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Montieren mit Zug

27.07.2010
Optimale Materialversorgung mit Routenzügen

Moderne Lean-Konzepte formen einen Trend in der Fertigung: Die Materialversorgung von Montagelinien mit Routenzügen. Still hat ein komplettes System im Angebot, den Liftrunner.

In einer schlanken Produktion versorgen die Liftrunner-Routenzugelemente von Still aus Hamburg die Arbeitsplätze mit Fertigungsteilen. Das geschieht zeit- und platzsparend. Die Schleppfahrzeuge CX-T oder R 06 ziehen die E-Rahmen und C-Rahmen, die rollbare Ladungsträger (Trolleys) unterschiedlicher Form einfach und sicher aufnehmen. Dieses System ermöglicht Lean-Konzepte mit Materialversorgung Just in Time (JIT) oder Just in Sequence (JIS).

Im Rahmen getakteter Versorgungsprozesse können vorkommissionierte Ladungsträger bedarfsgerecht an definierte Verbrauchsstellen gebracht werden. Der Trend zu Kleinladungsträgern wird hier ideal durch das Transportsystem aufgenommen.

Der Fahrer versorgt einen Produktionsabschnitt allein – ohne Stapler oder Hubwagen in diesem Bereich; insgesamt weniger Fahrzeuge im Fuhrpark bringen Einsparungen bei Investitions-, Betriebs- und Personalkosten. Der Routenzug, eingesetzt in ein solches Produktionssystem, ist schneller und sicherer im Vergleich zum Palettentransport per Stapler; die Handlingszeit pro Ladungsträger reduziert sich auf ein Minimum. Weitere Nutzen sind die gleichzeitige Ver- und Entsorgung von Material und Ladungsträgern, klar definierte Transportrouten ohne Leerfahrten und damit geringeres Verkehrsaufkommen in der Produktion.

Die Trolleys lassen sich anwendungsfreundlich ebenerdig in den Anhänger des Liftrunner-Systems einschieben. Ein Baukastensystem von Routenzugelementen ermöglicht die individuelle Anpassung auf jede innerbetriebliche Situation. Die Anhänger sind untereinander kompatibel. Eine Schnellkupplung unterstützt beim An- und Abkoppeln. Es sind Zuglängen bis fünf E-Rahmen beziehungsweise vier C-Rahmen möglich.

Die Anhänger tragen Viertel-, Halb- und Vollpaletten mit verschiedenen Abmaßen bis maximal 2.000 mal 1.200 Millimeter oder auch Rollgitterwagen und Regalwagen. Für die Fahrt werden die Trolleys hydraulisch oder pneumatisch angehoben, so dass nur die größeren Rollen der Liftrunner Bodenkontakt haben. Die Trolleys sind automatisch durch Sicherungsbolzen gegen seitliches Herausrollen gesichert. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt je nach Zugfahrzeug und Anhängelast bis zu 15 Stundenkilometer. Auf leisen Polyurethan-Rädern folgt jeder Liftrunner spurtreu seinem Schlepper auch durch engste Kurven zum Montageplatz – dort werden die Trolleys beladen, entleert oder ausgetauscht. Regale sind hier nicht mehr nötig.

Für den Innentransport eignet sich der Elektroschlepper CX-T mit bis zu vier Tonnen Anhängelast. Der drehmomentstarke Drei-Kilowatt-Motor ermöglicht dynamisches Anfahren selbst bei beladenen Anhängern. Auch an den Fahrer ist gedacht: eine Schwingungsdämpfung ist hilfreich bei unebenen Fahrwegen und die Bodenfreiheit großzügig ausgelegt.

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Montagetechnik/Routenzugelemente-Liftrunner_id_4064__dId_515530__app_510-34956_.htm

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