Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Koordinatenschleifen mit Nano-Interpolation

11.02.2010
Das Koordinatenschleifen behauptet sich nach Auffassung des Schweizer Schleifmaschinenherstellers Kellenberger erfolgreich als Nischenmarkt, im Spannungsfeld zwischen den stark verbreiteten Technologien Funkenerosion und Hartfräsen. Die Anforderungen an das hochgenaue Koordinatenschleifen und die Automatisierung sind in den letzten Jahren gewachsen, wie das Unternehmen zur Metav 2010 mitteilt.

Diesen Trends wird die Koordinatenschleifmaschine S 35 mit entsprechenden Fortschritten in der Entwicklung gerecht, so das Unternehmen. Neben dem herkömmlichen Bohrungsschleifen befasst sich ein bedeutender Teil der heutigen Koordinaten-Schleifaufgaben mit der Erzeugung hochgenauer Konturen mit Hilfe der Achsinterpolation X-Y. So sind bei hochgenauen Matrizen- und Stempelkonturen Schnittspaltbreiten von maximal 1 bis 2 µm gefordert.

Koordinatenschleifmaschine arbeitet mit Auflösung von 0,001 µm

Durch die Möglichkeit, die CNC optional mit einer Nano-Interpolation zu erweitern, so das Unternehmen, konnte in Testreihen bewiesen werden, dass die hohe Genauigkeit der Koordinatenschleifmaschine es tatsächlich zulässt, anstelle mit der heute im Maschinenbau oft verwendeten Auflösung von 0,1 µm nun mit einer Auflösung von 0,001 µm (Nano-Interpolation) zu operieren. Die digitalen Servoantriebe erhalten die Vorschubbefehle der Steuerung in 1 nm Schritten.

Es zeigt sich in der Praxis, dass die Maschine wohl ±1 µm Genauigkeit erreichen kann, die Geometriefehler am fertigen Werkstück aber trotzdem bei ±10 µm liegen können. Mit dem Einsatz einer Korrektursoftware ist es möglich, korrigierte CNC-Programme zu erzeugen.

Werkstück wird vor dem abschließenden Schleifen erneut vermessen

Das Werkstück wird dabei programmiert, auf der Maschine mit Restaufmaß geschliffen und auf einer sehr genauen Messmaschine vermessen. Die erfassten Messwerte werden mittels Korrektursoftware mit den Sollwertdaten verglichen.

Anschließend erstellt die Korrektursoftware ein neues DXF-File. Mit dem korrigierten CNC-Programm wird das Werkstück schlussendlich auf Endmaß geschliffen. Die Erfahrungen zeigen, dass meist ein einziger Korrekturdurchgang genügt, die angestrebte Werkstückgeometrie mikrometergenau zu erreichen.

L. Kellenberger & Co. AG auf der Metav 2010: Halle 16, Stand C50

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/zerspanungstechnik/articles/249955/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Fraunhofer IWS Dresden kooperiert mit starkem Forschungspartner in Singapur
14.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften