Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kosten entkoppelt

01.05.2010
Aufwendungen für induktive Koppler gesenkt
Energie und Signale zu bewegten Objekten zu übertragen ist technisch immer anspruchsvoll, oft schwierig oder manchmal sogar unmöglich. Abhilfe versprechen hier neue induktive Kopplersysteme, die Energie und Daten gleichzeitig und berührungslos über einen Luftspalt übertragen.

Die bisher am Markt verfügbaren induktiven Systeme stehen jedoch in dem Ruf, teure Problemlöser für Nischenanwendungen zu sein. Der Sensorikspezialist Balluff hat alle Faktoren, die bisher den Einsatz induktiver Koppler hemmten, näher betrachtet. Dabei wurden Einsparpotenziale erkannt, aufgrund derer sich die Kosten für induktive Koppler etwa halbieren ließen. Grundlage dazu liefert die Serienfertigung induktiver Sensoren.
Die induktiven Koppler der Serie BIC im M30-Gehäuse sind lediglich knapp 110 Millimeter lang und können Energie und Daten über einen fünf Millimeter breiten Luftspalt übertragen. Das Verhältnis Baugröße zu Leistung ist damit gut, wobei die Kosten für die Systeme im Vergleich zu früheren Lösungen um die Hälfte gesunken sind. Dadurch erhöht sich die Applikationsbreite deutlich.

In der einfachsten Variante „Power-only“ dienen die induktiven Koppler der Energieversorgung ohne Datenübertragung. Schon dadurch erschließen sich in bewegten Anwendungen interessante Lösungen, zum Beispiel bei der Ansteuerung von Pneumatikventilen. Die Power-only-Koppler eignen sich auch dafür, um Feldbusmodule am Leben zu erhalten, auch wenn sie gerade nicht verwendet werden. Bootzeiten, die in zeitkritischen und hochautomatisierten Anwendungen unerwünscht sind, lassen sich so vermeiden. Außerdem können die „Power-only“-Koppler das bisher bei vielen Wireless-Anwendungen noch nicht zufriedenstellend gelöste Problem der Stromversorgung lösen.
In der Variante „Power plus acht Bit parallel“ eignen sich die induktiven Koppler zum Aufrüsten konventioneller Installationstechnik. Überall dort, wo die Verdrahtung über passive Verteilerboxen realisiert ist, lassen sich nun Daten und Energie berührungslos übertragen. Die konservative Installationstechnik wird damit deutlich aufgewertet.

Allen induktiven Koppler gemeinsam sind eine Reihe praxisgerechter Eigenschaften. Ein so genanntes „In-Zone“-Signal meldet, wenn sich die Remote- und Base-Einheit gegenüberstehen, sodass Datenübertragung und Leistungsbereitstellung starten können.

Dabei funktionieren die Systeme auch bei axialer Verdrehung, und die paarweise Bindung ist flexibel. Das heißt: Remote und Base sind zwar technologisch aufeinander abgestimmt, aber nicht fest aneinander gebunden. Viele Anwendungen erfordern beispielsweise eine Base-Einheit und mehrere Remote-Einheiten, etwa an unterschiedlichen Werkzeugen, deren Anzahl dann praktisch unbegrenzt sein kann. Bei komplexen Werkzeugen sind auch zwei Systeme in Kaskade hintereinander schaltbar.

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Ident--und-Kommunikationstechnik/Induktionskoppler_id_4070__dId_502340__app_510-34975_.htm

Weitere Berichte zu: Base-Einheit Datenübertragung Installationstechnik Koppler

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz