Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lange und mittelgroße Werkstücke mit Bearbeitungszentren effizient und flexibel bearbeiten

21.09.2009
Seit zehn Jahren stellt Hedelius vertikale fünfachsige CNC-Bearbeitungszentren für unterschiedliche Aufgaben her. Mit der RS 505 wurde ein kompaktes Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum entwickelt, das sowohl 1000 mm lange als auch kubische Werkstücke mit einem Hüllkreis bis 420 mm mit höchster Präzision bearbeitet.

Das kompakte Bearbeitungszentrum RS 505 aus der Rota-Swing-Baureihe mit Verfahrwegen in X, Y und Z von 1000, 510 und 480 mm ist laut Hedelius für den Maschinen- und Fahrzeugbau ebenso geeignet wie für den anspruchsvollen Werkzeug- und Formenbau. Die Maschine bearbeitet Werkstücke mit höchster Präzision, Oberflächenqualität und Wiederholgenauigkeit und erreicht Zerspanungsleistungen bis zu 250 cm³/min in ST 60, so Hedelius.

Die Besonderheit des neuen Maschinenkonzeptes liegt in der Gestaltung des Arbeitsraumes. Das Bearbeitungszentrum ist mit einer Dreh-Schwenktisch-Einheit (420 mm Durchmesser) und einem feststehenden Maschinentisch ausgerüstet. Beide Tische liegen auf einer Höhe, so dass bei der Langbettbearbeitung Werkstücke mit einer maximalen Gesamtlänge von 1000 mm bearbeitet werden können.

Bearbeitungszentrum eignet sich auch für HSC-Simultan-Bearbeitung

Durch die zwei Tische können alle sechs Seiten eines Werkstücks in einem Aufspannvorgang sehr wirtschaftlich gefertigt werden, wird hervorgehoben: Im linken Basisarbeitsraum mit drei NC-Achsen werden in der ersten Aufspannung die Spann- oder Bezugsflächen angearbeitet. Im rechten Arbeitsraum wird mit der Fünf-Achs-Bearbeitung das Werkstück fertiggestellt. In Verbindung mit dem Formingstar-Paket ist das Bearbeitungszentrum den Angaben zufolge auch hervorragend für die Fünf-Achs-HSC-Simultanbearbeitung geeignet.

Digitale Antriebe der Linearachsen und Direktantriebe mit wassergekühlten Torque-Motoren in der Dreh-Schwenktisch-Einheit sorgen in Kombination mit einer CNC iTNC 530 von Heidenhain für eine sehr hohe Dynamik und Präzision des Bearbeitungszentrums. Die Direktantriebe erlauben Eilganggeschwindigkeiten von 45 m/min in den Linearachsen und 25/30 min—1 in der Schwenk- beziehungsweise Drehachse und sorgen dadurch für eine extrem schnelle Positionierung.

Ein weiterer Vorteil der Direktantriebe ist ihre hohe Verfügbarkeit, so Hedelius.

Der Grund: durch den Wegfall von mechanischen Zwischenelementen wie Getrieben, Kupplungen und Riemen sind sie praktisch verschleißfrei. Die hohe Positioniergenauigkeit von 10 µm und damit eine zuverlässige Werkstückqualität wird durch direkte Wegmesssysteme (Glasmaßstäbe) von Heidenhain in allen fünf Achsen sichergestellt.

Eigensteifes Maschinenbett dämpft Schwingungen des Bearbeitungszentrums

Die Hauptspindel wird in zwei Versionen angeboten. Für den allgemeinen Maschinen-, Vorrichtungs- und Fahrzeugbau wird die RS 505 mit einer robusten, drehmomentstarken Spindel mit Drehzahlen bis 8000 min—1 ausgerüstet. Die flüssigkeitsgekühlten Celox-Motorspindeln, die insbesondere in der 3D-Bearbeitung zum Einsatz kommen, erreichen Drehzahlen bis 12000, 14000 oder 18000 min—1. Eine innere Kühlmittelzuführung bis maximal 75 bar optimiert die präzise Herstellung feiner oder tiefer Bohrungen.

Das Werkzeugmagazin fasst 20 Werkzeuge. Durch ein 180-faches Standby-Hintergrundmagazin, das auch eine hauptzeitparallele Bestückung ermöglicht, wird das Einsatzgebiet des Bearbeitungszentrums erheblich erweitert, stellt Hedelius fest. Für sehr gute Zerspanungsbedingungen sorgt ein eigensteifes Maschinenbett, das Schwingungen optimal dämpft.

Bearbeitungszentrum ergonomisch gestaltet

Wie alle anderen Bearbeitungszentren von Hedelius ist die RS 505 ergonomisch gestaltet und ermöglicht einen einfachen und schnellen Zugang zu den Spannvorrichtungen und Werkzeugen. Sei es die Höhe der Maschinentische, die Schiebetüranlage oder das schwenkbare NC-Terminal – alles ist perfekt auf den Bediener abgestimmt, heißt es.

Kontroll- und Überwachungseinrichtungen wie Werkzeugkontrolle mittels Laser, Werkzeugstandzeitüberwachung, Werkzeugverschleißkontrolle, 3D-Taster oder motorisch betätigte Türen erhöhen den Automatisierungsgrad der Fertigung und schließen nach Auffassung von Hedelius Bedienerfehler von vornherein aus.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/230587/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Elektrische Spannung: Kaiserslauterer Ingenieure erforschen Versagen bei Kugellagern
28.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit