Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leichtbaukonzept für mehr Sicherheit und Korrosionsschutz

10.10.2008
Bei Voestalpine steht PHS-Ultraform im Rampenlicht der Präsentation, ein Leichtbaukonzept, dass bei Automobilkarossen nicht nur zur Gewichtseinsparung führt, sondern auch die Sicherheit, den Komfort und Korrosionsschutz steigert, wie die Voestalpine-Manager Michaela Kraus und Harald Traxler meinen.

Welche Innovation steckt hinter dem Begriff PHS-Ultraform?

Kraus: Mit PHS-Ultraform bietet Voestalpine eine branchenweit unerreichte Kombination aus allem, was der Markt von morgen schon heute mit Nachdruck fordert: Pressgehärtete Bauteile mit dem kathodischen Korrosionsschutz von bandverzinkten Stahlbändern, ausgezeichnete Kaltumformeignung bei höchster geometrischer Komplexität sowie die Möglichkeit unterschiedlichster Werkstoff- und/oder Dickenkombinationen durch den Einsatz als lasergeschweißte Platine.

Voestalpine setzt im Leichtbau weiterhin auf Kaltumformung?

Kraus: Die PHS-Ultraform-Technologie verbindet Werkstoff-Kompetenz und Verarbeitungs-Know-how von Voestalpine. Das Erfolgsrezept der neuen Dimension des Leichtbaus liegt in einer innovativen Bandbeschichtung auf Zinkbasis in Verbindung mit einem hochwertigen Vergütungsstahl. Die daraus entstehenden Bauteile werden mit klassischer Kaltumformung auf Endgeometrie gebracht und beschnitten.

Im warmen Zustand erfolgt lediglich die Härtung und Fixierung der gewünschten Form. Besonders große Bauteile können mit einer speziellen Ofentechnologie auf Formhärtetemperatur gebracht werden.

Das Ergebnis sind hoch korrosionsbeständige, leichte und komplexe Bauteile mit einer Festigkeit im Bereich von 1500 MPa – perfekte Fertigteile bei sehr geringem Werkzeugverschleiß, selbst bei hohen Stückzahlen.

Wird PHS-Ultraform den Automobilleichtbau weitere Impulse geben?

Traxler: Kyoto ruft. Und Automobilhersteller wie Zulieferer auf der ganzen Welt stimmen mit ein. Um die ehrgeizigen Vorgaben zur Reduktion des CO2-Ausstoßes bis 2012 zu erreichen, wird es in Zukunft in erster Linie um die gewichtsoptimierte Konstruktion der Fahrzeuge bei nicht nur gleich bleibenden, sondern sogar noch verbesserten Sicherheits-, Komfort- und Korrosionsschutzstandards gehen.

PHS-Ultraform ist mehr als eine Innovation um der Innovation willen. Sie wird in Kürze, eine erste, konkrete Anwendung in einer Reihe von Fahrzeugen, darunter die Premium-Limousine eines deutschen Herstellers, finden. Und das ist erst der Anfang.

Welches Anwendungspotenzial birgt das Leichtbaukonzept PHS-Ultraform?

Traxler: Im Automobil der Zukunft werden PHS-Ultraform-Bauteile besonders bei sicherheitsrelevanten und stark korrosionsbelasteten Bauteilen wie Stirnwand- und Bodenstrukturen, Längsträgern, Seitenwandstrukturen mit A- und B-Säulen und bei ähnlich crashbelasteten Komponenten zum Einsatz kommen. Voestalpine begleitet dabei den gesamten Produktionsprozess – von der Entwicklung bis zum fertigen Bauteil – und bietet eine durchgängige Simulation der gesamten Prozesskette und der Bauteileigenschaften.

Voestalpine AG, Halle 14, Stand F17

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/werkstoffe/articles/148411/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Nimm zwei: Metallische Oberflächen effizient mit dem Laser strukturieren
15.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise