstoffe ein und kombinieren diese, nach Möglichkeit unter Nutzung bestehender Prozessketten, mit robusten und großserientauglichen Prozessen. Ziel ist es, diese Prozesse in bestehende Fertigungsstraßen und Fabriken zu integrieren.

Damit schlägt die TU Braunschweig gemeinsam mit weiteren Hochschulen und weltweit führenden Technologieunternehmen der Branche und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein neues Kapitel zum kostengünstigen Leichtbau auf.

Im Rahmen der Förderinitiative „ForschungsCampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) haben Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft ein Konsortium gebildet und sich mit der „Open Hybrid LabFactory - Materialentwicklung und Produktionstechnik für den wirtschaftlichen und multifunktionalen Leichtbau“ dem Wettbewerb erfolgreich gestellt.

Zum Konsortium gehören über 30 Mitglieder unter anderem die Volkswagen AG, BASF AG, MAGNA Cosma Int., DowAKSA, SAERTEX GmbH, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Wolfsburg AG, CFK-Valley Stade e.V., Instituten der Mitgliedshochschulen der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) und klein- und mittelständische Unternehmen.

Aus bundesweit über 90 Bewerbungen aus nahezu allen Bereichen der Wissenschaft wurde die „Open Hybrid LabFactory“ als eine von zehn förderwürdigen Initiativen ausgewählt. Die Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen der Wissenschaft und Wirtschaft wird in einer eigens dafür am Standort Wolfsburg geplanten LabFactory mit integrierten Projekthäusern und Büroflächen aufgebaut.
„Durch den Aufbau einer „Forschungsfabrik“ zu der alle beteiligten Institutionen und Partner Zugang haben und gemeinsam an neuen Werkstoffkonzepten und Fertigungsverfahren arbeiten, können die Ziele des Kooperationsprojektes schnell und effektiv erreicht werden“, freut sich Prof. Dr.-Ing. Klaus Dilger, Leiter des Instituts für Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig und Koordinator der Initiative.

Um diese einmalige Chance für den Forschungsstandort Braunschweig/Wolfsburg zu realisieren, ist eine Gesamtvolumen von ca. 60 Millionen Euro sowohl seitens des Landes Niedersachsen als auch der industriellen Partner des Konsortiums der „Open Hybrid LabFactory“ für die Forschungsausstattung und die Infrastruktur vorgesehen. Des Weiteren ist ein Projektvolumen an öffentlich geförderten und bilateralen Projekten von über 60 Millionen Euro über den ersten Förderzeitraum von fünf Jahren geplant, das teilweise vom Bund finanziert wird. Neben der Chance der Entwicklung neuer Technologien und Fertigungsverfahren wird durch die Wahl des Standortes in Wolfsburg in direkter Nähe zum MobileLifeCampus und damit zum NFF und der Autouni dem Campuscharakter der Förderinitiative Rechnung getragen sowie nachhaltig die Ausbildung von Fachkräften gefördert.

Kontakt
Prof. Dr. Klaus Dilger
Institut für Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig
Tel.: 0531 391-7821
E-Mail: k.dilger@tu-braunschweig.de

Ulrike Rolf | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-braunschweig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften