Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modernster Roboter mit neuer Spritzdüsentechnologie für ThyssenKrupp Nirosta in Bochum

26.03.2010
Im Stahlwerk Bochum übernimmt ein mit modernster Steuerungstechnik ausgestatteter Spritzroboter die Pflege der Ofenwände. Über einen Teilautomatismus übernimmt er auch ohne manuelle Steuerung komplexe Feuerfestpflegetätigkeiten.

Die neue Ausmauerung eines Elektrolichtbogen-Ofens ist zwar regelmäßig notwendig, jedoch kostspielig und zeitintensiv. Daher kommt der feuerfesten Pflege der Ofenwände eine große Bedeutung zu. Nach zweimonatiger Hochlaufzeit übernimmt jetzt bei ThyssenKrupp Nirosta im Stahlwerk Bochum ein mit modernster Steuerungstechnik ausgestatteter Spritzroboter diese Pflege. Er besitzt einen Teilautomatismus und kann damit auch ohne manuelle Steuerung komplexe Feuerfestpflegetätigkeiten übernehmen. Die neu entwickelte Spritzdüsentechnologie ermöglicht eine höhere Spritzgeschwindigkeit und reduziert den Verbrauch der Heißreparaturmasse durch optimale Befeuchtung. Gleichzeitig sichert diese Technologie das gleichmäßige Auftragen in der gewünschten Schichtstärke.

Bei voller Ofenauslastung widersteht die feuerfeste Ausmauerung der Ofenwände den Temperaturen von bis zu 1.650 Grad Celsius in der Regel zweieinhalb Wochen. Mit Hilfe des Spritzroboters kann die Zeitspanne bis zur Erneuerung der feuerfesten Mauersteine verdoppelt werden. Die Robotersteuerung erfolgt über eine digitalisierte Bedieneroberfläche. Sie ermöglicht dem Stahlwerker eine genaue Auswahl der Wandbereiche, die mit dem angefeuchteten Magnesit, ein ungeformtes, sandartiges Feuerfestmaterial, bespritzt werden. Das Material verfestigt sich durch Bindekomponenten sofort an den schadhaften Stellen und "versiegelt" diese. Ein Pflegevorgang dauert zwischen fünf und zehn Minuten und sichert so nachhaltig die Verfügbarkeit der Schmelzkapazität.

"Auch bezüglich der Wartung des neuen Spritzroboters haben wir einen weiteren Vorteil realisiert", erklärt Helge Mees, Leiter des Teams Schmelzen im Stahlwerk Bochum. "Hier setzt ThyssenKrupp auf Eigenleistung statt Fremdleistung". Früher wurde die Wartung durch den Roboter-Hersteller Minteq durchgeführt. Das amerikanische Unternehmen schulte im Rahmen der Neuanschaffung zwei ThyssenKrupp Teamhandwerker umfangreich in den Bereichen Wartung und Instandhaltung für die moderne Anlage. "Damit können wir flexibel agieren und sind von Dritten unabhängig", erläutert Mees.

Der neue Spritzroboter sichert so nicht nur Arbeitsplätze, sondern trägt maßgeblich zur Aufrechterhaltung der Produktionssicherheit des Elektrolichtbogen-Ofens in Bochum und zur Einsparung von Feuerfestpflegemasse bei.

ThyssenKrupp Nirosta ist einer der weltweit führenden Hersteller von nichtrostenden Flacherzeugnissen mit einem breit gefächerten Programm von nichtrostenden Stählen, Abmessungen und Oberflächen. Das Unternehmen ist mit mehreren Standorten in Deutschland vertreten und beschäftigt rund 4.200 Mitarbeiter.

Corporate Center Communications, Strategy & Technology
Kaiser-Wilhelm-Straße 100
47166 Duisburg
Postfach
47166 Duisburg
Deutschland, Nordrhein-Westfalen
E-Mail-Adresse: erik.walner@thyssenkrupp.com

Erik Walner | idw
Weitere Informationen:
http://www.thyssenkrupp.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Das Auto lernt vorauszudenken
28.06.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie