Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Messtaster für ultrapräzise Koordinatenmessgeräte

08.07.2009
IBS Precision Engineering stellt den neuen Triskelion-Messtaster für ultrapräzise Messungen vor. Triskelion ist laut IBS der genaueste 3D-scannende taktile Sensor der Welt mit einer Auflösung von 3 nm und überwindet damit die Grenzen von konventionellen taktilen Systemen. Der Messtaster eigne sich sowohl für Punktmessungen als auch zum Scannen.

Applikationsgebiete für den Triskelion-Messtaster sind den Angaben zufolge vor allem der Bereich der Mikrotechnik und der Halbleiterproduktion sowie das produzierende Gewerbe, das einen ständig steigenden Grad an Präzision durch zunehmende Genauigkeit, Geschwindigkeit und Funktionalität der Messtaster fordert. Seine Anwendungen findet der neue Messtaster in ultra-präzisen 3D-Koordinatenmessgeräten (CMM = Coordinate Measurement Machine) im Mikro- und Nanobereich.

Schlüsselelement Messtaster

Das Schlüsselelement eines Koordinatenmessgerätes ist der Messtaster, heißt es weiter. Nach dreijähriger Forschungsarbeit im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes Production4µ präsentiert IBS Precision Engineering nun ein ganz neues Design für ein Messtastersystem: das flache Blattfeder-Design. Eine kleine kugelförmige Fühlerspitze aus Rubin mit 0,5 mm Durchmesser, die als Kontaktkugel bei den Messungen dient, befindet sich auf einem ultradünnen und steifen Taster.

Der Messtaster selbst sitzt, so IBS weiter, auf einer Platte, die über drei flache Blattfedern mit dem Sensorgehäuse verbunden ist. Diese Anordnung erlaube es dem Taster, sich in vertikaler Richtung zu bewegen und in den zwei horizontalen Achsen zu kippen.

In der Platte befinden sich drei Scheiben, die als Messreferenz für die drei kapazitiven Sensoren dienen. Beim Messen selbst wird die Auslenkung der Fühlerspitze durch das Messobjekt auf die Scheiben übertragen, deren Auslenkung in x-, y- und z-Richtung von den Sensoren erfasst wird. Der Triskelion-Messtaster besitzt in jeder der drei Messachsen x, y und z einen Messbereich von 10 µm.

Messtaster ohne Klebetechniken verbunden

Zum Erhöhen der Langzeitstabilität besteht das Triskelion-System aus Werkstoffen mit niedriger thermischer Ausdehnung, führt IBS aus. Der gesamte Messtasterkörper besteht aus Invar (Eisen-Nickel-Legierung mit anomal kleinem Wärmeausdehnungskoeffizienten), der Taster selbst dagegen aus Wolframcarbid. Der Messtaster setze sich aus einem Minimum an Bauteilen zusammen, die ohne Klebetechnik oder andere instabile Verfahren miteinander verbunden seien.

Die bewegliche Masse des Messtasters betrage nur 160 mg. Daher drücke die Fühlerspitze mit der sehr geringen Anpresskraft von 0,5 mN (oder weniger) auf das Messobjekt und beeinflusst die Messung kaum.

Zusätzliche Taster und Fühlerspitzen mit Radien zwischen 0,08 und 0,25 mm sind auf Anfrage beim Hersteller erhältlich.

Udo Schnell | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/articles/200107/index2.html

Weitere Berichte zu: Klebetechnik Messobjekt Messtaster Sensor Triskelion-Messtaster

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

18.10.2017 | Medizin Gesundheit

Rittal Klima-Tipps: Ist ein Kühlgerät wirklich nötig?

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

Smartphones im Kampf gegen die Blindheit

18.10.2017 | Medizintechnik