Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modernisierung macht Materialprüfmaschinen fit für die Zukunft

14.01.2010
Eine fachmännisch modernisierte Materialprüfmaschine ist einer neuen Maschine funktionell gleichwertig – und das bei deutlich geringeren Kosten. Der Ulmer Prüfmaschinen-Hersteller Zwick bietet für zwanzig verschiedene Branchen passende Retrofit-Lösungen durch entsprechende Prüfsoftware, Sensoren und Prüfwerkzeuge an.

Zum Prüfen von Materialien und Bauteilen werden seit vielen Jahren Materialprüfmaschinen eingesetzt, die allerdings mit der Zeit „in die Jahre“ kommen. Besonders bei Maschinen mit höheren Nennlasten stellen die Maschinenbauteile einen hohen Wert dar. Die Komponenten von Materialprüfmaschinen altern je nach Funktion durch Materialermüdung, Verschleiß oder durch die verschiedenen Einflüsse der Umwelt. Die Technik der Maschinen veraltet, weil sie nicht mehr dem aktuellem Stand und den heutigen Anforderungen entspricht, nicht mehr mit neueren Komponenten kombiniert oder auch nicht mehr gewartet werden kann und weil es keine Ersatzteile mehr gibt.

Richtige Auswahl des Modernisierungsanbieters

Mechanische Komponenten, wie der Lastrahmen, altern jedoch sehr langsam und können meist über mehrere Jahrzehnte eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu werden Elektrik-/Elektronik- und Informatik-Komponenten wegen der rasanten Entwicklung in diesem Technikbereichen relativ schnell obsolet. Ihr Einsatzzeitraum ist meist auf etwa ein Jahrzehnt begrenzt.

Mit richtig durchgeführten Modernisierungen können Prüfmaschinen, bei denen der Lastrahmen und das vorhandene Zubehör einen gewissen Wert darstellen, auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Bei der Auswahl des richtigen Modernisierungsanbieters sind einige wesentliche Gesichtspunkte zu beachten.

Geht es um die Modernisierung einer elektromechanischen Prüfmaschine, so sollte nicht nur die Mess-, Steuer – und Regelelektronik und die Prüfsoftware erneuert werden, sondern auch ein neuer wartungsfreier AC-Servo-Antrieb zum Einsatz kommen. Weitere Komponenten wie Kraftaufnehmer, Längenänderungsaufnehmer und weiteres Zubehör können mit kleineren Anpassungen weiter verwendet werden.

Neue Elektroniken für Materialprüfmaschinen sind flexibler

Entscheidendes Kriterium für eine Modernisierung ist immer die Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Neue digitale Elektroniken zeichnen sich durch hohe Flexibilität und Modularität aus. Für sichere Prüfergebnisse werden zeitsynchronisierte Modulsteckplätze eingesetzt, damit alle Messsignale nicht zeitversetzt zueinander ausgewertet werden. Die Messwertauflösung wird dabei mittels Echtzeit-Betriebssystem für den gesamten Messbereich sichergestellt. Die Firma Zwick in Ulm bietet beispielsweise mit ihrer Steuerungselektronik Test-Control für Kraftaufnehmer eine Erweiterung des Messbereichs bis herab auf 0,1% der Nennkraft. Dies erspart den Einsatz und den Wechsel von mehreren Kraftaufnehmern. Messdaten werden mit einer Rate von 500 HZ zeitsynchron erfasst, was eine detaillierte Analyse der Messergebnisse erlaubt.

In der Bauteilprüfung wird oft die Probenverformung über die Traversenposition der Maschine aufgenommen, also nicht unmittelbar an der Probe durch Längenänderungsaufnehmer gemessen. Deshalb ist es wichtig, dass die modernisierte Maschine eine höchstmögliche Wegmess- und Positionsgenauigkeit über den Traversenwegaufnehmer besitzt und die Maschinen- und Kraftaufnehmerdurchbiegung über eine Maschinennachgiebigkeitskorrektur in Echtzeit kompensiert wird.

Auch wenn bei vielen zu modernisierenden Prüfmaschinen keine nachträgliche CE-Vergabe notwendig ist, so ist die Einhaltung der gültigen Unfallverhütungsvorschriften auch hier unbedingt einzuhalten. Dafür ist es beispielsweise wichtig, dass alle Prüfsystemelemente im Not-Aus-Kreis integriert sind und eine elektronische und softwaremäßige Prüfraumüberwachung den höchstmöglichen Schutz für Anwender und Prüfgerät bieten.

Moderne Elektronik hält EMV-Vorschriften ein

Mit der Einhaltung der elektromagnetischen Verträglichkeit stellen moderne, jedoch sehr empfindliche Elektroniken sicher, dass keine Störsignale ausgesendet werden und diese Elektroniken auch nicht durch Signale von Herzschrittmachern, Mobiltelefonen, Hallenkränen oder sonstigen Geräten Störungen erfahren.

In der Industrie sind viele Prüfungen durch eindeutige Normen geregelt. Moderne Prüfsoftwarepakete decken diese Normen ab. Der Anwender kann ohne Programmierkenntnisse nach Eingabe der Parameter, die durch die Norm variabel gestaltet sind, die Prüfung direkt starten. Die Software-Bedienung sollte Bedienfehler und Manipulationen durch entsprechende Plausibilitätsprüfungen ausschließen. Selbstverständlich sollte auch die Richtigkeit der Berechnungsroutinen nachweisbar sein.

Den After-Sales-Service nicht aus dem Auge verlieren

Für die Auswahl des richtigen Anbieters ist aber nicht allein die Modernisierung zu betrachten, sondern auch die Aftersales-Betreuung. Von besonderer Bedeutung für die Modernisierung der Prüfmaschine ist ein Partner, der die Kunden mit seinen Dienstleistungen über die gesamte Einsatzzeit der Maschine unterstützt.

Ein solcher Partner hält für den Kunden oftmals eine schnelle unbürokratische Hotline vor. Datenbanken, in denen die Maschinenkonfigurationen der Kunden gespeichert sind, helfen bei der fachmännischen Beratung. Ein flächendeckendes Servicenetz sollte für den Fall der Fälle eine schnelle Fehlerbehebung gewährleisten. Dabei ist es wichtig, dass die modernisierten Maschinen eine serienmäßige Technik aufweist, damit alle Techniker in der Lage sind, eine schnelle Reparatur durchführen zu können.

Die Ersatzteilversorgung für die gesamte Anlage, nicht nur für die Komponenten der Modernisierung, wird von einigen Anbietern für mindestens zehn Jahre zugesichert. Zwick gewährleistet dies sogar für die komplett modernisierte Maschinen, die ursprünglich nicht von Zwick hergestellt wurden, beispielsweise für Maschinen von Frank, Schenck-Trebel, Roell & Korthaus, UTS und anderen Herstellern.

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messtechnik_prueftechnik/articles/245725/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Untersuchung klimatischer Einflüsse in der Klimazelle - Werkzeugmaschinen im Check-Up
01.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

nachricht 3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten
23.01.2018 | Universität Kassel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics