Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kunststoffteile für die Fluidtechnik wirtschaftlich fertigen

03.09.2008
Kunststoffteile für hydraulische und pneumatische Anwendungen müssen meist hohe Qualitätskriterien erfüllen. Gleichzeitig sollen sie sich aber auch in kleineren Stückzahlen noch wirtschaftlich herstellen lassen. Wie das gelingt, zeigt der hessische Kunststoff-Zerspaner Wagner.

Kupplungen aus POM für Niederdruckschläuche, Sensoraufnahmen aus PVDF für die Durchflussmessung oder Dichtungen aus PET für Ventilsysteme: Wohin man auch schaut, stehen Zulieferteile aus technischen Kunststoffen im Dienste der Fluidtechnik. Dabei handelt es sich in all diesen Fällen um mechanisch gefertigte Einbauteile.

Und das hat seine Gründe. Die mechanische Bearbeitung ziehen erfahrene Konstrukteure und Entwickler aus Hydraulik und Pneumatik nämlich immer dann dem Spritzguss vor, wenn mittlere oder kleine Serien geometrisch hochwertiger Bauteile zu realisieren sind.

Spangebende Fertigung von Kunststoffteilen bietet mehr Möglichkeiten

Denn für ihre oberflächen- und strömungstechnisch anspruchsvollen Anwendungen brauchen sie zwar Bauteile von hoher Präzision; weil sie aber oft keine gewaltigen Stückzahlen benötigen, rechnet sich der Aufwand für die Herstellung eines Spritzguss-Werkzeugs nicht. Abgesehen davon lässt die spangebende Fertigung den Konstrukteuren erhebliche Freiheiten bei der Auswahl des geeigneten Kunststoffs und bietet ihnen im Fall technischer Änderungen die Möglichkeit, wesentlich flexibler zu reagieren.

Wachsende Bedeutung gewinnt die mechanische Fertigung von Kunststoffteilen inzwischen auch durch den Trend zur Miniaturisierung. Denn wo Kleinstpumpen, Mini-Armaturen oder winzige Ventilsysteme benötigt werden, steigen die Ansprüche an Präzision, da die filigranen Bauteile wegen ihrer Multifunktionalität mitunter überaus komplexe Geometrien erreichen.

Und obwohl auch im Bereich miniaturisierter Anwendungen eher die Kleinserie gefragt ist, hat Wagner hier bereits Großserien von bis zu 30.000 Stück produziert. Dabei wurden zum Teil extreme Rundlaufgenauigkeiten, Dichtoberflächen bis Ra 0,8 und winzige Radien von nur 0,2 mm realisiert.

Spezialist für das Drehen, Fräsen, Bohren und Schneiden von Kunststoffen

All diese Anforderungen lassen sich mit der mechanischen Bearbeitung technischer Kunststoffe optimal umsetzen. Das weiß man auch in Groß-Bieberau, wo einer der führenden deutschen Kunststoff-Zerspaner seinen Firmensitz hat: der Zulieferer Wagner.

Das mittelständische Unternehmen fertigt für Kunden aus der Fluidtechnik anspruchsvolle Formteile aus nahezu allen derzeit relevanten Kunststoffen. Dafür setzt es ein breites Spektrum mechanischer Fertigungsverfahren vom Drehen und Fräsen bis zum Bohren und Schneiden ein.

Kunststoff-Bearbeitung „aus dem Vollen“

Im Hause Wagner verbindet sich eine fast 120-jährige Firmentradition mit dem Leistungsspektrum eines modernen Zulieferers. In Deutschland zählt das Unternehmen zum kleinen Kreis jener Kunststoffbearbeiter, die die Bearbeitung „aus dem Vollen“ perfektioniert haben. Ein Zeichen für die hohe Kompetenz von Wagner ist beispielsweise die Anfertigung sehr dünnwandiger und kleiner Drehteile mit Durchmessern von gerade mal 1,5 mm (inklusive Bohrung). Andererseits gehört auch die Produktion von Gewindestangen M 30 mit bis zu 3 m Länge zu den Stärken des Unternehmens.

Manfred Stiller | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1497&pk=142787

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie