Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Robotersteuerung von Festo koordiniert kartesisches 5-Achs-System

11.09.2008
Die Robotersteuerung CMXR von Festo soll es möglich machen: Ein flexibles 5-Achsen-Raumportal mit fünf Freiheitsgraden, das Werkstücke in unterschiedlichen Orientierungen handhabt. Doch dieser Portalroboter ist nur ein Beispiel der einbaufertigen Handhabungssysteme, die der Hersteller von Automatisierungstechnik direkt an die Maschinen und Anlagen der Kunden liefert.

Der Portalroboter im kartesischen Aufbau hat drei translatorische Freiheitsgrade in der X-, Y- und Z-Achse sowie zwei rotatorische Freiheitsgrade über die so genannten Handachsen. Mit einer dritten Rotationsachse am Werkzeug kann der Portalroboter sogar auf sechs Freiheitsgrade erweitert werden.

Robotersteuerung erlaubt hohe Flexibilität

Beim Be- und Entladen von Maschinen kann der flexible Portalroboter Werkstücke in unterschiedlichen Orientierungen handhaben. Dies gelingt über die Einstellung der optimalen Greiferposition vor Ort im Roboterprogramm per Teach-in-Funktion. Damit wird der Aufwand für die genaue mechanische Ausrichtung beispielsweise der Greifer oder der Aufstellung der Kinematik nach Aussage des Herstellers sehr gering.

Die Flexibilität hilft auch bei Montagevorgängen: Müssen mehrere Teile zusammengeführt werden, können diese dank der Freiheitsgrade individuell platziert werden, so der Hersteller.

Über die CMXR-Steuerung erreicht die Portalmechanik nach Herstellerangabe die Funktionalitäten eines Roboters. Das grafische Handbediengerät CDSA und die Makroprogrammiersprache Festo Teach Language sollen intuitive Funktionen wie das Teachen von Positionen im Raum ermöglichen.

Dauerhafte Bahntreue dank CMXR-Robotersteuerung

Die CMXR-Robotersteuerung interpoliert und positioniert alle fünf Achsen, die Konturen auf einer Mittelline abfahren können, wie sie beim Kleben, Laserschweißen oder Wasserstrahlschneiden notwendig sind. Sie kann aber auch das Werkzeug des Portalroboters im Raum positionieren, wobei die Werkzeugspitze stets auf der programmierten Bahn geführt wird, auch wenn sich dabei die Orientierung des Werkzeugs ändert.

Soll der Greifer in eine Form einfahren, um ein Teil zu entnehmen, so kann eben diese Bahn mit den Positionen X, Y und Z sowie mit der Orientierung des Werkzeugs bestimmt werden. Der Bahnverlauf soll dadurch harmonisch werden. Durch zusätzliche Funktionen wie etwa Überschleifen der programmierten Positionen soll die Bahn weich werden, was sich schonend auf die Mechanik auswirkt. Das Überschleifen optimiert auch die Taktzeit.

Übersichtlicher Aufbau des Portalroboters

Anwender sollen dank des quaderförmigen Arbeitsraums eine gute Übersicht behalten. Sie können Kollisionsgefahren gut einschätzen, da lediglich die Z-Achse mit ihrer Dreheinheit in den Arbeitsraum hineinragt. Durch diesen Aufbau kann der Greifer auch in eine Gitterbox greifen, die am Rand es Arbeitsraums steht. Damit lässt sich der Arbeitsraum nach Angabe des Herstellers optimal ausnutzen.

Der Portalroboter ist ein Beispiel für die einbaufertigen Handlingsysteme von Festo. Sie sollen die Konstruktionsprozesse entlasten und das Budget der Konstruktionsabteilungen schonen. Bei der Erstellung von Maschinen und Anlagen können Konstrukteure auf den mechatronischen Mehrachsbaukasten mit standardisierten Handlingsystemen zurückgreifen und diese individuell kombinieren.

Neue elektrische Antriebe für den 5-Achs-Roboter

Im Falle des 5-Achsen-Roboterhandlings sind aus dem modularen Mehrachsbaukasten neue elektrische Antriebe im Einsatz: Beispielsweise eine dynamische Auslegerachse mit Spindel EGSA, die Linearachse EGC mit hohen Vorschubkräften sowie am Front-End der leichte Drehantrieb ERMB für Drehbewegungen mit freier Positionierbarkeit auch über 360° und mit Vorgaben von Verfahrprofilen.

Die einbaufertigen Handlings sollen Aufwand und Kosten um ein Vielfaches reduzieren: Von der Beschaffung über die Logistik, Konstruktion und Dokumentation bis hin zur Montage und Inbetriebnahme bietet Festo alles mit nur einer Projekt- oder Bestellnummer aus einer Hand an. Fürs genaue und raumgreifende Positionieren stehen mehrere 100 frei kombinierbare und aufeinander abgestimmte elektrische und pneumatische Komponenten zur Verfügung. Einbaufertige Systeme können Kosten senken, die Inbetriebnahme erleichtern und Zeit sparen – das fördere Raum für kreative Innovationen.

Festo AG & Co.KG, Halle 3, Stand 3303

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/antriebsundsteuerungstechnik/articles/144120/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie