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Korrosionsprüfung in 90 s

27.08.2009
Nach 13 Ringversuchen und 650 kg geprüfter Teile hat es der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO) geschafft: Er machte einen Schnelltest praxistauglich, der eine sichere Qualifizierung eines kathodischen Korrosionsschutzes ermöglicht.

Der Anstoß dazu kam von der Automobilindustrie, die ein Prüfverfahren zur Beurteilung unmittelbar nach dem Beschichten forderte. Üblicherweise wird die Korrosionsschutzwirkung nach mehreren Prüftagen in einer Salzsprühkammer festgestellt.

Kurzzeitkorrosionsprüfung kann Salzsprühtest nicht ersetzen

Allerdings sieht der ZVO die Kurzzeitkorrosionsprüfung nicht als Ersatz für den Salzsprühtest nach DIN 50021. Bei dem Schnelltest gehe es um den Vergleich, eine Korrelation zum Salzsprühtest gebe es nicht. Diese Wechselbeziehung müsse sich jeder Anwender selbst erarbeiten.

Mit wachsender Erfahrung im Umgang mit dem Verfahren sei das jedoch unproblematisch. Daher bietet der Schnelltest laut dem Verband die Chance, Prozess- und Schichtentwicklungen im Bereich Korrosionsschutz schneller zur Marktreife zu bringen.

In der Regel zeigt sich das Ergebnis nach 90 s, sobald die Kontrollfarbe von Gelb nach Rot umschlägt. Das sei genau die Zeit, die benötigt werde, um festzustellen, ob ein kathodischer Korrosionsschutz nach wie vor sicher arbeite. In wenigen Minuten könne man erkennen, ob eine gerade entwickelte Schutzschicht besser sei als die am Markt etablierte.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/articles/227297/

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