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Messarme erleichtern die Qualitätskontrolle in der Blechbearbeitung

14.01.2009
Dort, wo es auf Qualität ankommt, ist die Einhaltung von vorgegebenen Toleranzen unerlässlich. Messsysteme erleichtern die Überprüfung der Produktionsvorgaben. Der französische Blechteilhersteller Poncin setzt in seiner Fertigung dabei auf Messarme der Marke Romer.

Heiß geht es her im Süden Frankreichs. 30°C Aussentemperatur und beständiger Funkenflug in der Werkshalle der Poncin SA in der Kleinstadt Tarare verführen kurz zu einem Gedanken an die kühlen Weinkeller im nahen Beaujolais. In diesem ländlichen Gebiet vor den Toren der Metropole Lyon haben mittelständische Unternehmen eine starke Stellung. Von den rund 34 000 Unternehmen der Region Rhône-Alpes haben weit über die Hälfte 50 Mitarbeiter oder weniger.

Qualität basiert auf strengen Vorgaben

Poncin hat sich auf die Fertigung von Blechteilen jeglicher Couleur spezialisiert. Viele Auftraggeber des Unternehmens stellen landwirtschaftliche Geräte und alle Arten industrieller Fahrzeuge her. Wichtige Geschäftsfelder sind auch die Baumaschinenindustrie, Produzenten von Klima- und Heizgeräten oder Hersteller von Industrieanlagen, deren Gehäuse Poncin vorfertigt. Virginie Schillewaert, Leiterin für Qualität und Umwelt, erläutert: „Die Stärke von Poncin ist die vertikale Integration der Kundenprojekte. Stanzen, Biegen, Schweißen, Oberflächenbehandlung oder Montage – unsere 45 Mitarbeiter können vom Rohblech bis zum fertigen Bauteil alle Produktionsstufen liefern. Dabei legen wir großen Wert auf höchste Qualität.“

Ein umfangreicher und zu einem großen Teil digitalisierter Maschinenpark erlaubt die Verarbeitung unterschiedlichster Materialien. Stahl in Stärken von 0,5 mm bis 20 mm durchläuft die Anlagen, auch Aluminium bis zu 12 mm Stärke kann verarbeitet werden. Bei den produzierten Formen wird eine Genauigkeit von ein Zehntel mm erzielt.

Poncin und die Auftraggeber des Unternehmens legen größten Wert auf Präzision. Alle produzierten Teile müssen den strengen Vorgaben der Konstruktionsdaten entsprechen. Daher sprach einer der Kunden die Empfehlung aus, für die Qualitätskontrolle ein modernes und genaues Messgerät anzuschaffen. Ohne Erfahrung mit softwaregestützter Industriemesstechnik hörten sich die Verantwortlichen bei Poncin um und suchten nach einer genauen und flexiblen Lösung. Ein Messarm, wie er in der Branche zur Qualitätskontrolle sehr verbreitet ist, bot sich an.

Funktionelle Messarme sind leicht zu handhaben

Kollegen aus anderen Betrieben verwendeten schon seit längerem Messarme der Marke Romer und empfahlen sowohl das Produkt als auch den Service der Firma Hexagon Metrology. Poncin war überzeugt und die Applikationsingenieure von Hexagon Metrology installierten kurz darauf einen Romer-Arm samt Software. Cedric Gardette ist einer von fünf Mitarbeitern, die an nur drei Tagen im Umgang mit dem Arm geschult wurden – genug, um alle anfallenden Messaufgaben sicher zu erledigen. „Erfahrung mit digitaler Koordinatenmesstechnik hatte ich vorher gar nicht“, berichtet Gardette. „Als gelernter Mechaniker war der Einsatz eines Messarms neu für mich. Das System ist aber leicht zu bedienen.“ Inzwischen wird der Arm routiniert verwendet und die Inspektionszeiten sind deutlich geschrumpft – bei immer verlässlichen Ergebnissen.

Die Überprüfung von Prototypen ist ein häufiges Anwendungsgebiet bevor die Serienproduktion eines neuen Teils anläuft. Während der laufenden Produktion werden regelmäßig Teile auf Abweichungen von den Konstruktionsdaten untersucht. Virginie Schillewaert fasst zusammen: „Der Messarm funktioniert ohne Probleme und ist immer noch wie neu. Wenn wir eine Frage zur Anwendung oder Software haben, können wir uns aber auch an die Hotline von Romer wenden – dort ist immer eine Lösung parat.“

Andreas Petrosino | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/mmmaintainer/messenundueberwachen/geometrischesmessen/articles/166613/

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