Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modulare Fertigungssysteme für die Zahnradproduktion

01.12.2015

Die Anforderungen an Verzahnungsprozesse, wie sie z.B. bei der Produktion von Powertrain-Komponenten gestellt werden, sind seit Jahren steigend. Immer komplexere Getriebekonfigurationen stellen höchste Ansprüche an die Bauteilqualität und deren Fertigung und das bei immer weiter wachsenden Stückzahlen.

EMAG bietet mit den neuen modularen Maschinen der VLC-Baureihe, bestehend aus der vertikalen Wälzfräsmaschine VLC 200 H und der vertikalen Anfasmaschine VLC 100 C, die ideale Lösung, um diesen hohen Anforderungen begegnen zu können.


VLC 200 H – vertikale Pick-up-Wälzfräsmaschine für Werkstücke bis 200 mm Durchmesser


Die VLC 200 H ist für radförmige Werkstücke mit einem Durchmesser bis 200 mm und Modul 4 ausgelegt.


Die VLC 100 C – vertikale Pick-up-Anfasmaschine


Das Be- und Entladen der Maschine erfolgt über die Pick-up-Arbeitsspindel. Beim Verzahnen von radförmigen Werkstücken sorgt dieses intelligente System für ein großes Plus bei der Produktivität – die EMAG typische Bauweise macht es möglich.


Einsatz der CHAMFER-CUT-Technologie auf der VLC 100 C

Für Verzahnungsprozesse sind die Experten von KOEPFER mit Sitz in Villingen-Schwenningen der ideale Ansprechpartner innerhalb der EMAG Gruppe. Das seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Verzahnungstechnik erfolgreiche und innovative Unternehmen KOEPFER hat die Entwicklung der Branche stets im Blick.

KOEPFER ist als Lieferant von Produktionsmitteln und als kompetenter Partner „rund ums Zahnrad“ bekannt. Daher verwundert es nicht, dass KOEPFER sich auch in Anbetracht der sich verändernden Anforderungen zu positionieren weiß. Mit der vertikalen Wälzfräsmaschine VLC 200 H bietet KOEPFER die erste Maschine auf Basis des neuen „modularen Maschinensystems“ von EMAG an.

Modulare Plattform im Einsatz

Die modulare Plattform von EMAG vereint die unterschiedlichen Technologien der EMAG Gruppe in einem immer gleichen Grundaufbau der Maschinen. Dabei kommt stets das von EMAG bekannte Pick-up-Prinzip zum Einsatz. Jede modulare Maschine verfügt über einen Teilespeicher, von dem sich die Pick-up-Spindel selbständig be- und entlädt. Dies führt zu sehr kurzen Span-zu-Span-Zeiten von nur wenigen Sekunden.

Der vertikale Grundaufbau der Maschine garantiert nicht nur einen optimalen Spänefall, sondern verhindert zudem die Bildung von Spänenestern, was zu gleichbleibender Fertigungsqualität beiträgt. Der vertikale Aufbau ermöglicht zudem eine sehr kompakte Anordnung von Spindel, Schlitten und dem Teiletransportsystem, was den Platzbedarf der Maschinen auf ein absolutes Minimum reduziert. Die modularen Maschinen sind dank dieses einheitlichen Aufbaus ideal für die Verkettung in Fertigungssystemen vorbereitet, da der Teiletransport zwischen den Maschinen aufgrund der gleichen Übergabehöhe sehr einfach zu gestalten ist.

Modulare Wälzfräsmaschine VLC 200 H

Die vertikale Wälzfräsmaschine VLC 200 H offenbart eine Technologie, die auch in der „Stand-Alone-Version“ den Anwendern große wirtschaftliche Vorteile eröffnet. Die zum Einsatz kommenden Hochleistungsantriebe, die an der Hauptspindel und am Fräser hohe Drehmomente und Drehzahlen ermöglichen, sind dabei Garanten für eine produktive Fertigung von Zahnrädern mit einem Durchmesser bis 200 Millimetern und Modul 4, die sich auf diese Weise in kurzer Bearbeitungszeit trockenfräsen lassen.

Für eine jederzeit optimale Bauteilequalität lässt sich die VLC 200 H optional mit einem auf einem Schlitten installierten Messsystem ausstatten. Es ist außerhalb des Arbeitsraumes angeordnet und somit vor Spänen und Schmutz geschützt und kann bei Bedarf ausgefahren werden.

Zudem ist es möglich, das Messsystem mit einem Messtaster für die Bauteilvermessung sowie mit einer Sensorik für Orientierungsaufgaben auszurüsten. So lassen sich nicht nur die Bearbeitungsvorgänge jederzeit anpassen, sondern es wird auch eine lückenlose Dokumentation für die Qualitätssicherung in der Produktion ermöglicht.

VLC 100 C – optimale Technologien für das Anfasen von Verzahnungen für jedes Werkstück

Wie nach jedem Verzahnungsprozess stellt sich auch bei der VLC 200 H die Frage, wie eine möglichst konturtreue Fase entlang des Zahnprofils am effektivsten umgesetzt werden kann. Hierfür lässt sich die Anfasmaschine VLC 100 C je nach Anforderung mit der jeweils optimalen Technologie ausstatten.

„Welches Verfahren wir einsetzen, hängt in erster Linie von dem zu bearbeitenden Werkstück ab. Grundsätzlich haben wir die Auswahl, entweder das Abkantentgraten oder das neuere CHAMFER-CUT-Verfahren einzusetzen“, erklärt Jörg Lohmann, Vertriebsleiter bei EMAG KOEPFER. Das klassische Abkantentgraten, ein in der Automobil- und Zulieferindustrie bereits etabliertes Verfahren, kommt dann zum Einsatz, wenn dies die Werkstückgeometrie aufgrund von Störkonturen notwendig macht.

Dies ist vor allem bei wellenförmigen Werkstücken, die eine Nabe aufweisen, oder z.B. bei Schalträdern mit Synchronkegel der Fall. Hervorzuheben ist, dass das hier eingesetzte Werkzeug, anders als bei anderen Herstellern, selbstständig vom Kunden mit einfachen Mitteln nachgeschärft werden kann. So wird eine sehr geringe Werkzeugvorhaltung ermöglicht und zuletzt nicht nur die Werkzeugkosten, sondern auch die Lagerhaltungskosten reduziert.

Bei Werkstücken mit einer günstigeren Geometrie wird die VLC 100 C mit dem CHAMFER-CUT-Verfahren ausgestattet. Das von FETTE entwickelte CHAMFER-CUT-Verfahren ist ideal für einen präzisen und kostengünstigen Anfasprozess.

„Da bei diesem Verfahren kein Sekundärgrat entsteht, ist dieses Verfahren besonders für Verzahnungen geeignet, die nach dem Härten noch gehont werden“, erklärt Jörg Lohmann. Das Anfasen per CHAMFER-CUT-Verfahren erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wird z.B. die Oberseite des Zahnrads mit dem Werkzeug konturtreu angefast, die Schnittrichtung invertiert und danach wird der Vorgang an der Unterseite wiederholt.

„Welche Anforderungen sich auch immer aus dem Werkstück und der Werkstückgeometrie ergeben, wir bei EMAG KOEPFER können unseren Kunden immer eine sehr gute Lösung anbieten“, betont Lohmann.

Die Kombination der beiden Maschinen VLC 200 H und VLC 100 C mit Chamfer-Cut-Technologie oder alternativ mit dem Abkantengraten eröffnet Produktionsplanern vielfältige Möglichkeiten, ihre Zahnradproduktion zu optimieren oder gar neu zu konzipieren.

Die Umsetzung der Zahnradfertigung auf Basis des modularen Maschinentyps vereint dabei alle Qualitäten der EMAG Gruppe, vom Einsatz der hochwertigen KOEPFER Verzahnungstechnologie über die integrierte Automation hin zur Bearbeitungs- und Bauteilqualität, und erfüllt damit alle Anforderungen für die großvolumige Zahnradproduktion.

Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung
Markus Isgro
EMAG Holding GmbH
Austraße 24
D-73084 Salach
Fon: +49(0)7162/17-4658
Fax: +49(0)7162/17-199
e-mail:misgro@emag.com
www.emag.com

Markus Isgro | EMAG Holding GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie